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Huckleberry Finn [Taschenbuch]

Mark Twain , Don-Oliver Matthies
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Durch einen Trick gelingt es dem abenteuerlustigen Jungen Huck, sich von seinem Vater zu lösen und gemeinsam mit dem Sklaven Jim aus dem Haus der frommen Schwestern Douglas und Watson zu fliehen. Auf einem Floß fahren sie den Mississippi hinunter, der für sie zum Inbegriff absoluter Freiheit wird. Hier lernen sie die unglaublichsten Gestalten kennen, Gauner und Halunken, unter ihnen das Hochstaplerpaar »Herzog« und »König«. Als Jim verraten wird und im Gefängnis landet, lockt Huck und seinen Freund Tom Sawyer wieder einmal das Abenteuer: Sie wollen Jim befreien! Mark Twains Klassiker der Jugend- und Weltliteratur in einer neu bearbeiteten Ausgabe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Samuel Langhorne Clemens (1835-1910), besser bekannt unter dem Pseudonym Mark Twain, war ein scharfzüngiger Kritiker der amerikanischen Gesellschaft: humorvoll bis satirisch schrieb er über den alltäglichen Rassismus, Heuchelei, Verlogenheit und Korruption seiner Landsleute. Bereits mit seinen ersten Erzählungen, entstanden in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, errang er großen litarischen Erfolg, der sich durch die Abenteuergeschichten um die beiden Jungen Tom Sawyer und Huckleberry Finn zu Weltruhm steigerte.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wer noch nicht »Tom Sawyer« gelesen hat, kennt mich nicht. Aber das macht nichts. Das Buch hat Herr Mark Twain geschrieben, und der spricht die Wahrheit — meistens wenigstens. Manches ist geflunkert, das meiste aber stimmt. Das nur nebenbei. Ich habe noch niemand gesehen, der nicht ab und zu mal gelogen hat, außer Tante Polly oder die Witwe oder Mary. Tante Polly — Tom Sawyers Tante Polly meine ich — und Mary und die Witwe Douglas, die kommen alle in dem Buch vor, das in der Hauptsache ein wahres Buch ist mit 'n paar Flunkereien, wie ich schon gesagt habe.
Das Ende von dem Buch war, dass Tom und ich das Geld fanden, das die Räuber in der Höhle vergraben hatten und das uns reich machte. Wir kriegten jeder sechstausend Dollar, und alles in Gold. Es war 'n schrecklicher Haufen Geld, als wir es ausgegraben hatten. Na, Richter Thatcher nahm's an sich und legte es für uns an, und es warf für jeden von uns 'nen Dollar täglich ab, jahraus, jahrein, mehr als einer von uns brauchen konnte. Die Witwe Douglas, die nahm mich als Sohn an und sagte, sie würde mich gebildet machen; aber es war grässlich, immer in ihrem Haus zu leben, besonders wenn man bedenkt, wie furchtbar ordentlich und anständig die Witwe in allem war. Als ich's mal nicht mehr länger aushalten konnte, riss ich aus. Ich kroch wieder in meine alten Lumpen und in mein Zuckerfass und war frei und vergnügt. Aber Tom Sawyer stöberte mich auf und sagte, er hätte vor, 'ne Räuberbande zu gründen, und er würd mich nur aufnehmen, wenn ich zur Witwe zurückgehen und mich ordentlich aufführen wollte. Da ging ich denn wieder hin.
Die Witwe heulte wegen mir und nannte mich 'n armes verlorenes Lamm und gab mir noch 'nen Haufen von solchen Namen, aber sie meinte es wirklich nicht bös. Sie steckte mich wieder in solch neue Kleider, und mir blieb nichts anderes übrig, als zu schwitzen und zu schwitzen und mich wie in 'nem Stehkragen zu fühlen. Und dann fing die alte Leier wieder an. Die Witwe läutete zum Abendessen und man musste rechtzeitig da sein; wenn man dann am Tisch saß, konnte man beileibe noch nicht gleich essen. Man musste warten, bis die Witwe den Kopf runterbog und ein Gebet über das bisschen Essen gemurmelt hatte.
Nach dem Abendessen holte sie ihr Buch raus und paukte mir was von Moses und den großen Propheten ein, und ich musste schwitzen, um sie auseinander halten zu können. Schließlich kam sie damit raus, dass Moses schon 'ne ziemlich lange Zeit tot wär. Danach kümmerte ich mich nicht mehr um ihn, weil man doch aus 'nem Toten kein Kapital schlagen kann.
Bald wollt ich rauchen und fragte die Witwe, ob ich's dürfte. Aber die wollt es nicht. Sie sagte, es wäre 'ne schlechte Angewohnheit und es wäre nicht sauber, und ich sollte versuchen, es zu lassen. Das ist halt so die Art von manchen Leuten. Die schimpfen über 'ne Sache auch, wenn sie gar nichts von ihr verstehen. Auf der anderen Seite plagte sie mich mit dem Moses, der schließlich kein Verwandter von ihr war und keinem was nützte, sondern längst tot ist, und dann wieder zeterte sie wegen 'ner Sache, die doch ziemlich angenehm ist. Und dabei schnupfte sie selber; aber das war natürlich nichts Unrechtes, weil sie es tat.
Ihre Schwester, Miss Watson, 'ne ziemlich dürre alte Jungfer mit 'ner Brille auf, war damals grad gekommen, um bei ihr zu wohnen.Und die machte sich mit 'nem Rechtschreibebuch über mich her. Sie bearbeitetemich 'ne Stunde lang ziemlich heftig, dann löste die Witwe sie ab. Ich könnt's
kaum mehr aushalten. 'ne Stunde hinterher war ich noch ganz blöd im Kopf, und dann wurde ich zapplig. Da sagte Miss Watson: »Setz deine Füße nicht immer da drauf, Huckleberry« oder »Räkel dich nicht so hin, Huckleberry, sitz grad«, und nach 'ner Weile sagte sie: »Gähn und streck dich nicht so, Huckleberry. Warum versuchst du nicht, dich anständig zu benehmen?« Danach erzählte sie mir allerlei von der Hölle, und ich sagte, ich wär froh, wenn ich da sein könnte. Darüber wurde sie böse, aber ich machte mir nichts draus. Alles, was ich wünschte, war 'ne Abwechslung und ich war ja gar nicht wählerisch. Sie sagte, das wär gottlos, was ich gesagt hätte. Sie sagte, sie würd so etwas nicht für alles in der Welt sagen. Sie wollte so leben, dass sie in den Himmel kommen würde. Na, ich hatte natürlich keine Lust, dahin zu kommen, wohin sie kommen wollte. Und da nahm ich mir fest vor, es gar nicht erst zu versuchen. Aber das sagte ich natürlich nicht, weil es dann doch nur wieder 'nen Tanz gegeben hätte.
Wenn sie so 'nen ordentlichen Anlauf genommen hatte, hörte sie gar nicht mehr auf und erzählte mir alles vom Himmel. Sie sagte, das Einzige, was man tun müsste, wär, den ganzen Tag lang mit 'ner Harfe rumzugehen und zu singen, immer und ewig. Dazu hatt ich natürlich keine Lust, sagte es aber nicht. Ich fragte sie, ob sie meinte, dass Tom Sawyer dorthin kommen würde, und sie sagte: »Höchstwahrscheinlich nicht.« Darüber war ich sehr froh. Denn ich wollte, dass wir zusammenbleiben sollten.
Miss Watson schwatzte und schwatzte, und es wurde immer langweiliger und ich immer schläfriger. Nach 'ner Zeit holten sie auch noch die Neger rein und plapperten Gebete, und dann gingen alle ins Bett. Ich ging in mein Zimmer rauf mit 'nem Stück Kerze und stellte es auf den Tisch. Dann setzte ich mich auf 'nen Stuhl am Fenster und versuchte, an was Angenehmes zu denken. Aber ich bracht's nicht fertig. Ich fühlte mich so einsam, dass ich wünschte, ich wäre tot. Die Sterne schienen, und die Blätter im Walde rauschten andauernd so traurig. Und ich hörte 'ne Eule von weitem über jemand klagen, und der Wind wollte mir was zuflüstern, aber ich konnt nicht verstehen, was. Und ich fühlte, wie mir kalte Schauer den Rücken runterliefen. Dann hörte ich aus dem Wald 'nen Laut, wie ihn ein Gespenst von sich gibt, wenn es über etwas reden möchte und sich nicht verständlich machen kann und deshalb keine Ruhe im Grab findet und jede Nacht traurig umhergehen muss. Ich wurde so schwermütig und ängstlich, dass ich wünschte, jemand bei mir zu haben. Bald danach krabbelte mir 'ne Spinne über die Schulter und ich schnippte sie weg, und sie fiel ins Kerzenlicht und war verbrannt, eh ich mich rühren konnte. Mir brauchte keiner erst zu sagen, dass es 'n verteufelt schlechtes Zeichen wär und mir Unglück bringen würde.
Ich zitterte am ganzen Leib und zog meine Pfeife raus, um zu rauchen. Denn im Haus war alles totenstill, sodass die Witwe jetzt bestimmt nicht kommen würde. Na, nach 'ner langen Zeit hörte ich die Glocke drüben im Städtchen schlagen: bum — bum — bum, zwölfmal. Und dann war wieder alles still — stiller als vorher. Ganz kurz danach hörte ich 'nen Zweig krachen; unten in der tiefsten Dunkelheit, zwischen den Bäumen, regte sich was. Ich saß still und horchte. Plötzlich konnte ich schwach hören: »Miau, miau!« Das war prima! Ich antwortete so leis ich konnte: »Miau, miau!« Dann machte ich das Licht aus und kletterte aus dem Fenster auf den Schuppen runter.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wer noch nicht »Tom Sawyer« gelesen hat, kennt mich nicht. Aber das macht nichts. Das Buch hat Herr Mark Twain geschrieben, und der spricht die Wahrheit - meistens wenigstens. Manches ist geflunkert, das meiste aber stimmt. Das nur nebenbei. Ich habe noch niemand gesehen, der nicht ab und zu mal gelogen hat, außer Tante Polly oder die Witwe oder Mary. Tante Polly - Tom Sawyers Tante Polly meine ich - und Mary und die Witwe Douglas, die kommen alle in dem Buch vor, das in der Hauptsache ein wahres Buch ist mit 'n paar Flunkereien, wie ich schon gesagt habe.Das Ende von dem Buch war, dass Tom und ich das Geld fanden, das die Räuber in der Höhle vergraben hatten und das uns reich machte. Wir kriegten jeder sechstausend Dollar, und alles in Gold. Es war 'n schrecklicher Haufen Geld, als wir es ausgegraben hatten. Na, Richter Thatcher nahm's an sich und legte es für uns an, und es warf für jeden von uns 'nen Dollar täglich ab, jahraus, jahrein, mehr als einer von uns brauchen konnte. Die Witwe Douglas, die nahm mich als Sohn an und sagte, sie würde mich gebildet machen; aber es war grässlich, immer in ihrem Haus zu leben, besonders wenn man bedenkt, wie furchtbar ordentlich und anständig die Witwe in allem war. Als ich's mal nicht mehr länger aushalten konnte, riss ich aus. Ich kroch wieder in meine alten Lumpen und in mein Zuckerfass und war frei und vergnügt. Aber Tom Sawyer stöberte mich auf und sagte, er hätte vor, 'ne Räuberbande zu gründen, und er würd mich nur aufnehmen, wenn ich zur Witwe zurückgehen und mich ordentlich aufführen wollte. Da ging ich denn wieder hin.Die Witwe heulte wegen mir und nannte mich 'n armes verlorenes Lamm und gab mir noch 'nen Haufen von solchen Namen, aber sie meinte es wirklich nicht bös. Sie steckte mich wieder in solch neue Kleider, und mir blieb nichts anderes übrig, als zu schwitzen und zu schwitzen und mich wie in 'nem Stehkragen zu fühlen. Und dann fing die alte Leier wieder an. Die Witwe läutete zum Abendessen und man musste rechtzeitig da sein; wenn man dann am Tisch saß, konnte man beileibe noch nicht gleich essen. Man musste warten, bis die Witwe den Kopf runterbog und ein Gebet über das bisschen Essen gemurmelt hatte.Nach dem Abendessen holte sie ihr Buch raus und paukte mir was von Moses und den großen Propheten ein, und ich musste schwitzen, um sie auseinander halten zu können. Schließlich kam sie damit raus, dass Moses schon 'ne ziemlich lange Zeit tot wär. Danach kümmerte ich mich nicht mehr um ihn, weil man doch aus 'nem Toten kein Kapital schlagen kann.Bald wollt ich rauchen und fragte die Witwe, ob ich's dürfte. Aber die wollt es nicht. Sie sagte, es wäre 'ne schlechte Angewohnheit und es wäre nicht sauber, und ich sollte versuchen, es zu lassen. Das ist halt so die Art von manchen Leuten. Die schimpfen über 'ne Sache auch, wenn sie gar nichts von ihr verstehen. Auf der anderen Seite plagte sie mich mit dem Moses, der schließlich kein Verwandter von ihr war und keinem was nützte, sondern längst tot ist, und dann wieder zeterte sie wegen 'ner Sache, die doch ziemlich angenehm ist. Und dabei schnupfte sie selber; aber das war natürlich nichts Unrechtes, weil sie es tat.Ihre Schwester, Miss Watson, 'ne ziemlich dürre alte Jungfer mit 'ner Brille auf, war damals grad gekommen, um bei ihr zu wohnen.Und die machte sich mit 'nem Rechtschreibebuch über mich her. Sie bearbeitetemich 'ne Stunde lang ziemlich heftig, dann löste die Witwe sie ab. Ich könnt's kaum mehr aushalten. 'ne Stunde hinterher war ich noch ganz blöd im Kopf, und dann wurde ich zapplig. Da sagte Miss Watson: »Setz deine Füße nicht immer da drauf, Huckleberry« oder »Räkel dich nicht so hin, Huckleberry, sitz grad«, und nach 'ner Weile sagte sie: »Gähn und streck dich nicht so, Huckleberry. Warum versuchst du nicht, dich anständig zu benehmen?« Danach erzählte sie mir allerlei von der Hölle, und ich sagte, ich wär froh, wenn ich da sein könnte. Darüber wurde sie böse, aber ich machte mir nichts draus. Alles, was ich wünschte, war 'ne Abwechslung und ich war ja gar nicht wählerisch. Sie sagte, das wär gottlos, was ich gesagt hätte. Sie sagte, sie würd so etwas nicht für alles in der Welt sagen. Sie wollte so leben, dass sie in den Himmel kommen würde. Na, ich hatte natürlich keine Lust, dahin zu kommen, wohin sie kommen wollte. Und da nahm ich mir fest vor, es gar nicht erst zu versuchen. Aber das sagte ich natürlich nicht, weil es dann doch nur wieder 'nen Tanz gegeben hätte.Wenn sie so 'nen ordentlichen Anlauf genommen hatte, hörte sie gar nicht mehr auf und erzählte mir alles vom Himmel. Sie sagte, das Einzige, was man tun müsste, wär, den ganzen Tag lang mit 'ner Harfe rumzugehen und zu singen, immer und ewig. Dazu hatt ich natürlich keine Lust, sagte es aber nicht. Ich fragte sie, ob sie meinte, dass Tom Sawyer dorthin kommen würde, und sie sagte: »Höchstwahrscheinlich nicht.« Darüber war ich sehr froh. Denn ich wollte, dass wir zusammenbleiben sollten.Miss Watson schwatzte und schwatzte, und es wurde immer langweiliger und ich immer schläfriger. Nach 'ner Zeit holten sie auch noch die Neger rein und plapperten Gebete, und dann gingen alle ins Bett. Ich ging in mein Zimmer rauf mit 'nem Stück Kerze und stellte es auf den Tisch. Dann setzte ich mich auf 'nen Stuhl am Fenster und versuchte, an was Angenehmes zu denken. Aber ich bracht's nicht fertig. Ich fühlte mich so einsam, dass ich wünschte, ich wäre tot. Die Sterne schienen, und die Blätter im Walde rauschten andauernd so traurig. Und ich hörte 'ne Eule von weitem über jemand klagen, und der Wind wollte mir was zuflüstern, aber ich konnt nicht verstehen, was. Und ich fühlte, wie mir kalte Schauer den Rücken runterliefen. Dann hörte ich aus dem Wald 'nen Laut, wie ihn ein Gespenst von sich gibt, wenn es über etwas reden möchte und sich nicht verständlich machen kann und deshalb keine Ruhe im Grab findet und jede Nacht traurig umhergehen muss. Ich wurde so schwermütig und ängstlich, dass ich wünschte, jemand bei mir zu haben. Bald danach krabbelte mir 'ne Spinne über die Schulter und ich schnippte sie weg, und sie fiel ins Kerzenlicht und war verbrannt, eh ich mich rühren konnte. Mir brauchte keiner erst zu sagen, dass es 'n verteufelt schlechtes Zeichen wär und mir Unglück bringen würde.Ich zitterte am ganzen Leib und zog meine Pfeife raus, um zu rauchen. Denn im Haus war alles totenstill, sodass die Witwe jetzt bestimmt nicht kommen würde. Na, nach 'ner langen Zeit hörte ich die Glocke drüben im Städtchen schlagen: bum - bum - bum, zwölfmal. Und dann war wieder alles still - stiller als vorher. Ganz kurz danach hörte ich 'nen Zweig krachen; unten in der tiefsten Dunkelheit, zwischen den Bäumen, regte sich was. Ich saß still und horchte. Plötzlich konnte ich schwach hören: »Miau, miau!« Das war prima! Ich antwortete so leis ich konnte: »Miau, miau!« Dann machte ich das Licht aus und kletterte aus dem Fenster auf den Schuppen runter.
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