Der Film ist sich nicht ganz einig, was er denn nun sein will: Tragisch? Humorvoll? Oder Beides? Trifft letzteres zu, schafft man es leider nicht, eine geeignete Balance zwischen den Beiden Dingen zu finden. Der Humor, sofern es lustig sein soll, wirkt oftmals mehr absurd als herzlich. So unkonventionell man es auch realisiert hat, der Eindruck bleibt, dass es sich dabei um ein melodramatisches, pseudomelancholisches Machwerk handelt, der entweder die Seele des Menschen berühren oder aber zum Lachen bringen will.
Neben der Ungereimtheiten mit sich selbst, trifft der Film allerdings in der Optik so einiges ganz genau: Die Kulissen sind wunderschön und werden durch eine herausragende Kameraführung äußerst überzeugend eingefangen. Daneben stehen die dominierenden dunklen Farben, mit einem rauchig-mysteriösen Touch. Im Laufe des Films wirkt dies sehr ansprechend und bekräftigen die Geschichte in ihrer Form. Die Geschichte selbst dreht sich um allerlei Klamauk: Liebe, Tod, Musik, Familie. Und doch findet alles zueinander und bilden ein traumhaft schönes Ambiente mit herzerwärmenden Hommage an die Musik. Die Violinenstücke sind stark gespielt und treffen den Nerv des Zuschauers immer zur richtigen Zeit. Wenn die Schauspieler, allesamt reichlich unbekannt, nach einer Weile ersteinmal warm gelaufen sind, zeigen sie, dass sie den Namen des Schauspielers zu Recht tragen. Wenn Mathieu Amalric mit seiner dauerdepressiven Mine wieder davon schwafelt, zu sterben, glaubt ihm das zu jeder Sekunde. Er spielt den Geiger in einer wohl proporionierten und ausgeglichenen Art zwischen verzweifelten Musiker und verliebten Narr.
Wenn man sich auf ein solches unkonventionelles und stilistisch stark inszeniertes Stück Film einlassen kann und will, kommt man in den Genuss eines wunderschönen, nicht leicht zu vergessenden Film