Das E5832s ist fast schon ein Alleskönner, aber leider nur fast.
Voller Freude packe ich das neue Gerät aus und stecke es zuerst gleich an die USB-Ladestation.
Hier gleich einmal der erste Haken, denn nicht jeder hat auch ein passendes Netzgerät/Ladeadapter wo man das mitgelieferte leider nur 15cm kurze USB-Lade-Kabel an seinem Ladegerät ansteckt um es aufzuladen.
So weit so gut - nun erst mal warten bis der Akku geladen ist.
Nun öffne ich den rückwärtigen Deckel, setze die SIM-Karte meines favorisierten Mobilfunkbetreibers sowie den Akku wieder ein und stecke das mitgelieferte USB-Kabel an den PC.
In meinem Fall einen Rechner mit Windows VISTA - und hier gleich die Ernüchterung, denn dieser erkannte zwar das USB-Gerät an sich, was er auch als CD-Laufwerk ins System eingebunden hat, aber es sind keinerlei Dateien zu sehen um eine Installation als USB-Modem zu ermöglichen, was die erste Freude gleich einmal gemindert hat.
Bei Windows Vista (oder zumindest in meinem Fall) lässt sich das E5832s offensichtlich nicht als reines USB-Modem installieren.
Positiver Weise ist aber am Rückwärtigen Deckel das SSID und der WEP-Key abzulesen und via WLAN ist man unter der Eingabe von http://www.e5.home/ sofort am Portal des Routers.
Als Admin eingeloggt, sollte man sich an erster Stelle an die Netzsicherheit machen, denn Standardmäßig ist hier gar nichts gesichert.
Im ersten Schritt sofort das Administrator-Passwort ändern!
Als nächstes habe ich die WLAN-Verschlüsselung auf WPA2-Verschlüsselung mit 256bit WEP-Key AES Verschlüsselung gesetzt (natürlich auch am PC).
Vorteil bei AES ist, bei strengst möglicher Verschlüsselung der geringste Rechenaufwand und somit auch reduzierter Stromverbrauch.
Natürlich mach es auch Sinn das SSID (den Netzwerknamen) zu verstecken, wenn man sich auf öffentlichen Plätzen bewegt und überhaupt - Sicherheit zuerst, aber merken sollte man sich die Daten halt, so wie auch das zuvor geänderte Administrator-Passwort.
Was Sicherheit angeht, sollte man dann noch den MAC-Filter in Betracht ziehen - damit sind dann so ziemlich alle Login-versuche von außen die Schranken gesetzt.
Der MAC-Filter MAC-Adresse = Hardwareadresse der WLAN-Netzwerkkarte im Client-Gerät bewirkt, dass nur jene Devices auf das E5832s zugreifen dürfen die auch zugelassen sein sollen/dürfen.
Auch eine interne Firewall mit einer Unmenge an zu konfigurierender Möglichkeiten ist vorhanden.
In meinem Fall habe ich diese einfach nur aktiviert, soll heißen, aller Datenverkehr darf hinaus, aber nichts unerwünschtes kommt herein!
Sollte man Daten-Roaming nicht wünschen (könnte teuer werden), kann man auch hier einen Schalter setzen, um unerwünschte Kosten hintan zu halten.
Meine Tochter nimmt den Router immer wieder mal zur Schule mit, wo Mitschüler auch schon verbinden möchten, aber man sollte hier nicht erwünschten Unfug und Unannehmlichkeiten mit dem Gesetz von vorn herein abstellen.
Die Verbindung zum Provider:
Die zuvor eingelegte SIM-Card wurde übrigens erkannt, jedoch der zugehörige APN(APN=Zugangspunkt beim Netzanbieter) musste von Hand eingetragen werden.
Hier ging in meinem Fall bei A1 nichts automatisch.
Logischer Weise sollte man auch den PIN für automatisiertes Login noch eintragen, aber hat man diese beiden Daten bei der Hand, geht es doch sehr rasch voran und man ist im Netz.
Das Display bietet ausreichend Information über den derzeitigen Netzbetreiber, Roaming, WLAN an/aus plus wie viel derzeit verbundene von 5 möglichen Clients sind derzeit im Netz als auch Ladezustand des Akkus.
Zur Performance kann ich nichts negatives schreiben, jedoch ist das WLAN-Signal nicht das stärkste.
Man sollte sich also schon in der Nähe seines E5832s befinden (Umkreis einiger Meter) sonst wird das Empfangs-Signal zu schwach.
Um zu sehen wie es um die Internetperformance steht, ist beispielsweise die Seite http://www.speedtest.net ganz brauchbar.
Die Akkuleistung wird mit 4 Stunden angegeben, was ich mittlerweile auch bestätigen kann. Geht sich bei nur einem Client am Wlan leicht aus.
Es wird wohl für Normal-User vollkommen ausreichend, und obendrein kann man ja zur Not noch an der USB-Buchse des Rechners Strom nachladen.
Optional gibt es hier aber als nettes ADD-ON den "Mugen Power HLI-E5XL Akku" für Huawei E5 Hotspot mit 3900mAh.
Der original mitgelieferte hat aber lediglich 1500mAh.
In der ersten Zeile habe ich geschrieben fast ein Alleskönner.
Alleskönner ist dieser 3G-Router deshalb nicht weil es mittlerweile das
Huawei E586 Wireless HSPA+ UMTS Modem MiFi ohne Simlock bis zu 21mbit/s (original Huawei ohne Branding) gibt welches Kanalbündelung beherrscht und Datenraten um 20Mbps schafft.
Meine FAZIT:
Plus:
Sehr klein und handlich, Gut ablesbares Display, selbsterklärendes und übersichtliches Benutzermenü, ausreichend Sicherheitsfeatures, akzeptabler Preis und ausreichende Akkuleistungsdauer.
Akzeptable Übertragungsraten bei gutem Netzausbau - bei mir fast immer etwa 3Mbps DOWN/UP
Minus:
Etwas schwächeres WLAN-Signal als bei vergleichbaren 3G-Routern dieses Formats, kein Ladeadapter im Lieferumfang, nur sehr kurzes USB-Lade-Kabel in 15cm Länge dabei.
Alles in Allem dennoch eine gute Wahl für Mobile Internetnutzer die unterschiedliche Geräte wie beispielsweise I-Pod, PC, MAC oder diverse Tablet-PC's (I)-PADs unterwegs verwenden wollen.
Meine klare Kaufenpfehlung, jedoch ein Stern Abzug wegen des nicht vorhandenen Ladeadapters und Inkompatibilität mit Windows VISTA.