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Hundert Jahre Einsamkeit
 
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Hundert Jahre Einsamkeit [Gebundene Ausgabe]

Gabriel García Márquez , Curt Meyer-Clason
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 467 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 34. A. (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462026291
  • ISBN-13: 978-3462026290
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 420.275 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gabriel García Márquez
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach einem Mord, und nachdem der Geist des Ermordeten ihn und seine Frau nicht mehr in Ruhe gelassen hatte, machen sich José Arcadio Buendía, seine Frau Ursula und einige andere auf den Weg, um ein neues Dorf zu gründen. Macondo liegt irgendwo im Urwald, keine Straße führt dorthin, und nur die Zigeuner finden immer wieder ihren Weg zu ihnen, um ihnen die neuesten Erfindungen zu präsentieren -- die von José Arcadio jeweils mit Begeisterung gekauft und ausprobiert werden, ob es sich nun um Magneten oder um Chemikalien handelt. Melchíades, der Weise, der diese Erfindungen jeweils präsentiert, unterweist ihn im Gebrauch dieser Neuerungen.

Zwei Söhne werden ihnen geboren; José Arcadio und Aureliano. Das Haus füllt sich auch sonst mit Menschen; immer mehr werden es, die Kinder der Gespielinnen der Söhne werden ebenso im Haus deponiert wie entfernte Verwandte, von denen keiner weiß, wer sie eigentlich sind. Über Generationen hinweg wird nun von dieser Familie erzählt; vom General, der 32 Aufstände anzettelt und jedesmal scheitert, der unzählige Attentate überlebt, der siebzehn Söhne zeugt und alle in einer einzigen Nacht wieder verliert; von Eifersüchteleien, von unerfüllter Liebe und Leidenschaft, von Inzest, vom Leben und vom Sterben. Mit der Familie wächst auch das Dorf, wird immer weiter an die Errungenschaften der Technik angeschlossen, eine Eisenbahn verkehrt, eine Bananengesellschaft wird gegründet; bis das Rad sich wieder dreht und das Dorf wieder zu seinem Ursprung zurückkehrt. Naturkatastrophen verhindern das Bleiben der Bananengesellschaft, auch sonst passiert hier nicht mehr viel, und zum Schluss soll sich auch noch die alte Prophezeiung erfüllen, dass zu viel Inzucht zu Söhnen mit Schweineschwänzchen führt.

Zu diesem Buch eine Inhaltsangabe abzugeben, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Viel zu viel passiert auf diesen beinahe 500 Seiten; und vor allem: Es ist ausgesprochen schwierig, bei diesen vielen sich überschneidenden Generationen mit den ewig gleichen Namen den Überblick nicht zu verlieren. Wobei der Autor mit dieser Unsicherheit ja auch ganz bewusst arbeitet; es gibt ein Zwillingspärchen, das sich bis zum Tod immer wieder vertauscht und selber nicht mehr weiß, wer nun wer ist.

Vor zehn Jahren hatte ich dieses Buch ja schon einmal gelesen. Meine Erinnerung an den Inhalt war recht spärlich, aber woran ich mich noch genau erinnern konnte, war das Gefühl, ein höchst beeindruckendes Buch gelesen zu haben. Es lohnt sich sehr, sich für dieses Buch eine längere Zeitspanne zu reservieren, in der man ununterbrochen lesen kann; der in diesem Buch begründete magische Realismus kann so seine Wirkung am besten entfalten.

Woran ich mich auch nicht erinnern konnte, oder was mir damals vielleicht auch noch gar nicht aufgefallen war, ist der unglaubliche Humor, der hier versteckt ist. Allerdings ist es ein tiefgründiger Humor, der seine Wirkung daraus bezieht, dass man die Figuren im Buch kennt, und der sich schwerlich durch die Erzählung von Anekdoten wiedergeben lässt. Alles in allem bin ich wiederum schwer begeistert und freue mich schon auf den Genuss, den dieses Buch mir beim nächsten Lesen bieten wird. --Daniela Ecker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das imaginäre Macondo ist Schauplatz drastischer und geheimnisvoller Ereignisse im Leben der Familie Buendia über Generationen. Macondo ist Heimat der Nachfahren Jose Arcadio Buendias und seiner mehr als hundert Jahre alt werdenden Frau Ursula. Macondo ist ebenso typisch karibisch wie einzigartig; in Macondo erfüllen sich die Prophezeiungen des Melchiades über hundert Jahre. Macondo ist ein Ort voller Phantasie, tropischer Fülle und seltsamer Geschehnisse, hier blühen Absurdes und Verrücktes, steht Komisches neben Trauer und Elend.Gabriel Garcia Marquez, 1927 in Aracataca, Kolumbien, geboren, arbeitete nach dem Jurastudium zunächst als Journalist. Er hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. 1982 erhielt Garcia Marquez den Nobelpreis für Literatur.
Gabriel Garcia Marquez wurde am 6. März 1928 in Aracataca (Kolumbien) geboren, schrieb zunächst Filmdrehbücher, dann Erzählungen, Romane und Reportagen.
1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Dieses Buch ist überwältigend! Garcia Marquez ist ein Meister der Erzählkunst und führt leichtfüssig und verspielt durch ein riesiges Panorama. Dabei sind die Seiten so übervoll mit Ideen und Phantasie, daß man aus dem gesamten Material leicht mehrer Bücher hätte machen können. Aber genau dies macht das Buch aus, denn es ist wunderbar südamerikanisch: Die Sprache ist überladen mit Bildern, Vergleichen, Metaphern und einer fast verliebten Wortwahl und jede Seite ist so übervoll mit Ideen und und überwältigend phantasievollen Geschichten, daß man bereits nach ein paar Seiten eine Pause einlegen muß, um sich das eben gelesene genüßlich auf der Zunge zergehen zu lassen. Dieses Buch handelt über den kolumbianischen Ort Macondo und dessen Gründerfamilie Buendía, der Gründung, dem Aufstieg und dem Niedergang, wobei sich der Autor einer Anzahl phantastischer Elemente bedient, die er jedoch so geschickt in die Erzählung miteinbezieht, daß es dem Leser ganz normal erscheint, daß eine Frau in den Himmel aufsteigt, oder daß sämtliche Kinder eines Mannes mit Kreuzen auf der Stirn geboren werden. Zwar sind Ort und Personen fiktiv, jedoch ist die Handlung eingerahmt von der kolumbianischen Geschichte, deren Folgen sich direkt auf Macondo auswirken und die gesamte Handlung noch glaubwürdiger erscheinen lassen. Dieses Buch ist das Bunteste, was ich je gelesen habe, voller Symbolik, voller Phantasie und voller Liebe am Erzählen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Melville
Format:Broschiert
Marquez' berühmtester Roman, einer der bedeutendsten Vertreter des magischen Realismus, ist ein literarisches Ungetüm. Hundert Jahre, viele Generation folgen wir der Geschichte der Familie Buendia, die mitten im tiefsten Urwald ein Dorf aufbaut - Macondo - und deren oft tragischen Erlebnissen wir fortan folgen.

Es handelt sich um keinen Roman im eigentlichen Sinne, vielmehr eine Ansammlung unzähliger Anekdoten und Episoden, die lose miteinander verknüft sind. Wenn es so etwas wie einen roten Faden gibt, dann ist es die Einsamkeit, die dieser Familie wie ein Fluch anlastet, und schlussendlich auch ihr Schicksal besiegelt. Ohne einer richtigen Geschichte gelingt es Marquez dank seiner unbändigen Phantasie, nicht nur einen ganzen Ort mitsamt seiner Einwohner zum Leben zu erwecken, sondern auch das Interesse des Lesers zu wecken. Hier treten prophetische Zigeuner auf, Plagen überziehen das Dorf, mal befällt jeden Einwohner Stummheit, dann steigt ein Mädchen wortwörtlich zum Himmel auf, Söhne ziehen aus und schließen sich der Revolution im Lande an, einer wird gar zum Anführer und zeugt fast zwanzig Söhne - es mangelt nicht an Ideen, und derart geschickt wird hier Alltägliches mit phantastischen Elementen verwoben, das es nur stimmig erscheint, wenn Wunder vollbracht werden, und sich Tragödien ereignen. Was oft absurd und grotesk anmutet, ist innerhalb des Werks immer stimmig, und das ist eine Leistung von Marquez, die man kaum genug würdigen kann.

Im letzten Drittel wird es bisweilen unübersichtlich, kaum noch behält man den Überblick über alle Charaktere. Hierfür entschädigt das grandiose Ende.

Die größte Errungenschaft des Romans ist seine sprachliche Schönheit, die einem zuweilen den Atem nimmt. Vergleichbares findet man nicht oft, mir fallen da nur Hugo und Melville ein. Hier ist ein Titan der Sprache am Werke, aus jeder Zeile sprießt seine schillernde, vor Phantasie überbordernde, wortgewaltige Begabung hervor. Marquez könnte die Beschaffenheit einer kahlen Wand beschreiben, es wäre noch immer ein Lesegenuss.

Jahrhundertroman, Weltliteratur, Nobelpreisträger - mehr muss nun nicht mehr gesagt werden.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Wald
Format:Broschiert
Ich empfehle dieses Buch als Sommerlektüre: Nicht etwa, weil es einfach und locker zu lesen ist, aber weil es dem Leser aus dem eigenen Sommer entführt und irgendwo in Südamerika absetzt, in eine mystische, zauberhafte und doch so reale Welt. Vor Kraft strotzende Männer, künsterlische "Spinner", wahre Liebesberserker und Frauen, denen selbst die schlimmsten Eskapaden ihrer Männer nichts anhaben, Frauen, die die Familien durch schlimme Zeiten lenken.

Freilich ist das Buch verwirrend. Die Handlung ist nicht immer linear und zwischen Legende und Tatsache wird wenig, zumeist gar nicht unterschieden. Aber genau das ist der Reiz. Das Buch ist so geschrieben, wie Geschichten aus den Mündern alter Leute klingen: Erinnerung mischt sich mit selbst Gehörtem, Fantasie kommt hinzu und der Schleier der Nostalgie.

Wer Familienepen mag, Märchen mag, Südamerikanische Literatur mag, Tragikkomik mag und über alles ein weises Augenzwinker legen kann, der ist hier richtig aufgehoben. Und glauben Sie mir, sie werden die Welt von dem Tag an, an dem sie das Buch beendet haben mit anderen, träumenden, doch nicht verträumten Augen sehen...
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Die neuesten Kundenrezensionen
Hundert Jahre Langeweile
Trotzdem das Buch bereits 1967 erschienen ist, kannte ich es noch nicht und hatte mir vorgenommen, dies zu ändern und das Buch zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Politik Interessent veröffentlicht
Für dieses Buch braucht man den Kopf frei
Ein sehr schönes, verschnörkelt geschriebenes Buch
für ruhige Stunden.
Zuweilen hatte ich wirklich Schwierigkeiten mir
die verschiedenen Charaktere zu... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Janine2610 veröffentlicht
eine mitreissende Geschichte
Eine sehr schöne Geschichte, die mit der Zeit noch bedeutsamer wird. Tipp: Lasst Euch von den vielen Karaktern mit dem geleichen Namen und der Vielzahl deren nicht entmutigen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ms veröffentlicht
Hundert Tage Quälerei
"Das imaginäre Macondo ist Schauplatz drastischer und geheimnisvoller Ereignisse im Leben der Familie Buendia über Generationen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Rapunzel veröffentlicht
Taschenbuch
Tolles Buch von Marquez.
Vorausgesetzt, dass man ein gutes Namensgedächtnis hat, da die Personen sehr ähnliche Namen tragen, liest sich dieses Buch wirklich... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von GJG veröffentlicht
Eine Qual
Warum nur hat mich niemand vor diesem Buch gewarnt?! Ich stecke bei etwa der Hälfte fest und werde es wohl leider weglegen. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Lameduck veröffentlicht
Márquez, Hundert Jahre Einsamkeit
Eines der großartigsten Bücher, die jemals geschrieben worden sind. Wer zu lesen angefangen hat, kann nicht mehr aufhören. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Asmodai111 veröffentlicht
Großartig!
Dieses ist ein Buch, wo ich manche Sätze dreimal oder viermal gelesen habe, Sätze, die man langsam und genüsslich im Gehirn zergehen lassen kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2009 von Meg
Wie kann ein Buch eines Mannes welcher Fidel Castro hofiert, gut sein?
Das soviele Leser dieses Buch toll finden, kann ich überhaupt nicht verstehen! Meines Erachtens ist es ein zusammengreimtes und erdichtetes - voll mit mystischem Schrott -... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2009 von Marcus
fast unerträglich
Mag auch Gabriel Garcia Marquez ein Schriftsteller von Weltruf sein - zumindest dieses Werk ist meine Sache nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juni 2009 von G. Hautz
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