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Humboldts Vermächtnis: Roman [Gebundene Ausgabe]

Saul Bellow , Eike Schönfeld
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

23. Januar 2009
»Komisch, lebendig, ironisch, spöttisch und klug, ein absolut wunderbarer Roman.« San Francisco Examiner Wie vergänglich der Ruhm in einer sensationslüsternen und geldorientierten Welt ist,  erfahren die Schriftsteller Von Humboldt Fleisher und Charlie Citrine auf tragikomische Weise. In seinem vielschichtigen Roman erzählt Saul Bellow von ihrem Leben und Schreiben, von Liebe und Leid. »›Humboldts Vermächtnis‹ ist die frechste von Bellows Komödien. Hinter der amüsanten Komödie des ›schwachsinnigen Infernos‹, wie Bellow es nennt, verbirgt sich im Buch der dramatische Kampf zwischen weltlicher Begierde und Angst vor dem Tod.« Philip Roth  

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1 (23. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462039644
  • ISBN-13: 978-3462039641
  • Originaltitel: Humboldt's Gifts
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 298.219 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Komisch, lebendig, ironisch, spöttisch und klug, ein absolut wunderbarer Roman." (San Francisco Examiner)

Über den Autor

Saul Bellow, geboren 1915 in Lachine/Quebec, gestorben im Alter von 89 Jahren am 5. April 2005 in Brookline, Massachusetts. Er wuchs in Chicago auf, wo er Soziologie und Anthropologie studierte. Er lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Saul Bellow erhielt für sein umfangreiches literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, 1976 den Nobelpreis für Literatur.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Saul Bellows Vermächtnis 12. März 2009
Von Roland F. TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Saul Bellows Roman Humboldts Vermächtnis" (nun in einer neuen Übersetzung bei KiWi erschienen) ist ein großartiger Roman. Ein Roman, dessen Protagonist Charles Citrine den Leser an seiner Geschichte, seiner Freundschaft und darauf folgender Hassliebe mit dem Autor Von Humboldt Fleisher teilhaben lässt.
Zuerst Freunde, dann bittere Feinde.

Charles Citrine erzählt auch von seinen Frauen, seinen Erfolgen und Misserfolgen.
Einerseits geht es in diesem Buch um die Geschichte zwischen Humboldt und Citrine, die eine dann doch eher überraschende Wendung nimmt.

Andererseits geht es in diesem Buch um die Frage nach der Vergänglichkeit und der Wichtigkeit des Ruhms.

Humboldts Vermächtnis" ist eine Komödie, oder wie Saul Bellow einst in einem Interview zu diesem Buch meinte, ein schwachsinniges Inferno".

Neben Charles Citrine und Humboldt Fleisher gibt es noch eine kuriose Gruppe von Protagonisten; da gibt es den aufbrausenden und mafiosen Bösewicht, die schmierigen Rechtsanwälte, eine geldgierige Exfrau, die in einem Flugzeugabsturz gestorbene Exfreundin Demmie Vonghel, dämliche Polizisten, kuriose Gestalten in der Sauna, Inhaber von Bestattungsfirmen, die absolute Kontrahenten um die Gunst der schönen, erotischen, wenn auch etwas vulgären Renata sind und einen Freund aus Los Angeles, der zwar kein Geld hat, das Geld von Charles Citrine jedoch gut in ein literarisches Großprojekt steckt.
Charles Citrine, möglicherweise mehr Alter Ego als man vermeint, ist ein Künstler, der von geschäftlichen Dingen keine Ahnung hat, der Berater um sich hat, die scheinbar keinen blassen Schimmer haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erkundungen der amerikanischen Seele 22. Oktober 2012
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Mittelpunkt des vorliegenden Buches stehen der barocke und überdrehte Schriftsteller Humboldt Fleischer und sein woodyallenhafter Kollege Charly Citrine. Der Erste ist ein zunächst erfolgreicher Lyriker, der zweite sein Jünger, der ihn später zu Humboldts Verdruss an Ruhm und Ausstrahlung weit übertrifft. Schnell wird klar: Citrine hat zwar all das geschafft, was Humboldt anstrebte, besitzt aber nicht dessen Genussnatur und irrt wie Falschgeld über die sozialen Bühnen Chicagos: er kommuniziert mit Gangstern, Dichtern, prominenten Politkern, Hochstaplern, Versagern und vielen anderen mehr, die nur ein Ziel verfolgen: ihm finanziell und sozial das Fell über die Ohren zu ziehen. Denn Charly Citrine, aus dessen Perspektive das Buch erzählt wird, befindet sich schon jenseits des Erfolges und leidet an der Aufdringlichkeit der Realität, vor der er sich mitten im größten Trubel in reflexive geistesgeschichtliche Meditationen flüchtet.
Wie in allen Romanen Bellows sind es auch wieder die Frauen, die den Protagonisten in besonderer Weise beschäftigen. Die Geschichten von der alltagstauglichen Naomi Lutz, der engelhaften Demmie Voughel, der rasant bösen Denise und der sündhaft schönen Renate illustrieren in immer neuen Wendungen die Saga vom gutmütigen und unbedarften Geistwesen Mann in seiner Konfrontation mit der Frau, dem unbekannten Wesen. Wer sich dafür interessiert, ist bei dem vorliegenden Werk bestens aufgehoben - auch wenn Bellows Interesse am schönen Geschlecht heute fast politisch unkorrekt anmutet: "Ich konnte wirklich mit Renata nicht verlieren," heißt es an einer Stelle des Buches. "Die Leute sahen ihr nach, wenn sie vorüber ging.
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4.0 von 5 Sternen Reiner Tor, intellektuell aufgekratzt 12. Dezember 2012
Von Diethelm Thom TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Von Humboldt Fleisher (er geht auf Delmore Schwartz, einen Freund Saul Bellows zurück) verkörpert den Typ des bedeutenden Schriftstellers, der in der oberflächlichen, rauen und schnelllebigen Konsumgesellschaft der 60er Jahre (Chicago und New York) den Anspruch auf geistige Führung und eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben vergeblich aufrecht zu erhalten versucht. Er kann nicht damit fertig werden, dass Charlie Citrine, sein einziger Freund und der Erzähler des Buches, ebenfalls Schriftsteller und Kulturkritiker, mit einem Stück einmal einen großen Erfolg auf dem Broadway hatte, was ihm Wohlstand und öffentliches Ansehen eingetragen hat. Die beiden entfremden sich, Humboldt lebt ein selbstzerstörerisches, exzessives Leben, stirbt vorzeitig, während Citrine, jetzt knapp 60, sein weiteres Leben in Chicago schildert: seine Gespräche mit Freunden, mit seinem Bruder, seine Beziehung zu seiner schönen, aber strapaziösen Freundin Renata, die ihn gerne heiraten möchte. Citrine gerät in die Klauen eines kleinen Gangsters, er verwickelt sich in einen Scheidungsprozess mit seiner letzten Frau, der ihn fast sein ganzes Vermögen kostet, und findet sich schließlich ab- und ausgebrannt in einer billigen Pension in Madrid alleine wieder. Hier rettet ihn "Humboldts Vermächtnis" vor Armut und Vergessenwerden…

Indem der Erzähler seine Lebensweise der seines Freundes gegenüberstellt, versucht er sich selbst über sein Leben und seine schriftstellerische und intellektuelle Existenz klar zu werden. Dies geschieht aber eher beiläufig und spontan.
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5.0 von 5 Sternen Moderne Einweihung
Sauls Bellows Roman "Humboldts Vermächtnis" ist eine Besonderheit. Nicht nur wegen des literarischen Stils, der gekonnten Erzählkunst der humvorvollen Selbstreflektion... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Marcus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schätze der Bibliothek
In jeder Bibliothek lagern unerkannte Schätze. Oft braucht es nicht viel, um ein Werk zu kaufen. Dann liegt es Jahrzehnte da, bis wir es zur Hand nehmen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Februar 2011 von H. J. Klaus
1.0 von 5 Sternen Schwer verdaulich dieses "schwachsinnige Inferno"
Wie schon ein vorangegangener Rezensent bemerkte, bezeichnete Saul Bellow sein Buch selbst als "schwachsinniges Inferno". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2010 von Robert
3.0 von 5 Sternen Vom Kampf der Intellektuellen
Puuh, das war zwischendurch ganz schön quälend, weil Bellow nur allzugern in den philosophischen Gedanken seines Hauptprotagonisten Charlie Citrine schwelgt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2010 von Thomas Schmitz
5.0 von 5 Sternen hohe literatur
Saul Bellow,der für dieses Buch den Nobelpreis für Literatur 1976
verliehen wurde legt mit diesem Buch ein wunderbar reiches Werk vor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2007 von Thomas Claaßen
1.0 von 5 Sternen Bedauerlich
Sehr bedauerlich, dass ich dieses Buch gekauft habe. Saul Bellow schreibt über zwei authistische Schriftsteller in einem schwer verdaulichen, besserwisserischem Stil. Lesen Sie weiter...
Am 18. März 2006 veröffentlicht
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