Erst mal vorweg ... habe seit zwei Jahren einen Bandscheibenvorfall, unterer Lendenwirbel, Arbeits-bedingt, viel sitzen, entweder Büro oder Auto.
Zusätzlich habe in den letzten beiden Jahren relativ wenig Sport getrieben.
War in dieser Zeit zwei Mal bei der Krankengymnastik, danach wars kurzzeitig besser, wurden aber relativ schnell wieder schlimmer.
Das letzte Mal war ich im Januar 2010 bei der KrGymn, kurzzeitig besser, dann rapide schlechter.
Habe mich dann wieder im Fitnesscenter angemeldet, jedoch relativ wenig dort gemacht, bis ich vor knapp 3 Wochen kaum noch laufen konnten.
Konnte mich weder nach vorne, noch stark nach hinten beugen, Schmerzen beim Sitzen, beim Stehen, starkes Taubheitsgefühl im rechten Bein, kurz gesagt, ich war am Ende.
Die Vorgeschichte ist wichtig, da ich aufgrund des Bandscheibenvorfalls das Inlineskating begonnen habe.
Jetzt, nach 3 Wochen, bin ich 2 bis 3 mal die Woche jeweils ca. 11 Kilometer gefahren.
Zusätzlich gehe ich noch 1 bis 2 mal die Woche ins Fitnesscenter und mache dort Übungen an Geräten und am Boden, teils das, was ich auch in der Krankengymnastik gemacht habe und etwas Spinning.
Ca. 1 mal die Woche schwimme ich noch.
Jetzt, 3 Wochen später kann ich mich wieder nach hinten beugen, ich kann wieder schmerzfrei sitzen und ich kann wieder schmerzfrei laufen! Nach vorne Beugen ist besser geworden, tut aber immer noch weh.
Aber kein Vergleich mehr zu vor 3 Wochen!
Ich kann nur jedem, der ein ähnliches Rückenleiden hat, das Inlineskating in Verbindung mit viel Bewegung und Sport empfehlen! Es ist für mich fast wie ein Wunder!!
Nun aber zurück zur Bewertung der Inliner:
Da ich nicht gleich ne Menge Geld ausgeben wollte, habe ich ein wenig hier bei Amazon gesucht, und aufgrund der positiven Bewertungen, sowie der Stiftung Warentest Bewertung mich für die Hundora entschieden.
Bis jetzt bin ich noch nie schlecht gefahren, wenn ich mich an den Stiftung Warentest Ergebnissen orientiert habe und es sollte hier auch so sein :o)
Noch vorweg, ich habe noch nie auf Inlinern gestanden und kann deshalb nicht vergleichen, sondern nur schildern, was ich als Laie festgestellt habe.
Mein Fazit nach ca. 70 gefahrenen Kilometern:
Der Schuh ist meiner Meinung nach recht gut verarbeitet und stabil!
Ich habe normalerweise bei Sportschuhen Größe 44,5 bis 45.
Die Hundora, mit Größe 45 passen sehr gut! Kein Rutschen im Schuh, aber auch kein Drücken. Trägt sich wie ein Sportschuh!
Der Schuh wird geschnürt, zusätzlich mit einem Klettverschluss über dem Spann angezogen und dann gibt es um den Schaft noch eine Schnalle, die man durch einrasten festzieht.
Insgesamt ein recht gutes System, um den Schuh seinen Bedürfnissen anzupassen.
Die Rollen haben die Größe 82 und sind sehr laufruhig auf gutem Teer.
Bei rauem Straßenbalg klappern die Zähne, aber man kann noch Fahren. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Fahrkomfort.
Das was einer der anderen Rezensenten geschrieben hat, dass man leicht nach innen kippt beim Fahren kann ich bestätigen. Man fährt die Rollen bis ganz nach innen sehr stark ab. Weiß nicht ob das normal ist, laut meinem Kumpel, der schon sehr lange fährt, ist das normal...Ich selbst habe keine Probleme mit schmerzenden Beinen durch das leichte nach Innenkippen (ganz leichte X-Bein Stellung) und das starke Fahren auf der Innenseite der Rollen.
Nach ca. 30 Kilometern haben sich die Schrauben an den Rollen langsam gelöst, obwohl diese verklebt waren, was sich durch Klacken" beim Fahren bemerkbar gemacht hat. Bin jedoch erst nach ca. 60 Kilometer auf die Idee gekommen, dass dies wirklich am langsamen Lösen der Schrauben liegt.
Bei der Gelegenheit habe ich auch die, bereits sehr stark einseitig abgefahren Rollen umgedreht" und dabei bemerkt, dass ein Lager den Geist aufgegeben hat => Wiege ca. 80 Kilo.
Habe mit bei Intersport von deren Hausmarke einen Satz neue Rollen gekauft, mit 84er Durchmesser, die passen auch und sollen schneller sein, 82er hatten die nicht!
Jedoch habe vorerst nur das defekte Lager gewechselt, indem ich von einer neuen Rolle das Lager ausgebaut und in die alte eingebaut habe. Die Lager der Intersport Hausmarke waren identisch mit den Lagern in den Hundoras.
Werde nun nach jeder Tour die Schrauben nachziehen, sollte man wahrscheinlich eh tun :o)
Konnte mit meinem Kumpel, der Inliner für über 200 EUR hat, gut mithalten, nur als er und ich volle Pulle gefahren sind, isser mir davongezogen, was aber wohl daran lag, dass er einfach ein Sportfanatiker ist und 84er Rollen drauf hatte ;o)
Für mich, als Anfänger, ein voll überzeugender Inliner.
Macht mir riesig Spaß und vor allem hat es mir sehr dabei geholfen, mein Rückenleiden schnell in den Griff zu bekommen!
Werde mit diesem Sport weitermachen und sehe keine Veranlassung, mir neue, teurere Inliner zu kaufen!
=> Für genau 5,5 Kilometer gut geteertem Radweg, ehemalige Bahnschiene, benötige ich als Anfänger mit den Hundoras:
Für den Hinweg, sehr leichte Steigung: unter 25 Minuten
Für den Rückweg, sehr leichtes Gefälle: unter 20 Minuten