Ein über weite Strecken schönes Buch, gut erzählt, spannend. Unsere Kinder (8 und 9) hat die Geschichte des Jungen John gepackt und berührt. John haut von zuhause ab und reist alleine mit seinem Hund quer durchs Land, um bei seinem unbekannten Onkel das geliebte Tier in Sicherheit zu bringen. Denn der Hund ist ein Infektionsrisiko für Johns schwerkranken Bruder und soll abgeschafft werden.
Für meinen Geschmack sind allerdings auf gerade mal 187 Seiten etwas viele Probleme angesprochen:
Die möglicherweise tödliche Erkrankung des Bruders trägt noch unmittelbar zur Geschichte bei, der tödliche Arbeitsunfall des Vaters vielleicht auch. Aber dann kommen Themen zur Sprache wie Ausgrenzung von "Zigeunern", Pferdediebstahl, gnadenlose Tierversuche und vergebliche Krebsbehandlung durch Kräuterheilkunde. Die abenteuerliche Reise gerät da manchmal doch ins Hintertreffen und die Kinder kommen mit ihren Fragen und Gedanken kaum noch hinterher.
Ein bißchen weniger wäre da mehr gewesen und hätte der Geschichte gut getan! Trotzdem lesenswert, wie wir finden.