Produktinformation
|
Nach der Verschnaufpause dröhnt der härteste Song des Albums aus den Boxen: "Brainwasher". Mit seinem postmodernen, technoiden Aufbau erinnert der stark an Sven Väths Kultlabel "Harthouse" und dessen frühe Releases zu Anfang der Neunziger. Nett - auch im Club! Dass Bangaltar & de Homem Christo auch noch wohnzimmertaugliche Clubtracks draufhaben, beweisen sie mit "Television Rules The Nation" und dem durch seine hochgepichten Hip Hop Skills äußerst prägnanten "Technologic", dass bereits in den Playlists diverser House DJs aufgetaucht ist.
Schlußtrack "Emotion" ist Retro-Future-Pop in Reinform. Französisch, nicht fassbar, provokativ, anders: Daft Punk. Kein zweites "One More Time", eher schmutzige, elektronische Unterhaltung! --Mark Hartmann
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
1. Human after all: Das beste und eingängigste Stück von der Platte, eine Vocoderline zieht sich durch das Lied und die Ohrgänge werden von dem Sample "We are the Human, after all" massiert.
2. Technologic: Das Lied mit dem meisten Text und einer schönen Vocoder-Ohrwurmmelodie.
3. Prime Time of your Life: Der einzige Track vom Album, der nicht so aufhört wie er anfängt. Während er am Anfang wie "better, harder, faster, stronger" (von ihrem letzten Album) klingt, werden die Vocals ab der Mitte zu einem Ton geformt und anschließend die Geschwindigkeit bis zum Ende auf fast 1000 BPM hochgefahren. Sehr schön ravig...
4.Robot Rock: Rockiger Anfang, dann kommt die Soundline und wird mit kurzen Breaks bis zum Ende durchgezogen, dementsprechend ziemlich monoton allerdings auch eingängig.
5. Television rules the Nation: Tech-Rock in Perfektion! Technobeat und eine leicht melancholische Melodie definieren dieses Lied, wobei man "On/Off" als kurzes Intro für diesen Song sehen kann.
6. Make Love: Lädt eher zu einer Unterhaltung ein, als zum "Liebe machen", das liegt ganz einfach daran, weil der Track eingefadet wird, 4 Minuten genauso durchläuft und dann wieder weggefadet wird. Halt ein Track zum Thema: wie bastele ich ein Lied in 5 Minuten. Hat aber ansonsten eine schöne Melodie.
7. Emotionen: Abwechslungsreicher als "Make Love", sehr langsam und dahinschleppend, der perfekte Rausschmeißer.
8. Brainwasher: Ein reiner Technotrack, den man z. B. auch im Set von Sven Väth erwarten könnte - nett.
9. On/Off: 19 Sekunden extreme Zapping! Intro für "Television rules the Nation"
10. Steam Machine: Musik von Maschinen für Maschinen! Sehr monoton stampft der Track vor sich hin und verleitet einen immer wieder zum überspringen.
Fazit: Daft Punk hat eine durchschnittliches Album abgeliefert, für das sie sich lieber mehr Zeit als nur 2 1/2 Monate genommen hätte (wie sie indirekt in dem Booklet verraten)! Es sind zwar einige sehr gute Tracks darauf, insgesamt kann ich aber nicht mehr als 3 Sterne geben, weil es teilweise einfach unfertig klingt - halt eine B-Vision!?
Sofort der erste Track "Human After all" zeigt wo es lang geht. Die Stimme wurde hier so sehr durch den Vocoder gezogen, wie es "Eiffel 65" zu ihren besten Zeiten nicht geschafft haben. Dazu kommt eine sehr eingängige Ohrwurm-Melodie, unterlegt mit elektronischen Gitarrensounds und poppigen Drums.
Experimenteller geht es in "The Prime Time Of Your Life" zu. Ähnlich wie in "Harder, Better, Faster, Stronger" seiner Zeit, wird die Stimme hier sehr interessant als Instrument genutzt. Was sich "Daft Punk" allerdings am Ende des Tracks erlauben, ist ganz und gar nicht kultig. Die BPM werden einfach nur hochgepitcht, sodass am Ende ein Hubschrauber artiger Sound dabei heraus kommt, der mir das Gefühl vermittelt auf einem Militärflughafen gelandet zu sein.
Besser wird es dann wieder mit der neuen Single "Robot Rock". Harte Elektrogitarren und Sounds, die an "Da Funk" erinnern, animieren fast schon zum Headbangen. Durchaus clubtauglich.
"Steam Machine" klingt dagegen eher wie ein Lückenfüller. Eintönige Synthie Sounds und ein in das Micro geflüstertes "Steeeaaaaam Machine" ziehen sich über 5 Minuten hin und wirken belanglos.
Doch dann kommt er, der erste "menschliche" Song auf "Human After All", das bis jetzt diesen Namen zu Unrecht trägt.
"Make Love" bietet einen wunderschönen Piano Part, seichte Snares und Vocals, die zum Liebe Machen geradezu einladen. Hebt sich ganz klar vom Rest des Albums ab.
Aus dieser sinnlichen Stimmung wird man mit "The Brainwasher" aber auch gleich wieder herausgerissen. Der härteste Track des Albums besticht durch einen eingängigen Synthie Part, sowie schnelle und harte Drums. Ausserdem wurde das Ganze so extrem durch den Filter gezogen, dass ein extremer Sound entstand, der für normale Ohren gewöhnungsbedürftig sein dürfte.
Da wird es erstmal Zeit für eine kleine Pause. "On Off" ist ein 19 sekündiger Zusammenschnitt verschiedener Fernsehsendungen.
Die perfekte Einleitung für "Television Rules The Nation", welches zum Lieblingssong vieler Fernsehsender avancieren könnte. Wieder wird gefiltert, was der Filter hergibt und der obligatorische Vocoder kommt auch wieder zum Einsatz. Ein wahres Elektro-Rock Stück, das eingängiger kaum sein könnte.
Für mehr als ein Schmunzeln sorgt "Technologic". Mit hochgepitchter Stimme, diesmal jedoch ohne Vocoder, werden alle möglichen Verben aufgezählt, die sich mit dem Begriff "Technologie" in Verbindung bringen lassen. Das Ganze geschieht so schnell, dass selbst einem Logopäden schwindelig werden dürfte. Unterlegt wird diese Sprachakrobatik vom typischen Sound des Albums, was bedeutet: Harte und flotte Drums, kombiniert mit gefilterten Sounds.
Das ändert sich dann auch kaum mehr im letzten Track des Albums. "Emotion" ist eine langsamere Nummer, die vom Sound her so veraltet und schmutzig klingt, dass bei mir Erinnerungen an "Hot Butter" hoch kommen, die 1972 mit "Popcorn" den ersten vollelektronischen Nummer 1 Hit hatten. Eine wahre Wohltat für die Ohren beim heutigen Perfektionismus vieler Produzenten.
Und so ist "Human After All" also alles andere als das, was der Titel erwarten lässt. Ein überraschend hartes und schmutziges Album, das fern ab von Nummern wie "One More Time" liegt. Einige "Fans" waren sogar so schockiert, dass sie "Human After All" als Fake von "Daft Punk" persönlich einstuften. Wenn dem so wäre, würde ich mir viel mehr Fakes wünschen! Bleibt nur zu bemängeln, dass es stellenweise an Abwechslung mangelt und das Ende von "The Prime Time Of Your Life" unverzeibar ist.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|