HUMAN REMAINS von HELL ist fraglos ein Album, welches eine mehr als bemerkenswerte "Hintergrundgeschichte" hat (wenn man so will war es ja 30 Jahre in der Mache...) und welches fraglos eine der wichtigsten, meist diskutiertesten klassischen Metal-Veröffentlichung 2011 war. Trotz allem muss ich für mich persönlich feststellen: das Album ist in Ordnung, aber die völlige Begeisterung will sich bei mir einfach nicht einstellen.
Sicherlich ist die ganze Geschichte um das Album mehr als bemerkenswert, sicherlich sind HELL sympatische Jungs die viel zu berichten haben, und sicherlich ist es spannend, noch mal ein Release zu hören, welches so tief in der ganz klassischen, bis heute stilprägenden NWOBHM verortet ist wie dieses.
All das ändert aber leider wenig daran, dass die Hauptsache, dass Album als solches, meiner Ansicht nach zu viel eher unspektakuläres Material enthält. Kein Song ist unterm Strich ein Totalausfall, aber wirkliche Höhepunkte macht man eben auch nur wenige aus. HUMAN REMAINS kann man daher gut hören, aber der Funke will bei mir schlichtweg nicht überspringen.
Zu viel Füllmaterial, ein mitunter zu nerviger Gesang und eine etwas gewöhnungsbedürftige Produktion sorgen dafür, dass dieses eines der Alben ist, über welches man gerne liest und gerne spricht, welches man sich aber immer seltener anhört.
Alles in allem: fraglos ein wegen seiner Entstehung bemerkenswertes Werk, aber abseits all dessen in seiner Substanz ein dann doch eher durchschnittliches Album. Für NWOBHM Fans dennoch einwandfrei empfehlenswert.