Als Trainerin (und 4fache Hundehalterin) bin ich immer auf der Suche, für meine Kunden gute Erziehungsbücher empfehlen zu können - dieses gehört nicht dazu. Immer noch die üblichen "Rangordnungseinweisungen": Essen Sie vor Ihrem Hund, gehen Sie vor Ihrem Hund durch die Tür, keine erhöhte Liegeplätze etc. und Rappeldosen / Wurfketten Empfehlung bei "Fehlverhalten".
Kein Wort davon, dass es vielleicht sinnvoller ist, dem Hund alternatives Verhalten anzutrainieren. Damit er auch weiß WAS erlaubt ist.
Mich hat die Erklärung des Schleppleinentrainings entsetzt, da es mit einer zu kurzen Leine (nur 5 Meter) und Halsband erklärt wird - hier sind Verletzungen der Halswirbelsäule / Kehlkopf und Verspannungen vorprogrammiert. Dazu gibt es schon lange Untersuchungen. Ebenso, wer "aktiver" die Leinenführigkeit üben will - "abrupt" soll sich da umgedreht werden. Genauso die Erklärung, warum Hunde kein Geschirr tragen sollten:
"Im Geschirr kann der Hund ebenfalls seine ganze Kraft nach vorn optimal einsetzen. Ungünstig ist auch, dass die Leine in Rückenhöhe sitzt und im Gegensatz zum Halsband imm an ein und derselben Stelle. Dadurch ist der Hund weniger leicht zu lenken und zu beeinflussen."
Ein Hund am Halsband benutzt nicht seine gesamte Kraft nach vorne? Brauche ich an meinem Hund einen Lenker? Wenn er weiß, was ich von ihm will, muss ich ihn nicht am Halsband / Geschirr lenken und beeinflussen.
Mir persönlich sind die Übungen zu sehr "Begleithunde-Prüfung" lastig - links "Fuß" laufen, links sitzen, um den Hundeführer herum laufen etc.
Die grundlegenden Dinge der Erziehung so weit gut erklärt - nur eben die Umsetzung mittels o.g. Techniken und Erklärungen nicht wirklich "sanft".