NZZ, Judith Leister, 21.04.2008
Alek Popov rupft den Mythos Amerika kräftig. Überzeugend führt er die Einsamkeit und das Rudelverhalten der sogenannten Leistungsträger vor oder die kapitalistische Ethik, bei der man sich selbst das Mitleid noch verdienen muss. Dabei kommt auch das Klischeebild vom erfolgreichen Diaspora-Bulgaren immer mehr ins Wanken.
Die Presse, Brigitte Schwens-Harrant, 29.03.2008
Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Ango und Ned erzählt und leiht auch einer Frau die Stimme: die Struktur geht auf. Der Roman lebt von Oppositionen, die keine sind. (...) Statt über den Zustand der Welt zu klagen, spinnt Popov eine unterhaltsame Story. Wenn der Kampf der Guten gegen die Bösen für ein spannendes Finale sorgen soll, kommt es zu hollywoodmäßigen Szenen - sie lesen sich auch wie ein Märchen, in dem Ritter das im Turm eingesperrte Mädchen retten. Hollywood und Märchen: Die Gesellschaften in Ost und West, erzählt dieser Roman, haben von beidem etwas.