-
Amazon Family
Mitglieder können von exklusiven Angeboten und Rabatten, 10-EUR-Aktionsgutschein für Baby-Produkte und Premiumversand mit Amazon Prime profitieren. Jetzt anmelden
Produktinformation
|
Königkinder ist nicht leicht zu besetzten, und daran krankt auch die vorliegende Aufnahme ein bisschen. Besonders die Partie des Königssohns ist sehr heikel. Hoch in der Tessitura, fordert sie heldischen Stahl, leuchtende Höhe, über weite Strecken aber auch feinen, lyrischen, liedhaften Gesang. Adolf Dallapozza schlägt sich wacker, ohne wirklich zu begeistern. Solide!
Ein überragende Leistung bietet Helen Donath als Gänsemagd. Sie singt wirklich wie ein Engel. Unschuldig, strahlend, mit leuchtender Höhe und seidenem Glanz in der Stimme. Und mit einem Lächeln in der Stimme, wie es vielleicht nur sie hatte. Eine Idealbestzung und vielleicht eine ihrer größten Leitungen überhaupt. Besser kann man das wohl kaum singen.
Auch für die übrigen Rollen ist viel Prominenz aufgeboten. Hanna Schwarz ist eine sehr überzeugende Hexe, Karl Ridderbusch als einfältiger Holzhacker und Gerhard Unger als feiger Besenbindersind grundsolide, ohne wirkliche vokale Glanzlichter setzten zu können.
Ein Geschmaksfrage ist der Spielmann von Hermann Prey. Sicher oft an der Grenze zum Überzeichnen, strahlt er zwar Autorität aus in diese Glanzpartie für jeden lyrischen Bariton. Dennoch - ich finde Dietrich Henschel in der Aufnahme von Fabio Luisi überzeugender, weil lyrischer, zurückgenommerner, weniger sentimental.
Das Orchester (wie bei Luisi das Münchner Rundfunkorchester) ist solider, hat aber auch Schwächen. Nicht alles gelingt rund - manches Solo ist etwas verwackelt. Vom Orchester her ist Luisis Aufnahme 20 Jahre später deutlich besser.
Das Dirigat von Heinz Walberg ist zügiger, dramatischer als das Luisis in der Konkurrenzaufnahme. Er brauch gut und gerne 20 bis 30 Minuten weniger. Das macht - besonders beim ersten hören - manchen etwas leichter verständlich, auch wenn viele Schönheiten und Lyrismen dabei etwas zu kurz kommen.
Insgesamt - vor allem wegen der guten Sänger - ist diese Aufnahme für mich die Referenz. Und weil "Königskinder" so ein wunderbares Stück ist, kann es nur 5 Sterne geben! 4 für die Aufnahme, und 10 für Helen Donath und Engelbert Humperdinck.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|