Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Macher von Der Eissturm, der in Tiger & Dragon die Muskeln spielen ließ, belebt das lange erste Drittel mit comicähnlichen Split-Screen-Effekten und einer Reihe von Vorahnungen -- immer wieder findet Lee Gründe, Banas Gesicht grün zu belichten -- aber er fängt auch das menschliche Drama ein. Bei den Jekyll-und-Hide-Zuckungen Banners waren die CGI-Jungs von ILM dran, die Bana als Vorlage für die umfassendste Realisierung eines digitalen Charakters benutzten, die je auf Film gebannt wurde. Comicfans werden begeistert sein: Ein glaubhafter, supergewandter, grüner Koloss, ein wahres Riesentier, verstrickt sich nachts im Wald in einen Kampf mit mutierten Killerhunden (darunter ein äußerst bösartiger Pudel), platzt sozusagen aus einem Gefängnis in einer geheimen unterirdischen Basis, knöpft sich die amerikanische Militärmacht vor und stampft dabei in einer Wüste im Südwesten der USA herum, bevor er schließlich für schlagkräftige Hulk-Zerstörungsaktionen in San Francisco einmarschiert.
Wie in den Comics wird auch hier heruntergespielt, dass es Tote gibt, und unglaubliche Momente -- zum Beispiel ein Ausflug in die Stratosphäre -- gehören einfach dazu. Ein Problem mit diesem Charakter ist es, glaubhafte Bedrohungen zu finden, gegen die er sich zur Wehr setzen muss. Ang Lee ändert Stan Lee hier ganz schlau und vermischt Banners missbrauchenden Vater mit dem ewigen Bösewicht "Absorbing Man", um einen angemessenen Gegenspieler für die abschließende Auseinandersetzung zu schaffen. Dieser Film ist kunstvoll und unterhaltsam, faszinierend und explosiv und gehört zu den gelungensten Superhelden-Filmen. --Kim Newman
Kurzbeschreibung
Movieman.de
Bild: Das brandneue und makellose Quellmaterial wurde sehr sorgfältig digitalisiert und mit einer nur geringen Kompression praktisch ohne digitale Streuner umgesetzt nur wenn geringes Grieseln, vornehmlich in blauen Flächen, einsetzt (00:11:20, 00.27.09). Der Bildeindruck ist äußerst scharf und zeigt in kameranahen Einstellungen eine beängstigende Detailtiefe. Lediglich in Kameraschwenks (00:05:15) setzt eine Bewegungsunschärfe ein. Der Kontrast umfasst eine ungeheure Anzahl an Farbnuancen und Konturschatten. Die Farben sind sehr neutral gesättigt und neigen nur in Verwandlungsszenen zu bonbonfarbener Comicgrafik.
Ton: Der fulminante Filmton bietet ein machtvolles Bassfundament, das geradezu sprungartig den Subwoofer überfällt und ihm knackig kurze Impulse mit "Target: Magengrube" entlockt. Doch auch atmosphärisch wurde vorgesorgt. Über die gesamte Filmlänge hinweg wurden Atmogeräusche, wie Vogelzirpen, piepsende Instrumente im Labor und im Hintergrund vorbeifahrende Autos eingestreut. Dies auch immer mit der gebotenen Zurückhaltung, um nicht vom Hauptgeschehen auf dem Bildschirm abzulenken. Die DTS-Tonspur kann nicht wirklich Mehrklang bieten, mit Wohlwollen ist eine Tendenz zu mehr Tiefgang und etwas mehr Griffigkeit in der Surroundkulisse wahrnehmbar. Mehr aber auch nicht. Alle Tonspuren liegen auf gleicher Lautstärke, lassen sich aber nicht direkt via Fernbedienungstaste umschalten. Grollt Hulk sanft, dann kommt dies mit mächtigem Grundton aus den Frontboxen, so dass einem die Nackenhaare hochgehen. --movieman.de
VideoMarkt
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Blickpunkt: Film
'X-Men 2' mag der einzige andere Film sein, dem es bislang gelungen ist, die Fülle der unter der Oberfläche der gängigen Außenseiter-Plotten brodelnden Subtexte der Marvel-Stories mit dem gebührenden Ernst in einen Film einfließen zu lassen, der trotz der Schwere und Fülle seiner Themen immer noch in erster Linie unterhält. Ang Lee legt die Latte noch ein bisschen höher: Nachdem er sich mit 'Tiger & Dragon' eigene Kindheitsträume erfüllte und den Wuxia-Roman mit seinen Schwertkämpferheroen zu neuem Filmleben erweckte, lässt er die gleiche Behandlung nun mit einem Budget von weit über 100 Mio. Dollar dem westlichen Äquivalent, dem Comic, angedeihen. Auch hier verblüfft die vollkommene Assimilation des entsprechenden filmischen Vokabulars, soll heißen: Mit dem innovativen Einsatz von Splitscreens, originellen Bildkompositionen und Szenenwechseln verweist er einerseits auf eine filmische Tradition (z. B. Norman Jewisons 'Thomas Crown ist nicht zu fassen'), andererseits erinnern diese Mittel an jene Panele, die in Comics für Dynamik und Struktur sorgen. Obendrein helfen sie Lee, sehr komplexe Sachverhalte elegant und mit minimalem Zeitaufwand zu vermitteln.
Weitere Parallelen zu 'Tiger & Dragon' finden sich in der Thematik, wieder eine Variation über Familie, Loyalität und Vergangenheitsbewältigung, und im Aufbau des Films. Lange lässt sich Lee Zeit, bis er schließlich mit dem rausrückt, wofür das Publikum das Kinoticket gelöst hat. Wenn dann die Action einsetzt, ist das Ergebnis rauschartig - und die Figuren sind längst derart mit Leben unterfüttert und genau charakterisiert, dass neben dem unendlichen Spaß am Gezeigten immer auch Gewicht und Bedeutung mitschwingen. Hier geht es also um den emotional gehemmten Wissenschaftler Bruce (der ausgezeichnete Eric Bana), der bei einem Unfall Gammastrahlen ausgesetzt wird, was eine Kettenreaktion in seinem Körper auslöst. Er weiß nicht, dass sein Vater (Nick Nolte als ultimativer mad scientist) ihm die Auswirkungen eines Selbstversuchs vererbt hat, die sich nun auf vitale Weise äußern. Immer wenn Bruce sich aufregt, verwandelt er sich in das grüne Monster Hulk, eine Personifizierung aufgestauter Emotionen, der einen fast unkontrollierbaren Zerstörungstrieb auslebt - gewaltige Sätze vollführen kann, quasi unzerstörbar ist und über ungeheure Kräfte verfügt, wie so mancher Panzer, Hubschrauber und mutierte Kampfhund alsbald zu spüren bekommt.
Dass der Hulk als rein CGI-generierte Figur zwar eine Meisterleistung von ILM ist, aber dennoch nicht immer echt aussieht, fällt nicht ins Gewicht. Denn zu diesem Zeitpunkt haben sich so viele Konflikte an verschiedenen Fronten verschärft, dass sie und nicht der grüne Berserker im Zentrum stehen: der irre Papa ist zurückgekehrt und fordert sein Recht ein; Bruces Verlobte Betty (Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly) hat ihrerseits mit ihrem emotional verkümmerten Daddy (Sam Elliott), einem Fünf-Sterne-General, der dem Hulk die Streitkräfte auf den Hals schickt, zu kämpfen; der karrieresüchtige Talbot (Josh Lucas) spielt gleichwohl ein übles Spiel mit allen Beteiligten. Wenn sich die innere Spannung des Films also in seinen zwei großen Actionszenen entlädt, dann spielen sich so viele Dinge gleichzeitig ab, dass der Fun immer auch die Story vorantreibt. Doch weder der Kampf gegen die Zerberusse des Vaters, noch die Zerstörungsorgie in der Wüste von Utah und San Francisco sind der Höhepunkt des Films. Der spielt sich auf eine minimal beleuchteten Bühne zwischen Vater und Sohn ab. Darum geht's: um die Figuren - und die Schauspieler, wie zu erwarten brillant geführt von Ang Lee. Noch nie schmeckte Popcorn so sehr nach Freud und Jung, wie auch Psychotherapie noch nie so actiongeladen war wie in 'Hulk'. Ein Blockbuster mit Hirn? Voilà. ts.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Genau aus dieser Warte betrachtet sie so auch eines der frühen wissenschaftlichen Experimente zu Banners Bahn brechenden Forschungen. Ein simples Versehen führt zu einem explosiven Unfall und im Bruchteil einer Sekunde wird Banner zum Helden. Er rettet ein Leben und kommt scheinbar unbeschädigt mit seinem davon, obwohl er eine normalerweise tödliche Dosis Gammastrahlen abbekommen hat.
Doch irgendetwas ist passiert. Undefinierbare Nachwirkungen und Blackouts gehören nach diesem fehlgeschlagenen Experiment auf einmal zu seinem Leben. Banner spürt, dass sich etwas in ihm regt, etwas Fremdes, das sich gleichzeitig vertraut anfühlt - gefährlich und doch auf geheimnisvolle Weise reizvoll.
Zur gleichen Zeit wütet ein riesiges und unglaublich starkes Wesen, das als Hulk bekannt wird, durch die Stadt und hinterlässt bei seinen sporadischen Auftritten regelmäßig eine Schneise der Verwüstung: merkwürdig vor allem das Schlachtfeld in Banners Büro oder die mannshohen Löcher in den Wänden seines Hauses.
Das Militär wird eingeschaltet, angeführt von Bettys Vater General "Thunderbolt" Ross (Sam Elliott) und