Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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87 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht Jauds Bestleistung, aber trotzdem unterhaltsam, 7. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Hummeldumm. Das Roman (Broschiert)
Die negativen Kritiken kann ich praktisch gar nicht nachvollziehen. Mir gefiel das Buch zwar nicht ganz so gut wie "Millionär", aber ich fand es schön, dass Jaud nicht den Fehler macht, einen Simon Peters III oder Resturlaub II zu schreiben, sondern ein paar neue Figuren erfindet.
Vielleicht sind einige Leser auch enttäuscht, weil sie von Jaud nichts neues bekommen. Nun, nach vier Büchern hat sich bei vielen Autoren nun mal ein gewisser Stil manifestiert, und da sind Stimmen, die sagen, "Hummeldumm" sei ein 'typischer Jaud', was definitiv stimmt.
Die Situation und die Umgebung ist nun mal eine andere in diesem Buch, und die "Monotonie" erklärt sich schnell, weil es nun mal etwas anderes ist, ob man in Köln oder in einem fränkischen Ort lebt oder eine Reise durch Namibia. Da ist halt mehr "Herumgegurke" und auch viel "Aufeinanderkleben". Andere Autoren hätten eine solch "eingeengte" Situation vielleicht nicht so unterhaltsam ausgeschmückt.
Mir haben die Umschreibungen der Leute mal wieder vorzüglich gefallen, ich habe mich (bis auf die eine übertriebene Szene mit dem Dankeschön im Koffer) sehr amüsiert.
Man darf halt nicht mit der Erwartung an Jaud-Bücher gehen, literarische dreifache Salti geboten zu bekommen. Jaud-Bücher sind eben einfach etwas einfacher zu lesen, die hat man im Gegensatz zu Strunk- oder Uschmann-Büchern recht fix durch. So was muss auch mal sein. Leichte, unterhaltsame Kost - ohne überzogene Ansprüche oder linguistische Exkurse.
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Urlaubsstimmung fliegt dahin, 22. Februar 2010
Ist es nicht schön, man hört ein Hörbuch über eine Busrundreise in Namibia und freut sich mit jedem Satz, dass man gerade nicht in Namibia ist und im Vergleich doch recht zufrieden zu Hause den Alltag genießt. Genau so erging es mir beim Hören dieses Hörbuches.
Matze und seine Freundin Sina begeben sich auf eine Gruppenreise durch Namibia. Es soll noch ein schöner Urlaub werden bevor die beiden in ihre neue Wohnung ziehen. Doch natürlich kommt alles anders. Die Reisegruppe ist alles andere als Matzes Geschmack. Ob rassistische Kommentare seiner Mitreisenden oder das pausenlose Filmen des Seppelpeters, alles scheint ihm von einem Urlaubsgefühl abzuhalten. Als er dann auch noch ausrechnet, dass er ganze 84h in den 14 Tage mit dieser Gruppe im Kleinbus verbringen muss, will er nur noch weg. Schuld ist natürlich seine Freundin, da sie für das Buchen des Urlaubs und er für die Wohnung zuständig waren. Es kommt natürlich noch schlimmer, als er bemerkt, dass er die Reservierungsgebühr für die neue Wohnung vergessen hat zu überweisen. Handyakku leer, neuer Reiseadapter passt nicht, überall Funklöcher und Internet ist nicht in Sicht. Was nun? Und das 'was nun?' muss jedoch heimlich passieren, da Sina von dem Problem nichts mitbekommen darf. So entwickeln sich einerseits Spannungen zwischen dem Paar, aber auch die Reisegäste untereinander leben nicht immer in Harmonie. Am besten weiß es jedoch der Versteh-nur-ein-bisschen-Reiseleiter zusammenzufassen: 'Da guckst du mal in dein Prospekt. Da steht nicht Urlaub, da steht immer Reise.'
Dass dieses Mal Tommy Jaud selbst das Buch liest, ließ mich anfangs skeptisch werden. Keinesfalls steht er jedoch im Schatten von Christoph Maria Herbst. Gekonnt schafft er sprachliche Nuancen, die es dem Hörer leicht machen, die einzelnen Charaktere zu unterscheiden. Und wer, wenn nicht der Autor, könnte den Witz einer Geschichte am besten hervorbringen. An für sich ist das Hörbuch ganz nett. Es lädt ein an der einen oder anderen Stelle zu schmunzeln, aber leider ist es nicht der Schenkelklopfer, den ich erwartet hatte. Auch wenn es bei weitem nicht an 'Millionär' herankommt, ist es doch eine gelungene Geschichte und von meiner Seite zu empfehlen.
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91 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schmunzel-Mittelmaß!, 28. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Hummeldumm. Das Roman (Broschiert)
Leider nicht mehr!
Die ersten Bücher waren wirklich originell: Resturlaub (ich erinnere mich nur an "Asphaltpeeling") war zum Krümmen witzig, Vollidiot gespickt mit klasse Sprüchen und Millionär lebte u.a. von einer super Geschäftsidee. Alle Bücher zusammen waren, nein sind perfektes Kopfkino (um mal einen Mitrezensenten zu zitieren). Doch Hummeldumm schafft dies nicht:
Eine Gruppenurlaubsfahrt durch Namibia, mit schrägen Typen und netten kleinen Klischees, so wie es sich gehört. Die Witze, die Sprüche kommen aber leider nicht besonders gut 'rüber und das die komplette Geschichte auf typischen Missverständnissen à la "Notlügen-Klamotte" und "Es-ist-nicht-so wie-Du-denkst" - Basis aufbaut, ist auch nichts Neues. Kennt man aus allen dummen und dümmeren Comedys, die auch nur davon leben, dass Missverständnisse zu weiteren Missverständnissen etc. p.p. führen. Leider häufig alles vorhersehbar!
Einzig das Ende der Geschichte hob das Buch ein wenig, wobei auch hier das Unerwartete eher im Vordergrund steht, nicht das Witzige.
Während die ersten 3 Bücher bei mir wirklich einschlugen, mich lachend Tränen vergießen ließen, konnte ich bei Hummeldumm leider meist nur grinsen.
Vielleicht kann ein anderer Komiker meine Gedanken, meine Meinung zu diesem Buch etwas verdeutlichen: War Mario Barth zu Beginn seines Schaffens wirklich witzig, originell und etwas Besonderes, so fällt es mir heute immer schwerer, seine Gags witzig zu finden. Da läuft er heute über die Bühne, schmettert permanent seine altbekannten Wiederholungen über die Zuschauer hinweg und ... eine Hoch auf die Regie, die es schafft, einen frenetischen Applaus sowie Bilder von sich vor Lachen krümmenden Zuschauern einzufangen. Ich jedenfalls kann kaum noch Lachtränen vergießen. Vielleicht hat sich mein Humor verändert und über Geschmäcker (und sicherlich auch Humor) kann man ja bekanntlich streiten, doch wirklich witzig wie in den Anfangstagen ist unser Mario halt nicht!
Und dieses gleiche Schicksal verbindet ihn aktuell mit Tommy Jaud. Aber wer weiß: Vielleicht wollte Hr. Jaud ja nur eine kurze Unterbrechung seiner schreibenden Schaffenspause machen? Und wer die Messlatte schon zu Beginn so hoch gelegt hat, der darf auch mal ein bisschen durchatmen, ... um dann (hoffentlich) wieder durchzustarten!
Fazit: Wer ein oder zwei langweilige Nachmittage etwas verkürzen möchte, ist mit Tommy Jauds Hummeldumm gut bedient. Wer aber eine hierbei eine Fortsetzung seiner ersten 3 Megahammer erwartet, wird meiner Meinung enttäuscht sein. Es ist halt nur "Schmunzel-Mittelmaß"!
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