Die negativen Kritiken kann ich praktisch gar nicht nachvollziehen. Mir gefiel das Buch zwar nicht ganz so gut wie "Millionär", aber ich fand es schön, dass Jaud nicht den Fehler macht, einen Simon Peters III oder Resturlaub II zu schreiben, sondern ein paar neue Figuren erfindet.
Vielleicht sind einige Leser auch enttäuscht, weil sie von Jaud nichts neues bekommen. Nun, nach vier Büchern hat sich bei vielen Autoren nun mal ein gewisser Stil manifestiert, und da sind Stimmen, die sagen, "Hummeldumm" sei ein 'typischer Jaud', was definitiv stimmt.
Die Situation und die Umgebung ist nun mal eine andere in diesem Buch, und die "Monotonie" erklärt sich schnell, weil es nun mal etwas anderes ist, ob man in Köln oder in einem fränkischen Ort lebt oder eine Reise durch Namibia. Da ist halt mehr "Herumgegurke" und auch viel "Aufeinanderkleben". Andere Autoren hätten eine solch "eingeengte" Situation vielleicht nicht so unterhaltsam ausgeschmückt.
Mir haben die Umschreibungen der Leute mal wieder vorzüglich gefallen, ich habe mich (bis auf die eine übertriebene Szene mit dem Dankeschön im Koffer) sehr amüsiert.
Man darf halt nicht mit der Erwartung an Jaud-Bücher gehen, literarische dreifache Salti geboten zu bekommen. Jaud-Bücher sind eben einfach etwas einfacher zu lesen, die hat man im Gegensatz zu Strunk- oder Uschmann-Büchern recht fix durch. So was muss auch mal sein. Leichte, unterhaltsame Kost - ohne überzogene Ansprüche oder linguistische Exkurse.