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Hundejahre Unbekannter Einband – 1969

4.2 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Hundejahre also schlechte Jahre beschreibt Grass in seinem Roman. Es ist Ende des ersten Weltkrieges, die Weltwirtschaftskrise und damit verbunden das Elend der Bevölkerung, Unsicherheit in Europa. Durch den Nationalsozialismus folgt wirtschaftlicher Aufschwung aber auch das grösste Verbrechen der deutschen Geschichte, der Holocaust. Grass schildert die Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit mit ihren Entbehrungen und mit vielen alten Parteigenossen die schon wieder hohe Positionen inne haben.

Edi Amsel fischt aus der Deichsohle, was das Hochwasser so anschwemmt und verarbeitet es zu Vogelscheuchen: Nachthemden, Gehröcke, Strohtöpfe und und……gar vieles lässt sich verwenden. Walter Matern erkennt sich in einer der Skulpturen wie er Amsel verprügelt und ist ab da Freund und Beschützer Amsels, der eine ungeheure Anpassungsfähigkeit an die wechselnden politischen Situationen entwickelt. Matern ist zunächst Kommunist und wird später SA-Mitglied. Von einer litauischen Wölfin abstammend wirft Walter Matern’s Hündin Senta Harras und der wiederum zeugt Prinz, den Lieblingshund Hitlers, der später aus dem Führerbunker flieht und Matern als Pluto - Gott der Unterwelt - begleitet. Ein bisschen Blut- und Boden-nationalsozialistische-Ideologie gefällig auf Hunde-Basis? Und ist’s Zufall, Schicksal , oder wie man’s sonst nennen könnte: Matern ist wie der Führer am 20. April geboren.

Ende des Nationalsozialismus beginnen große Fluchten der Menschen und der Hunde. Nur noch vergessen will man die Knochenberge und Massengräber, die Fahnenhalter und Parteibücher und die Schuld.
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Format: Taschenbuch
„Hundejahre“ (1963) von Günter Grass
Der Roman „Hundejahre“ (1963) ist der dritte und letzte Teil der Danziger Trilogie.
Grass erzählt die Geschichte zweier Freunde: Eduard Amsel und Walter Matern. Im Alter von acht Jahren schliessen die beiden Blutsfreundschaft. Walter hilft dem fetten Eduard beim Bau von Vogelscheuchen.
Später tritt Matern der SA bei und lässt Amsel, den Halbjuden, zusammenschlagen. Im Schnee eingerollt, ändert Amsel seine Gestalt, zieht nach Berlin und nennt sich fortan Haseloff. Auch Jenny, dem dicken Adoptivkind eines Studienrats, stösst dasselbe zu: Auch sie wird misshandelt und auch sie ändert ihre Gestalt. Später, im Krieg, wird Amsel/Haseloff Jenny nach Berlin holen.
Matern ergeht es hingegen ganz anders: Er wird wegen Führerbeleidigung an die Front geschickt. 1945 wird er aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Nun zieht er durch ganz Deutschland und rächt sich an seinen ehemaligen Vorgesetzten, indem er deren Frauen und Töchtern Geschlechtskrankheiten anhängt. Der entlaufene Hund Hitlers begleitet ihn. Matern nennt ihn Pluto.
Die drei treffen sich später in Berlin und versöhnen sich. Amsel zeigt Matern seine Vogelscheuchenhölle und Matern lässt darauf perplex seinen Hund Pluto dort zurück.
Der Roman „Hundejahre“ (1963) ist sehr spannend zu lesen. Anfangs bereiteten mir die Danziger Mundart und die verschiedenen Erzählperspektiven etwas Mühe. Doch ich merkte sehr schnell, was Grass damit bewirken wollte. Die Geschichte wird von mehreren Seiten beleuchtet, dadurch erhält sie eine unglaubliche Dichte.
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Format: Taschenbuch
Ich will eines im vornhinein klarstellen: „Die Blechtrommel" ist, in Hinblick auf den literarischen Einfall und die poetische Komposition, besser als die „Hundejahre", die fünf Jahre später, nämlich 1964, erschienen. Freilich klopft Grass auch in den „Hundejahren" sein einmaliges Vermögen ab, mit der Sprache virtuos, gewaltig und mit ausufernden und scheinbar unerschöpflichen Wortkaskaden souverän umzugehen. Grass ist ein wahrhaftiger Fabulierer, ein detailverliebtes Strukturgenie, das Wortpuzzle für Wortpuzzle zu einem ereignis- und phantasiereichen Poesiepuzzle zusammenfügt. Und freilich entpuppen sich die „Hundejahre" auch als Medium morbider Sexualphantasien, die, wie ich leider feststellen muss, unmotiviert sind und explizit bzw. konkret gezeigt werden und somit, unzweifelhaft, voyeuristisches Klientel bedienen. Dennoch: Fabulierkunst, Sprachspiele, Wortkaskaden. Der Mikrokosmos Danzig, Kritik am Faschismus, Vergegenwärtigung der Vergangenheit und die für Grass unvermeidliche Sozial- und Gesellschaftskritik, Grass, der Moralist und Didaktiker eben: All diese Elemente finden sich auch in den „Hundejahren", sogar teilweise besser umgesetzt und akzentuiert als in der „Blechtrommel." Leider fehlt aber die sogenannte „Handlungsstringenz". Dem Autor geht das lineare Erzählen völlig ab. Jede „Frühschicht", jeder „Liebesbrief", jede „Materniade" (so die Einteilung der Kapitel in den drei Büchern), die jeweils einem Buch subsumiert werden, stehen meistens völlig isoliert da und führen den Leser nicht selten in die Orientierungslosigkeit.Lesen Sie weiter... ›
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