Einmal ungeachtet der Dekade aus der "Human's Lib" stammt ist diese Aufnahme besonders auch aus "Musikersicht" der absolute Hammer. Über die Qualität und tollen Stimmungen der Songs braucht man nichts mehr zu schreiben, sie sind einfach Top of the Art und auf gewisse Weise auch zeitlos.
Aber das sensationelle ist für mich hier, dass Howard Jones den Beweis erbracht hat, das man mit kühler Technik total beseelte und emotionale Musik machen kann, welche teils richtig unter die Haut geht und die auch noch Hitqualitäten besitzt. Klar, das könnte man auch Depeche Mode zuschreiben, aber die haben ja eher an einer ganz eigenen Ästhetik gebastelt...
Aber wie, eben, human, Howard hier seine Geräte zum klingen bringt ist für mich, als Musiker, sensationell und verdient höchsten Respekt. Er schafft es, dass man vom "Kunstsaxophon" Gänsehaut kriegt, und sogar zum Rocken bringt er das Ganze zuweilen! Man stelle sich nur einmal "Equality" im Rockbandkontext vor, dann begreift man die Visionen dieses Künstlers schon besser. Wenn das nicht packend ist, dann weiß ich es auch nicht... Und da ist es noch am offensichtlichsten.
Wieviel subtile Magie in diesen ganzen Songs steckt ist noch immer unglaublich.
Zuletzt, die Person Howard Jones: Alles im Alleingang gemacht; ein superber Popart-Modernist; Melodische Einfälle und Ansätze vom leicht verrückten Professor bis zum völlig stilsicheren Jazzarrangeur - und allem dazwischen! Und dann sein leidenschaftlicher und individueller Gesang! Ich würde mir wünschen, dass er einmal als "Klassiker" der 80er anerkannt wird; als wirklich visionärer Sänger und Künstler, der eine Ära zu Recht repräsentiert. Der Mann hat es echt drauf und diese Songs werden auch in Ehren altern!
Hohe Empfehlungsstufe! Viel Freude damit!
Gruß