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Humanomics: Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft [Gebundene Ausgabe]

Uwe Jean Heuser
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

11. Februar 2008
Packend, unterhaltsam und mit enormem Wissen erklärt Uwe Jean Heuser die neuesten Erkenntnisse der Ökonomie. Neurowissenschaft, Spieltheorie, Psychologie – sie alle tragen dazu bei, dass wir unser alltägliches wirtschaftliches Handeln heute in einem ungekannten Maße begreifen können. Mit diesem Wissen ist jeder Einzelne in der Lage, bessere Entscheidungen zu treffen und ein glücklicheres Leben zu führen. Und wir alle können erkennen, wie wir die Wirtschaft politisch und gesellschaftlich so gestalten können, dass sie dem Wohle der Menschen wirklich dient.

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Humanomics: Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft + Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen + Wer denken will, muss fühlen: Die heimliche Macht der Unvernunft
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 276 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (11. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593381176
  • ISBN-13: 978-3593381176
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 175.532 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

17.02.2008 / Welt am Sonntag: Das neue Menschenbild der Ökonomen "Heusers Leistung besteht darin, dass er es im Gegensatz zu anderen Autoren nicht bei der Analyse belässt. Er stellt dar, was der Wandel der Ökonomie für Mensch und Staat bedeutet."

11.03.2008 / Süddeutsche Zeitung: Dem Menschen auf die Schliche kommen "Uwe Jean Heuser beschreibt eine neue Ökonomie, die ihren Blick auf die Lebenswirklichkeit der Bürger richtet ... ein spannendes Buch."

01.04.2008 / ManagerMagazin: Impulsiv und emotional "'Zeit'-Journalist und Volkswirt Uwe Jean Heuser beschreibt die Verhaltensökonomie mit einer gelungenen Mischung aus Professionalität und Leidenschaft."

01.04.2008 / Bilanz: Menschliche Wirtschaft "Unterhaltsame Fachbücher zu schreiben, das schaffen nur die ganz Großen."

18.07.2008 / Financial Times Deutschland: Abschied von Mr. Eigennutz "Unterhaltsam und erhellend."

28.07.2008 / Neue Zürcher Zeitung: Buch der Woche "Ein sehr informatives Buch über den Paradigmenwechsel in der Ökonomie."

Über den Autor

Uwe Jean Heuser leitet die Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung Die Zeit und schreibt die Ökonomiekolumne der Zeitschrift Merkur. Der promovierte Volkswirtschaftler studierte in Bonn, Berkeley, Köln und Harvard und lehrt heute unter anderem an der Universität St. Gallen. Er ist Autor der Bücher »Tausend Welten« (1996), »Das Unbehagen im Kapitalismus« (2000) und »Schöpfer und Zerstörer« (mit John F. Jungclaussen, 2004).

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder-Entdeckung? 25. Mai 2008
Von Reiter
Format:Gebundene Ausgabe
Was erwarten Sie von einem Buch dieses Titels und Untertitels? Offen gesagt, ich dachte an eine Erweiterung des häufig diskutierten Humankapitals" - und fand einen viel weiteren Bogen gespannt: Gemeint ist so etwas wie Verhaltens-Ökonomie. Weg vom homo oeconomicus, hin zu homo reciprocans. Ein Mensch nämlich, der weit weniger berechenbar scheint als dies Hirnforschung (Neuro-Marketing) und andere Wissenschaften beschreiben. Glücksforschung und Spieltheorie werden heran gezogen; es geht also weniger um Weiterbildung. Trotzdem lesen Weiterbildner dieses Buch mit Gewinn, denn es geht um Verhalten"... und das ist manchmal absolut seltsam, klassische Maßstäbe angelegt, wie Beobachtung und Experimente zeigen. Beispiele gefällig?
Es sollte uns eine Warnung sein, wenn wir in ein zweifelhaftes Projekt schon viel Geld versenkt haben, richtig? Ja, jedenfalls sollte es kein Grund sein,... schlechtem noch gutes Geld hinterher zu werfen. Trotzdem geschieht genau das oft... Dahinter stecken Heuristiken, diese Abkürzungen im Gehirn, mit denen sich so vieles bewältigen lässt." So verhält sich etwa auch der Spieler, der durch immer neue Einsätze verzweifelt versucht, Verluste wieder auszugleichen. Der auch dann weiter spielt, wenn ihm dies tatsächlich einmal gelingt. Das erinnert auch an das Entlernen", um Neues lernen zu können.
Zufrieden ist der Mensch vor allem, wenn er mehr erreicht als andere." Etwa ein Jahreseinkommen von 100.000 gegenüber einem von 80.000 einer anderen Person, das eher genommen wird als 120.000 gegenüber 150.000 des Anderen: Themen für Team- und Kommunikations-Trainings, Themen für Personalentwickler? Glücksforschung kommt auch hier ins Spiel...
Besonders interessant die ausführliche Darstellung von Sach- und Geldkonto im Kopf, als unterschiedlicher Einstellung mit Gewinnen und Verlusten umzugehen, als Grundsatz-Ausrichtung etwa beim Kauf- und Verkaufs-Vorgang - wichtig für alle Vertriebs-Themen wie auch für die Interpretation von Ergebnissen der Hirnforschung: Auch dies scheint ein extremer Einfluss des limbischen Systems zu sein (siehe etwa www.limbic-personality.com - oder beim starken Promoter des Neuro-Marketing Dr. Häusel; mehrere Bücher von mir bereits rezensiert, siehe Archiv): Dieser Pamplona-Effekt (vom Autor so genannt in Anlehnung an Herden-Verhalten etwa beim jährlichen Stierkampf-Auftakt in Spanien, konkret: in Pamplona, mit immer wieder vielen Verletzten und durchaus auch Toten...) wirkt sich im Alltag konkret so aus, dass je nach Eichung" ein uro (oder 10.000 uro) einmal viel Geld zu sein scheint - dann plötzlich wieder sehr wenig: Der Krimskrams im 1 -Laden" ist kaum ein paar ct wert, dennoch scheint er günstig, weil alles nur" 1 kostet. Zitat: Hat man gerade im Glücksspiel gewonnen, kommt man in Konsumlaune. Hat man etwas verloren, scheint jeder Euro fürs Essen zu viel, obwohl sich doch die allgemeine finanzielle Lage kaum verändert hat. Oder so: Da hat man sich zwei Karten zu je 50 Euro für ein Fußballspiel besorgt, geht mit einem Freund zum Stadion und stellt fest, dass man die Tickets verloren hat. Es sind zwar noch welche zu haben, aber das würde ja weitere 100 Euro kosten. Also geht man wieder nach Hause. Gut und schön. Doch was geschieht, wenn man die Karten überhaupt erst am Stadion kaufen will und dort feststellt, dass 100 Euro in der Tasche fehlen - verloren oder geklaut. In einem solchen Fall würden die meisten Menschen die Tickets trotzdem kaufen. Menschen teilen wirtschaftliche Ereignisse nicht bloß in Gewinne und Verluste ein, sondern auch auf mentale Konten auf. Einmal geht der Verlust direkt aufs Konto Stadionbesuch", einmal aufs allgemeine Geldkonto." Finden Sie die Überlegung interessant? Dann wäre das ein Ansatz, über Konsequenzen auch in Training und Beratung nachzudenken. Sehr platt ist das allerdings vor allem ein weiteres Beispiel dafür, was andernorts im Marketing unter Verpackung" läuft; Hirnforschung spricht von Bahnung" - das Entstehen von Trampelpfaden im Gehirn mit dem Effekt verstärkten wie beschleunigten Neutronen-Wachstums in genau diese Region. Ergo: Doch wieder Hirnforschung? - Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse - nach der Lektüre. Denn lesenswert ist Humanomics jedenfalls, wegen veränderter Sichtweisen, zusätzlicher Erkenntnisse, die einfließen - und der Weiterführung in Themen rund um Politik und gesellschaftliches Engagement; hier sind wir dann (wieder) bei Egoismus vs. Altruismus - wirklich versus"?
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38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch ist keine Kolumne 13. Februar 2008
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das neue Buch von Uwe Jean Heuser zu lesen, war für mich Pflicht. Weniger weil ich frühere Werke und einige Kolumnen von ihm kenne, sondern weil er nun von Dingen spricht, die mich seit zwanzig Jahren beschäftigen. Heuser geht also der Frage nach, was der Abschied vom Homo oeconomicus für die Zurückgebliebenen bedeutet. Und da Heuser bei der Zeit die Wirtschaftsredaktion leitet, hat er eine Deutungsmacht, um die ich froh bin. Denn noch sind die betriebswirtschaftlichen Lehrbücher nicht umgeschrieben. Noch ist eine Beratergeneration am Werk, die daran glaubt, Erfolg lasse sich herbeianalysieren. Kurz: Gut gibt es dieses Buch.

Da Uwe Jean Heuser nicht der erste ist, der den Menschen in der Wirtschaft entdeckt, muss er sich mit seinen Konkurrenten messen. Und in diesem Vergleich schneidet er weder schlecht, noch besonders herausragend ab. Auch Heuser beruft sich auf Beispiele und Studien, die am Thema Interessierte schon zur Genüge kennen. Auch Heuser nimmt seine Leser gerne auf Exkurse mit, ohne sie wieder an den Ausgangspunkt zurückzuführen. Und auch Heuser leidet an der alten Ökonomen-Krankheit die ganze Welt erklären zu wollen. Würden Wahrnehmungspsychologen, Gedächtnis- und Verhaltensforscher, Soziologen und Politologen keine Bücher schreiben, so würden mich Grenzüberschreitungen wenig stören. Aber wenn ein Autor vorhandenes Wissen zusammenträgt, so möchte ich, dass er das Material neu sichtet, ordnet und strukturiert. Bei Uwe Jean Heuser spüre ich von dieser Arbeit zu wenig. Und so ergriff mich bei der Lektüre manchmal das Gefühl, ich befände mich in einer gekonnt formulierten, aber nie endenden Zeitungskolumne.

Mein Fazit: Empfehlen möchte ich dieses Buch allen, die kaum etwas darüber wissen, wie das Bild vom unbewusst agierenden Menschen aussehen könnte. Da der Autor wie viele Ökonomen der Meinung ist, jede menschliche Tätigkeit falle in sein Fachgebiet, ist auf seinem Gemälde so viel abgebildet, dass die Darstellung spannender Details darunter leidet. Wie Uwe Jean Heuser versucht, Psychologie, Neurowissenschaft, Politik, Soziologie und Ökonomie auf 242 Seiten zusammenzuführen, ist trotzdem interessant.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paradigmenwechsel in der Ökonomie 11. Juli 2008
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Warum machen auch ausgekochte Investmentprofis immer wieder die Fehler blutiger Anfänger? Und weshalb schaffen es nur wenige Bürger, ihre private Altersversorgung auf ein solides Fundament zu stellen? Die Antwort, die Uwe Jean Heuser auf diese und ähnliche Fragen gibt, ist bestechend einfach: Unsere Gefühle sind schuld. Sie bewirken, dass wir in Gelddingen ungefähr so vernünftig handeln wie frisch verliebte Teenager. Gefühle sind aber auch der Grund dafür, dass unsere Gesellschaft sich nicht vollends in ein kapitalistisches Haifischbecken verwandelt. Anhand neuester Forschungsergebnisse und vieler Beispiele zeichnet Heuser den langen Weg nach, den die Ökonomie in ihrer Annäherung an den Menschen zurückgelegt hat. Dabei spannt er einen Bogen von Wirtschaftsgeschichte über Glücks- und Verhaltensforschung bis hin zu möglichen politischen Konsequenzen. Mitunter will der Zeit-Journalist allzu viele Aspekte auf einmal behandeln und kriegt nicht ganz die Kurve. Trotzdem ein sehr informatives Buch über den Paradigmenwechsel in der Ökonomie, findet getAbstract und empfiehlt es allen Wirtschaftsinteressierten.
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