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Produktinformation
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Zwei Söhne werden ihnen geboren; José Arcadio und Aureliano. Das Haus füllt sich auch sonst mit Menschen; immer mehr werden es, die Kinder der Gespielinnen der Söhne werden ebenso im Haus deponiert wie entfernte Verwandte, von denen keiner weiß, wer sie eigentlich sind. Über Generationen hinweg wird nun von dieser Familie erzählt; vom General, der 32 Aufstände anzettelt und jedesmal scheitert, der unzählige Attentate überlebt, der siebzehn Söhne zeugt und alle in einer einzigen Nacht wieder verliert; von Eifersüchteleien, von unerfüllter Liebe und Leidenschaft, von Inzest, vom Leben und vom Sterben. Mit der Familie wächst auch das Dorf, wird immer weiter an die Errungenschaften der Technik angeschlossen, eine Eisenbahn verkehrt, eine Bananengesellschaft wird gegründet; bis das Rad sich wieder dreht und das Dorf wieder zu seinem Ursprung zurückkehrt. Naturkatastrophen verhindern das Bleiben der Bananengesellschaft, auch sonst passiert hier nicht mehr viel, und zum Schluss soll sich auch noch die alte Prophezeiung erfüllen, dass zu viel Inzucht zu Söhnen mit Schweineschwänzchen führt.
Zu diesem Buch eine Inhaltsangabe abzugeben, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Viel zu viel passiert auf diesen beinahe 500 Seiten; und vor allem: Es ist ausgesprochen schwierig, bei diesen vielen sich überschneidenden Generationen mit den ewig gleichen Namen den Überblick nicht zu verlieren. Wobei der Autor mit dieser Unsicherheit ja auch ganz bewusst arbeitet; es gibt ein Zwillingspärchen, das sich bis zum Tod immer wieder vertauscht und selber nicht mehr weiß, wer nun wer ist.
Vor zehn Jahren hatte ich dieses Buch ja schon einmal gelesen. Meine Erinnerung an den Inhalt war recht spärlich, aber woran ich mich noch genau erinnern konnte, war das Gefühl, ein höchst beeindruckendes Buch gelesen zu haben. Es lohnt sich sehr, sich für dieses Buch eine längere Zeitspanne zu reservieren, in der man ununterbrochen lesen kann; der in diesem Buch begründete magische Realismus kann so seine Wirkung am besten entfalten.
Woran ich mich auch nicht erinnern konnte, oder was mir damals vielleicht auch noch gar nicht aufgefallen war, ist der unglaubliche Humor, der hier versteckt ist. Allerdings ist es ein tiefgründiger Humor, der seine Wirkung daraus bezieht, dass man die Figuren im Buch kennt, und der sich schwerlich durch die Erzählung von Anekdoten wiedergeben lässt. Alles in allem bin ich wiederum schwer begeistert und freue mich schon auf den Genuss, den dieses Buch mir beim nächsten Lesen bieten wird. --Daniela Ecker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Buch des Jahrhunderts?,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hundert Jahre Einsamkeit. (Broschiert)
Dieses Buch ist überwältigend! Garcia Marquez ist ein Meister der Erzählkunst und führt leichtfüssig und verspielt durch ein riesiges Panorama. Dabei sind die Seiten so übervoll mit Ideen und Phantasie, daß man aus dem gesamten Material leicht mehrer Bücher hätte machen können. Aber genau dies macht das Buch aus, denn es ist wunderbar südamerikanisch: Die Sprache ist überladen mit Bildern, Vergleichen, Metaphern und einer fast verliebten Wortwahl und jede Seite ist so übervoll mit Ideen und und überwältigend phantasievollen Geschichten, daß man bereits nach ein paar Seiten eine Pause einlegen muß, um sich das eben gelesene genüßlich auf der Zunge zergehen zu lassen. Dieses Buch handelt über den kolumbianischen Ort Macondo und dessen Gründerfamilie Buendía, der Gründung, dem Aufstieg und dem Niedergang, wobei sich der Autor einer Anzahl phantastischer Elemente bedient, die er jedoch so geschickt in die Erzählung miteinbezieht, daß es dem Leser ganz normal erscheint, daß eine Frau in den Himmel aufsteigt, oder daß sämtliche Kinder eines Mannes mit Kreuzen auf der Stirn geboren werden. Zwar sind Ort und Personen fiktiv, jedoch ist die Handlung eingerahmt von der kolumbianischen Geschichte, deren Folgen sich direkt auf Macondo auswirken und die gesamte Handlung noch glaubwürdiger erscheinen lassen. Dieses Buch ist das Bunteste, was ich je gelesen habe, voller Symbolik, voller Phantasie und voller Liebe am Erzählen
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ihre Welt wird nie mehr die selbe sein,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hundert Jahre Einsamkeit (Broschiert)
Ich empfehle dieses Buch als Sommerlektüre: Nicht etwa, weil es einfach und locker zu lesen ist, aber weil es dem Leser aus dem eigenen Sommer entführt und irgendwo in Südamerika absetzt, in eine mystische, zauberhafte und doch so reale Welt. Vor Kraft strotzende Männer, künsterlische "Spinner", wahre Liebesberserker und Frauen, denen selbst die schlimmsten Eskapaden ihrer Männer nichts anhaben, Frauen, die die Familien durch schlimme Zeiten lenken.Freilich ist das Buch verwirrend. Die Handlung ist nicht immer linear und zwischen Legende und Tatsache wird wenig, zumeist gar nicht unterschieden. Aber genau das ist der Reiz. Das Buch ist so geschrieben, wie Geschichten aus den Mündern alter Leute klingen: Erinnerung mischt sich mit selbst Gehörtem, Fantasie kommt hinzu und der Schleier der Nostalgie. Wer Familienepen mag, Märchen mag, Südamerikanische Literatur mag, Tragikkomik mag und über alles ein weises Augenzwinker legen kann, der ist hier richtig aufgehoben. Und glauben Sie mir, sie werden die Welt von dem Tag an, an dem sie das Buch beendet haben mit anderen, träumenden, doch nicht verträumten Augen sehen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schillernder und vor Phantasie strotzender Jahrhundertroman,
Rezension bezieht sich auf: Hundert Jahre Einsamkeit (Broschiert)
Marquez' berühmtester Roman, einer der bedeutendsten Vertreter des magischen Realismus, ist ein literarisches Ungetüm. Hundert Jahre, viele Generation folgen wir der Geschichte der Familie Buendia, die mitten im tiefsten Urwald ein Dorf aufbaut - Macondo - und deren oft tragischen Erlebnissen wir fortan folgen.Es handelt sich um keinen Roman im eigentlichen Sinne, vielmehr eine Ansammlung unzähliger Anekdoten und Episoden, die lose miteinander verknüft sind. Wenn es so etwas wie einen roten Faden gibt, dann ist es die Einsamkeit, die dieser Familie wie ein Fluch anlastet, und schlussendlich auch ihr Schicksal besiegelt. Ohne einer richtigen Geschichte gelingt es Marquez dank seiner unbändigen Phantasie, nicht nur einen ganzen Ort mitsamt seiner Einwohner zum Leben zu erwecken, sondern auch das Interesse des Lesers zu wecken. Hier treten prophetische Zigeuner auf, Plagen überziehen das Dorf, mal befällt jeden Einwohner Stummheit, dann steigt ein Mädchen wortwörtlich zum Himmel auf, Söhne ziehen aus und schließen sich der Revolution im Lande an, einer wird gar zum Anführer und zeugt fast zwanzig Söhne - es mangelt nicht an Ideen, und derart geschickt wird hier Alltägliches mit phantastischen Elementen verwoben, das es nur stimmig erscheint, wenn Wunder vollbracht werden, und sich Tragödien ereignen. Was oft absurd und grotesk anmutet, ist innerhalb des Werks immer stimmig, und das ist eine Leistung von Marquez, die man kaum genug würdigen kann. Im letzten Drittel wird es bisweilen unübersichtlich, kaum noch behält man den Überblick über alle Charaktere. Hierfür entschädigt das grandiose Ende. Die größte Errungenschaft des Romans ist seine sprachliche Schönheit, die einem zuweilen den Atem nimmt. Vergleichbares findet man nicht oft, mir fallen da nur Hugo und Melville ein. Hier ist ein Titan der Sprache am Werke, aus jeder Zeile sprießt seine schillernde, vor Phantasie überbordernde, wortgewaltige Begabung hervor. Marquez könnte die Beschaffenheit einer kahlen Wand beschreiben, es wäre noch immer ein Lesegenuss. Jahrhundertroman, Weltliteratur, Nobelpreisträger - mehr muss nun nicht mehr gesagt werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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