Gefunden habe ich das Buch in einer Remittenten-Kiste im Supermarkt und gekauft, weil ich nichts besseres fand und einen Krimi lesen wollte. Und,.....nach den ersten Seiten habe ich den Kauf bereut, aber dann......!
Man muß sich erst in den Erzählstil der Autorin eingewöhnen, der durch eher schlichte Sätze geprägt ist und abrupte Szenenwechsel. Aber hat man diese Transition durchmacht ( so etwa nach der 40. Seite bei mir), dann möchte man das Buch nicht mehr weglegen.
Worum geht es? Petra Delicado, ein Inspectora, was einer Kommissarin hierzulande wohl entspricht, soll mit Kollegen Fermin Garzon einen etwas eigentümlichen Fall lösen. Jemand wurde verprügelt und stirbt an später an seinen Verletzungen und hinterläßt neben einer möblierten Bruchbude eine potthäßlichen Hund. Letzteren gewinnt unsere Inspectora lieb, so wie sie als Frau mit Ecken, Kanten, Frustrationen und zum Scheitern verurteilten Liebschaften unsere Herzen erobert. Fermin, Witwer aus einer depressiven Ehe, steht der Inspectora aber in nichts nach und entwickelt sich ohne eigenes Zutun zum Don Juan. Ganz nebenbei gehen die beiden ihrem Fall nach , der Seite um Seite verwickelter und interessanter wird. Aber Vorsicht, auch Polizeibeamte in Barcelona leben gefährlich. Mehr wird nicht verraten, sonst ist ja die Spannung weg.
Fazit: Ein guter Kriminalroman, der dazu anregt auch die anderen Bände dieser Reihe zu kaufen. Nie langweilig, realistisch und sehr menschlich mit einer großen Identifikationsfigur als Inspectora Delicado.