Zuerst das wichtigste, sprich die Anfangshürde: die Konfiguration des Geräts. Mit dieser Rezension sollte sie für Sie als Leser(in) einfach sein:
Das Huawei E583C ist in seinem Kern immer noch ein Huawei E5, nur eben schicker und mit einem Akku HB7A1H (anstelle des HB41? im Original-E5). Es kommt mit einer deutschen Schnellstart-Anleitung - und wenn Sie der folgen, kriegen Sie NICHTS geregelt. Warum? Weil niemand sich in diesem WLAN erfolgreich anmelden kann.
Die Lösung: Man nimmt zunächst das Huawei wie beschrieben in Betrieb, d.h. man lädt den Akku auf (falls nötig), legt die SIM-Karte ein, macht den Deckel wieder zu und schaltet das Gerät ein. (ACHTUNG: der Deckel geht nicht einfach ab und wehrt sich, aber es sind wirklich nur stramm sitzende Falze, nirgendwo ein Schieber oder so. Vorsichtig mit angewinkeltem Schraubenzieher arbeiten!)
Dann schließt man das Huawei via USB-Kabel am PC an. Dieser meldet wie üblich "Neue Hardware" usw., und nach wenigen Sekunden startet automatisch eine Installation für eine Anwendung namens "WEB Partner". Diese muss man installieren und danach den PC neu starten. Jetzt ist alles sehr einfach:
Nach dem Restart des PC WEB Partner starten (Icon doppelklicken). Die Anwendung startet den Browser mit der URL "e5.home". Es dauert ein paar Sekunden, dann präsentiert sich die Anmeldeseite des Verwaltungs-Interface.
Nun den Assistenten zur Schnelleinstellung aufrufen. Werte ändern auf
- eigene SSID (Name des Netzwerks bzw. WLAN-Hotspots)
- eigener Netzwerk-Key (Password für den Zugang)
- Autentifizierungsmethode WPA2-PSK
- Verschlüsselung TKIP
und abspeichern. ACHTUNG: wenn man etwas länger braucht, fliegt man schnell wieder aus dem Administration-Interface raus, wg. der Sicherheit. Dann neu anmelden und diesmal flotter sein.
Sind diese Werte einmal eingestellt, klappt die Anmeldung sofort. Der Laptop, das Tablet, das Smartphone, die sich alle vorher wehrten, gehen jetzt glatt in das Netz, sobald man den neuen selbstgewählten Key eingibt.
ACHTUNG: nicht vergessen, dass Passwort zum Administration-Interface ebenfalls zu ändern (unter System). UND GANZ WICHTIG: die alten Werte notieren und festhalten: nach einem Factory Reset ist das Ganze nochmal fällig.
Einmal in Betrieb, ist das Gerät genau das, was Dr. Mobile on the Road verschrieben hat für alle, die mehrere Geräte mit einer SIM-Karte betreiben wollen. Die Signalstärke erreicht nicht ganz die einer FRITZBox 7390, aber das hat ja auch niemand erwartet.
Ich kann das Gerät empfehlen, falls man die obige Information beherzigt. Für die werksseitige Schrottkonfiguration ziehe ich einen Stern ab. Für die Tatsache, dass von der o.g. Lösung (USB -> PC) kein Wort in der Anleitung steht, müsste ich auch noch einen abziehen, aber 3 Sterne wären für das schicke Teil zu wenig *auge-drück-zu*, selbst wenn das Display ein Witz ist (ca. 20% der Oberfläche, die ein kleines Smartphone "simuliert").
Ich habe auch einen Ersatzakku und ein Ladegerät beschafft (leider nicht bei Amazon zu haben, aber WLAN-Unterweg.de ist so nett ...)