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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Headbangender Napolèon, 22. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Hundred Days (Audio CD)
Wie macht Geschichte am meisten Spaß? Genau, mit starkem Heavy Metal, genauer gesagt, speedigem Power Metal. Die bayrische Combo CRYSTALLION gibt nun mit "Hundred Days" ihre dritte Vorlesung. Nachdem zuletzt mit "Hattin" die Kreuzzüge in die Mangel genommen wurden, begeben sich die Jungs nun in das Jahr 1815. Die letzten hundert Herrschaftstage des Napoléon Bonaparte wurden hier in lyrischer Form festgehalten. Nachdem der ehemalige Kaiser von seinem Exil auf Elba zurückkehrte, kam dieser nach kurze Zeit an die Macht, um dann im Juni 1815 seine endgültige Niederlage gegen Wellington hinzunehmen.
Soviel zur Geschichte, doch nun zur Musik. CRYSTALLION spielen, wie schon auf ihrem Debüt, lupenreinen Power Metal mit viel Geschwindigkeit und gezielter Melodie, in Form von schönen Leads und dezenten Keyboards im Hintergrund. Klar ist das nichts wirklich neues, doch die sechs Männer machen ihre Arbeit mehr als ambitioniert und professionell, sodass dies nur bedingt ins Gewicht fällt. Wie im Vorgänger schon, kann man sich auf eine deftige Portion Pathos gefasst machen, dank den Keys, die eine schöne Atmosphäre erzeugen und auch Thomas Gesang und die Texte lassen natürlich nur wenige Klischees aus, um Napléons letzte Tage an der Macht würdig zu untermalen. Das überaus interessante Konzept ist nicht, wie so oft in kryptischen Texten verpackt, sondern ist in den eingängigen und mitsingkompatiblen Vocals leicht nachvollziehbar. Wen das alles nicht interessiert, der kann sich dennoch auf eine richtig schöne Power Metal Scheibe gefasst machen, die meist in schnelleren Gefilden ballert, aber auch durch Gefühl im Instrumentalbereich glänzen kann. Mit "Hougoumont", bennant nach dem finalen Schauplatz in der Schlacht von Waterloo, erzählen CRYSTALLION das Aufeinandertreffen mit Wellington und vermitteln musikalisch sowie auch mit den emotionalen Vocals, die richtige Schlachtatmosphäre, die sich über "Under Heavy Fire" hält, bis dann in "We Stand Aligned" das Heldentum groß geschrieben wird. Zu guter letzt resümiert "The Bravest Of The Brave", der kleine Mann mit großen Zielen, seine letzten hundert Tage, die ihn endgültig ins Exil wandern ließen.
So macht Geschichte eben Spaß. CRYSTALLION können mit ihrem dritten Werk, trotz der großen Flut in dem Genre, einmal mehr beweisen, dass sie Meister ihres Faches sind. Man kann gespannt sein, wie sich die Jungs weiterentwickeln und welches Thema sie in Zukunft aufgreifen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rundum gelungenes Melodic-Powermetal-Konzeptalbum, 7. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Hundred Days (Audio CD)
Schon die ersten beiden Alben dieser jungen deutschen Powermetalband waren für Freunde des Genres ein wahrer Ohrenschmaus. Dies ist bei dem neuesten Werk von Crystallion nicht anders. Und wieder haben die Jungs ihrem musikalischen Schaffen ein historisches Konzept zugrundegelegt. Hatten sie sich auf den Vorgängeralben noch mit Kreuzrittern und Tempelrittern beschäftigt, steht nun Napoleon im Mittelpunkt, genauer gesagt sein Comeback nach dem Exil auf Elba, das 100 Tage dauerte und zum Scheitern verurteilt war, wie hinlänglich bekannt sein dürfte. Die Songtexte sind sehr atmosphärisch gestaltet. Das Artwork von Booklet und CD ist der Hammer und passt ideal zu der historischen Thematik. Wie von Crystallion gewohnt, steht im Booklet zu jedem Song ein kleiner informativer Textvorspann, der die Thematik zusammenfasst.
Crystallion zelebrieren hier speedigen Powermetal der guten alten Helloween-Schule, wobei mit den Songs "Hundred Days" und "The Bravest of the Brave" auch zwei getragene Stücke mit von der Partie sind. Das Songmaterial ist durchweg gelungen und weist viele ohrwurmige Refrains auf. Die mehrstimmigen Gesangparts reißen mit, die Gitarrensoli sind fulminant und das Drumming variantenreich. Ein großes Lob hat sich auch Sänger Thomas Strübler verdient, dessen markante und gleichzeitig sehr eingängige Vocals zu dem unverwechselbaren Soundcharakter dieser Band maßgeblich beitragen. Teilweise tritt ein Gastsänger auf, der Napoleon vertont und eine fast growlartige Stimmlage miteinbringt, was den Sound ungemein bereichert. Im Vergleich zu den Vorgängeralben wurde der Bombast-Faktor zurückgefahren, die Songs sind etwas rockiger. Aber im großen und ganzen behalten Crystallion ihren bewährten Stil bei.
Aufgrund der durchweg hohen Qualität fällt es schwer hier Anspieltipps zu geben, aber das rasante, eingängige "Cry in the Night" ist für mich einfach das genialste Stück dieser Scheibe.
Für Melodic-Powermetal-Fans führt spätestens mit diesem Album kein Weg mehr an Crystallion vorbei.
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5.0 von 5 Sternen
Vom Feinsten ..., 13. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Hundred Days (Audio CD)
Bin durch Zufall im Internet irgendwo auf die Gruppe "Crystallion" gestossen, habe bei Amazon mal reingehört, war begeistert, habe mir alle 3 CD's gekauft, es nicht bereut und bereits zigmal von vorne bis hinten durchgehört ... einfach nur gut!!!
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