Wie das Leben in einer Kindertagesstätte an tierischer Lebendigkeit gewinnen kann, dies vermittelt dieses Buch in vielfältiger Weise. Grundlegend für diese Veröffentlichung ist ein in einer Einrichtung für Vorschulkinder durchgeführtes Tierbesuchsprojekt.
Ausgehend von der Erfahrung, dass nicht nur Pflanzen und Aquariumsfische die Auseinandersetzung mit der Natur fördern können, wurde der Versuch gestartet, Hunde in den Kindertagesstättenalltag zu integrieren, ohne ihnen direkt eine zu dominante Rolle zukommen zu lassen.
Nach den Beobachtungen der Autorin können gut trainierte und gepflegte Hunde einen wertvollen Beitrag dazu leisten, den natürlichen Umgang mit größeren Tieren zu erlernen und eine gewisse Unbefangenheit sich anzueignen.
Behutsamkeit ist wohl das Stichwort unter dem die meisten Ausführungen im Text gefasst werden können.
Behutsam mit den Ängsten der Kinder und Eltern sowie Kollegen/-innen umgehen, sie langsam an die Thematik heranführen, und dann in wohl dosierter Weise ein Projekt zur tiergestützten Arbeit mit Kindern starten: dies vermittelt dieses Buch mit gut verständlichem Text, passenden farblichen Fotographien und einigen Graphiken. Die auf zwei Seiten zusammengefassten Hygienefaktoren, die im Umgang mit Hunden zu beachten sind, kommen meines Erachtens zu kurz und werden kaum in der Lage sein, längerfristig bestehende Bedenken aufgrund der Sorge um die Hygiene beiseite zu schieben. Hier hätte man sich detailliertere Beschreibungen gewünscht.
Ansonsten ist der vielseitige Einsatz von Theater, Bild-, Werk- und Basteleinheiten sowie bewegungsorientierten Einheiten bemerkenswert. Die Literatur- und Anschriftenlisten ermöglichen ein vertiefende Auseinandersetzung und erste praktische Umsetzungsschritte für den beruflichen Alltag.
Im Gesamten eine gute Hilfe, Hunde im Kindergarten zum Einsatz zu bringen; insbesondere aufgrund der vorbildlichen didaktisch-methodischen Ideen.
Eine tierisch interessante und anspornende Idee!