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Hundert Freuden: Gedichte (suhrkamp taschenbuch)
 
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Hundert Freuden: Gedichte (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Wislawa Szymborska , Karl Dedecius
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 12 (27. Februar 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518390899
  • ISBN-13: 978-3518390894
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 11,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.265 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wis?awa Szymborska
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

-In den Gedichten der Wislawa Szymborska geschieht etwas Wundersames. Lauter einfache Wörter fügen sich zu lauter einfachen Sätzen, und doch beginnen diese Sätze, in denen von den alltäglichsten Dingen gesprochen wird, mit einem Mal zu schweben-.(Neue Züricher Zeitung)

Über den Autor

Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, gilt als bedeutendster Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer Hunderter Bücher, Autor zahlloser Reden und Aufsätze, Herausgeber der ›Polnischen Bibliothek‹, Gründer des Deutschen Poleninstituts in Darmstadt wurde er vielfach gewürdigt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1990 und dem Orden des Weißen Adlers 1999 in Polen. Er lebt in Frankfurt am Main.

1923
Wislawa Szymborska wird am 2. Juli in Bnin, heute ein Stadtteil von Kórnik, bei Posen geboren.

1931
Umzug mit ihrer Familie nach Krakau.

1945
Literarisches Debüt in der Wochenbeilage der Tageszeitung Dziennik Polski mit dem Gedicht "Szukam slowa" ("Ich suche das Wort").

1945-48
Studium an der Jagellonica-Universität in Krakau. Szymborska studiert polnische Literatur und Soziologie.

1948
Vorlage ihres ersten Gedichtbands, der nicht erscheint.

1952

Der zweite Gedichtband Dlatego zyjemi (Deshalb leben wir) findet die Zustimmung der Behörden und wird veröffentlicht.

1953-1981
Ständige Mitarbeit in der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift Zycie Literackie (Literarisches Leben). Hier beantwortet sie Leserbriefe und veröffentlicht unter der Rubrik "Keine Pflichtlektüre" Rezensionen zu unterschiedlichen Bereichen, wie Gartenbau, Tourismus, Kochen, Hexerei, Kunstgeschichte und Literatur.

1954
Literaturpreis der Stadt Krakau.
Veröffentlichung des Gedichtbandes Pytanie zadawane sobie (Fragen, die ich mir stelle).

1957
Literarischer Durchbruch mit dem Sammelband Wolanie do Yeti (Rufe an Yeti). Die hier eingeleitete Entwicklung setzt sich später in dem Band Sól (Salz, 1962) weiter fort.

1963
Preis des polnischen Kultusministeriums.

1982
Übersetzung von Fragmenten aus dem Werk des französischen Barockdichters Théodore Agrippa d'Aubigné.

1980-1990
Unter dem Pseudonym Stanczykowa Mitarbeit in der polnischen Samizdat-Publikation Arka und der Exilzeitschrift Kultura, die in Paris erscheint.

1990
Siegmund-Kallenbach-Preis.

1991
Goethe-Preis der Stadt Frankfurt.

1995
Herder-Preis der Hamburger Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S.
Verleihung des Ehrendoktorats der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen.

1996
Nobelpreis für Literatur.
Preis des Polnischen PEN-Clubs.

1997
Ehrung durch die Stadt Frankfurt in einer Matinee im Kaisersaal.

2000
Karl Dedecius, der deutschen Übersetzer von Szymborskas Poesie, erhält die Goetheplakette der Stadt Frankfurt als Auszeichnung für seine Übersetzungsleistung.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Ploch
Format:Taschenbuch
Szymborska beschäftigt sich in ihren Gedichten mit dem gewöhnlichen Leben, den normalen Alltagssituationen, mit unbedeutenden Details - so mag es zunächst beim kurzen Anlesen ihrer Gedichte einem scheinen. Liest man jedoch weiter, stellt man fest, dass es so etwas wie "unbedeutendes", "normales" oder "gewöhnliches" in ihren Gedichten gar nicht gibt, einfach aus dem Grund, weil "in der Welt nichts normal oder gewöhnlich ist". Sie bringt uns zum Nachdenken über Dinge, die man vorher für trivial und selbstverständlich hielt, macht Zusammenhänge deutlich, die man vorher nicht erkannt hat - sie bringt uns dazu, unsere Wert- und Weltvorstellungen neu zu überdenken. Im Gegensatz zu anderen Dichtern tut sie dies jedoch nie mit einem erhobenen Zeigefinger, trägt keine zynische Überlegenheit zur Schau. Ihre Gedichte sind eher ein Spiel mit Worten und ein Spiel mit unseren festgefahrenen Denkmustern und Vorstellungen, die sie mit Humor und Intelligenz zu entkräftigen versucht. Selbst wenn sie über den Tod oder den Krieg schreibt, tut sie es immer "mit einer eleganten Ironie, ohne je in Bitterkeit zu verfallen." (The New Yorker) Dabei kommt sie stets mit einer erstaunlich einfach lesbaren Sprache aus. "Szymborskas einfache Sprache und kompliziertes Denken führen uns in die hohe Kunst und Kultur der verdichteten Weltbetrachtung." (Karl Dedecius)
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Karl Dedecius, der Übersetzer dieses Bandes, beschreibt es treffend, wenn er Wislawa Szymborska als wohl einzigartig in der Reihe polnischer Dichter und Dichterinnen nennt.
Doch ist der Geist polnischer Lyrik sowieso ein eigener, das hat Josif Brodskij bezeugt und Marcel Reich-Ranicki ebenso.

Erstaunlich und zu loben ist, daß die Brigitte-Edition nun diesen Band mit Gedichten der Nobelpreisträgerin von 1996 herausgebracht hat und es ist natürlich auch ANDENKEN enthalten,
das einmalig schöne und ergreifende Werk:

"Im Haselholz liebten sie sich,
unter der Sonne des Taus,
mit welken Blättern im Haar,
und auf der Erde zuhaus.

Schwalbenherz,
erbarme dich ihrer."

Das ist erdiger Ton und polnischer dazu, so herbstlich und fast noch sommerlich, ach, Landschaft östlich der Odra!

Aber, es gibt auch andere Gedichte in diesem großartigen Band, politische, richtige Fingerzeige, direktes und zartes Antippen von Leben und Tod, Vergehen und leuchtende Gewissheit, Erinnern und zehrender Schmerz um den Verlust, doch immer ohne Hadern.
Und ein Gedicht über den Hass, ein Werk, das schulpflichtig in allen Ländern dieser Erde werden sollte. Und ein Gedicht über Eindrücke aus dem Theater, aus dem der Titel meiner Besprechung gewählt wurde.

Träumereien, Weltgewandtheit, alles ist enthalten in den Liedern dieser Frau. Nur, wer meint, es seien leichte Erzeugnisse, der irrt. Auch diese Gedichte müssen einzeln erschlossen werden.

Wislawa Szymborska ist ein Beweis für die Einzigartigkeit polnischer Lyrik, deren Glanz z.B. auch ein Tadeusz Rozewicz, Zbigniew Herbert, Konstanty Ildefons Galczynski oder Henryk Grynberg verbreitet haben (um nur einige zu nennen).

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich sicherlich unter
der Rubrik "Polnische Lyrik der Gegenwart" informieren. Auch hier hat sich der Übersetzer und Herausgeber Karl Dedecius seit langem verdient gemacht, was polnische Dichtung betrifft.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Serenus Zeitblom TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Wis/lawa Szymborska? Äh, ja? Nobelpreisträgerin für Literatur, ach was?" ... oft wenig wissen Deutsche von den östlichen Nachbarn und ihrer Literatur.

Karl Dedecius' Polnische Bibliothek veröffentlichte die Auswahl aus dem Gesamtwerk der Szymborska bis 1986 bereits in ebenjenem Jahr, also zehn Jahre vor der Nobelpreisehrung und in eigener Übersetzung. Auch um Vorurteile zu bekämpfen und das Wissen der Deutschen über ihren Nachbarn im Osten zu erweitern.

Suhrkamp gab dann nach dem Nobelpreis 1996 dieses Taschenbuch als Sonderausgabe heraus. Eine Einführung von Elisabeth Borchers und ein Nachwort Jerzy Kwiatkowskis flankieren die Gedichte.

Diese - Hundert Freuden! - sind originell und auch in der Übersetzung des verdienten Karl Dedecius wortmächtig. Einfach mal hineinlesen. Eins der berühmtesten Gedichte (und das zu Recht) mag Szymborskas 'Gespräch mit dem Stein' sein ... und mehr wird jetzt nicht verraten.
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