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Human Action, the Scholars Edition [Englisch] [Gebundene Ausgabe]


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Institute
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0945466242
  • ISBN-13: 978-0945466246
  • Größe und/oder Gewicht: 25,1 x 16,5 x 5,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Mises stellt in "Human Action" dar, wie wirtschaftsphilosophische Schlussfolgerungen zur Überlegenheit der Marktwirtschaft führen und warum staatliche Eingriffe in die Wirtschaft schädlich sind.

Zunächst möchte ich einige negative Aspekte des Buches ansprechen. Das Buch enthält weder Zeichnungen noch mathematische Formeln. Am Anfang werden ausführlichst (und für einige Leser sicher ermüdend) die philosophischen und soziologischen Grundlagen der Volkswirtschaftslehre dargelegt: Demnach ist die Marktwirtschaft nichts anderes als das Handeln der Menschen in der arbeitsteiligen Gesellschaft (daher der Titel des Buches). Aus objektivistischer Sicht sind die philosophischen Grundlagen zwar problematisch (da auf Kant beruhend), aber sie lassen sich umformulieren. Mises' subjektives Wertsystem und sein Axiom des Handelns können dann in den Objektivismus integriert werden (siehe Younkins: "Can the Ideas of Mises and Rand Be Reconciled?").

Dieses Buch bietet trotz seines Alters immer noch die besten Argumente für die Marktwirtschaft und gegen staatliche Eingriffe. Zu den ausführlich begründeten Schlussfolgerungen zählen:

- staatliche Eingriffe verhindern, dass sich der Wille der Verbraucher ungehindert durchsetzen kann
- die "Kaufkrafttheorie der Löhne" ist Unsinn, denn sie verwechselt Ursache und Wirkung
- Sozialismus muss wegen fehlender Preise scheitern
- Keynes' Nachfragepolitik kann nicht funktionieren (da Inflation langfristig die Marktwirtschaft zerstört)
- Konjunkturzyklen werden in der Regel von der Zentralbank ausgelöst (sie sind also Staatsversagen); Lösung: Freibanken mit Goldstandard und 100 % Reservehaltung (siehe auch Griffin: "Die Kreatur von Jekyll Island")
- Mindestlöhne verursachen Arbeitslosigkeit
- Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich führt zu Arbeitslosigkeit
- die angeblichen Fehler des Kapitalismus liegen grundsätzlich an fehlenden Eigentumsrechten, d. h. dort kann sich die Marktwirtschaft gar nicht erst entfalten (das gilt auch für Umweltprobleme; siehe Flynn: "Wirtschaft für Dummies")
- "die Gesellschaft" kann nicht denken (das können nur einzelne Menschen); sie hat kein eigenes Wesen und entsteht durch die Zusammenarbeit der Menschen
- es ist grundsätzlich unmöglich, eine gesamtwirtschaftliche Preissteigerungsrate oder das objektive Bruttoinlandsprodukt zu errechnen
- wenn die Gewerkschaften ihre Hochlohnpolitik nur in einigen Branchen durchsetzen können, entsteht als Kompensation ein Niedriglohnsektor
- Arbeitslosenhilfe kann die Arbeitslosigkeit verlängern, Sozialhilfe kann Arbeitslosigkeit schaffen und verfestigen

Es geht im Kern darum, wie der so genannte "Marktprozess" funktioniert: Die Unternehmer wollen Waren verkaufen und die Verbraucher Waren kaufen. Durch Angebot und Nachfrage entsteht vorüber gehend ein Preis für die Ware. Dabei werden sowohl einige Unternehmer als auch einige Kunden leer ausgehen. Die Unternehmer, die Verlust machen, werden sich nach lukrativeren Märkten umsehen und etwas anderes herstellen. Somit gibt es praktisch nie einen Gleichgewichtspreis (obwohl er in allen Lehrbüchern angesprochen wird!). Preise, Mengen, Anbieter, Nachfrager usw. ändern sich ständig. Da lukrative Märkte weitere Unternehmer anziehen, wird sich ein Monopol in diesem Markt ohne staatliche Unterstützung nicht lange halten können. Weil die Unternehmen nur das verkaufen können, was die Verbraucher zu diesem Preis erwerben möchten, herrscht im Kapitalismus Verbrauchersouveränität. Im Gegensatz zu den gängigen Lehrbüchern nimmt Mises' "österreichische Schule" davon Abstand, dass die Marktteilnehmer vollständig informiert sind, ohne Zeitverzögerung handeln und stets vollständige Konkurrenz herrscht; damit wird alles viel realistischer als in der Schule oder im Studium und ein "homo oeconomicus" ist überflüssig.

Der Marktprozess bietet auch eine Erklärung für den Übergang von der kurzen zur langen Frist. Wer frisches Geld als Erster erhält, kann damit zu alten Preisen kaufen (mehr Geld im Umlauf = Nachfrage). Durch diese Nachfrage steigen einige Preise. Während das Geld von Mensch zu Mensch wandert, steigen die Preise weiterer Güter und die Preissteigerung breitet sich dadurch in Wellen aus. Wenn das Geld schließlich beim letzten Konsumenten ankommt, sind viele Preise gestiegen und das Geld kann bei ihm keine zusätzliche Nachfrage mehr bewirken (mehr Geld im Umlauf = Preissteigerung). Diese einleuchtende Erklärung für die mittlere Frist zeigt, warum zusätzliches Geld sowohl Nachfrage als auch Preissteigerung sein kann.

Die "österreichische Schule" ist viel realistischer als die gängige Volkswirtschaftslehre. Außer im oben angesprochenen Verzicht auf den "homo oeconomicus" wird dies auch in anderen Bereichen deutlich. So wird z. B. davon ausgegangen, dass die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital nicht homogen sind. Das muss auch so sein, denn die Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten und es ist eben einfacher, ein Auto zu verkaufen als eine Raffinerie. Bei der Produktion werden mehrere Stufen unterschieden, welche zeitlich über den Zins mit den Preisen für Konsumgüter verbunden sind. Wenn man dies berücksichtigt, wird klar, dass eine künstliche Änderung des Zinses durch die Zentralbank die Produktionsstufen durcheinander bringen muss und dies die eigentliche Ursache der Konjunkturzyklen ist.

Mises lehnt mathematische Formeln und Statistiken als Mittel zur Erkenntnisgewinnung ab (historische Daten können allenfalls zur Prüfung einer Hypothese dienen): Gleichungssysteme, welche einen imaginären Endzustand im Gleichgewicht beschreiben, können nicht zeigen, wie der Marktprozess abläuft. Die häufig als Gegenargument angeführte Spieltheorie kann zwar Alternativen aufzeigen, aber nicht sagen, welche Alternative schließlich gewählt wird. Die Wahl einer Alternative bedeutet eben menschliches Handeln und ist damit nicht vorhersagbar (weil Menschen einen freien Willen haben). Es ist deshalb grundsätzlich nicht möglich, beispielsweise Preissteigerung und Wirtschaftswachstum zu prognostizieren. (Mises hat übrigens als Einziger die Weltwirtschaftskrise vorausgesehen.) Man kann heute durch Experimente und Simulationen prüfen, ob die in dem Buch auf Grund von Gedankenexperimenten aufgestellten Behauptungen über das menschliche Handeln stimmen. Dabei wurden Mises' Konzept des rationalen Handelns und die Überlegenheit der Marktwirtschaft bestätigt.

Wegen der konsequent marktwirtschaftlichen Ausrichtung ist das Buch in libertären Kreisen ein Standardwerk. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Argumente gegen unsere sozialistische Marktwirtschaft sucht. Dass der von Mises vertretene Kurs nicht einseitig den Interessen der Konzerne dient, hat er in seinem Buch "Liberalism" (dt. "Liberalismus") aufgezeigt. Ganz im Gegenteil: Nur der libertäre Minimalstaat stellt sicher, dass Lobbyisten nichts zu sagen haben. Wer mehr über die Themen Gesellschaft und soziale Gerechtigkeit lesen möchte, dem empfehle ich "The Fatal Conceit" von Hayek als Einstieg.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
A Masterpiece 18. November 1999
Format:Taschenbuch
It is unfortunately possible to get a Ph.d in Economics these days and never read Ludwig von Mises--and anyone of the free-market Austrian School. That's not only a shame; it's a disaster. His and other Austrian's books--such as Mark Skousen's much-easier, "Economics on Trial"--have destroyed socialism beyond all hope of intellectual resurrection. Yet in reality it still keeps rising from the near-dead. Santayana was right: "Those who do not learn from history are condemned to repeat it." Mises's magnum opus is a must-read for any serious student of economics.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
At some time, anyone who seeks an understanding of economics must read this master work by Ludwig von Mises. Mises' goal in this work is to found the science of economics on a priori principles of human action (hence the title).

It is important to understand exactly what this means, or we will fall into error in our evaluation of Mises' great contribution to economics. It is not the case that 'empirical' enquiry is irrelevant; Mises recognises the important role of what he calls 'economic history'. However, IF his foundational principles are sound, then *they* must be used to understand 'empirical' phenomena, not the other way around. If we know that five plus five is ten, then we cannot allow an 'empirical' phenomenon to 'test' this knowledge; a case in which five plus five appeared to be eight would merely require further explanation. By analogy with Mises' terminology, the a priori knowledge would belong to 'mathematical science' and the apparent counterexample to 'mathematical history'.

Whether Mises' foundational principles *are* sound is a matter I shall leave to the reader to determine. However, even if they should require some adjustment, that fact alone would not invalidate Mises' general method nor show it to be incomplete or one-sided.

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