HINWEIS: Ergänzungen und Updates für Ubuntu 11.10 und neuer siehe unten.
Der Surfstick funktioniert (mit einer BILDmobil-SIM-Karte getestet) unter Ubuntu 11.04 seit einigen Tagen problemlos - usb_modeswitch sei Dank!
--------- Verbindung aufbauen ---------
Bis vor einigen Tagen war bei mir jeglicher Versuch eine Verbindung mit diesem Stick aufzubauen gescheitert, erst jetzt läuft er plötzlich problemlos. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich ich EINMALIG eine microSD-Karte in den Stick gesteckt habe und ihn damit an meinem Ubuntu-Notebook betrieben habe.
Nach dem Einstecken poppt unter Ubuntu (Gnome/Unity) eine PIN-Abfrage des Networkmanagers auf, dort gibt man den PIN der SIM-Karte ein. Erst gibt der Networkmanager im oberen Panel an, die Verbindung werde aufgebaut, der Vorgang bricht nach einigen Sekunden jedoch mit "GSM Verbindung getrennt" ab. Nach ein paar weiteren Sekunden erscheint eine zweite PIN-Abfrage, hier tippt man den PIN nochmals ein. Anschließend klickt man im oberen Panel auf das Netzwerksymbol und klickt auf den Namen der zuvor (vgl. unten) angelegten "mobilen Breitbandverbindung". Wenige Sekunden später kann man lossurfen.
--------- microSD ---------
Der Stick akzeptiert meinen Tests zufolge microSD-Karten bis 4 GB.
--------- Verbindungseinstellungen ---------
Damit eine Verbindung aufgebaut werden kann, muss man im Networkmanager zuvor eine sogenannte "mobile Breitbandverbindung" anlegen. Dazu im oberen Panel auf das Netzwerksymbol klicken und "Verbindungen bearbeiten" wählen. Man wechselt in den Tab "mobiles Breitband" und legt mit einem Klick auf "Hinzufügen" eine neue Verbindung an. Dies muss man nur bei der ersten Verwendung des Sticks tun.
------ Einstellungen im Detail ------
Folgende Verbindungseinstellungen im Networkmanager haben bei mir zum Erfolg geführt.
--- Tab "IPv4-Einstellungen" ---
Methode = Automatisch (PPP)
Button "Routen" unten rechts: nichts eintragen, keine Haken setzen
--- Tab "Mobiles Breitband" ---
Nummer = *99#
APN = [siehe Unterlagen, die man mit der SIM-Karte erhalten hat, bei mir event.vodafone.de]
Typ = [Diese Einstellung ist jedem selbst überlassen. Aus Vernuftsgründen empfehle ich "3G bevorzugen", eine absichtlich niedrigere Geschwindigkeit (2G=GPRS/EDGE) will man ja normalerweise nicht.]
Die Felder für Benutzername, Passwort, Netzwerkkennung und PIN bleiben leer.
--- Tab "PPP-Einstellungen" ---
-Bereich "Legitimierung" -> Button "Methoden konfigurieren":
aktiviert sind: EAP, PAP, CHAP, MSCHAP, MSCHAP v2
Punkt-zu-Punkt-Verschlüsselung (MPPE) verwenden = deaktiviert
BSD-Datenkomprimierung erlauben = aktiviert
Deflate-Datenkomprimierung erlauben = aktiviert
TCP-Header-Komprimierung verwenden = aktiviert
PPP-Echopakete senden = deaktiviert
--- Über den Tabs ---
automatisch vebinden = aktiviert
--- Unter den Tabs ---
Für alle Benutzer verfügbar = [ist freiwillig, kommt darauf an, ob man es will. Zum Bearbeiten der Einstellungen werden dann Admin-Rechte benötigt]
--------- Fazit ---------
Weil es so einfach ist, diesen Surfstick unter Ubuntu/Linux zu benutzen und weil er keinen SIM- und Netlock hat, kann ich ihn getrost weiterempfehlen, auch für Windows-Nutzer (selbst getestet unter Win7 x64). Ich vergebe deshalb fünf Sterne.
--------- Ubuntu 11.10, 12.04 ---------
Für Ubuntu 11.10 und 12.04 gilt dasselbe, wie oben beschrieben. Das einmalige Einstecken einer microSD-Karte scheint nicht nötig zu sein. Wenn man ihn erstmals an einem Ubuntu-Rechner verwenden möchte, muss man ihn einstecken, die PIN eingeben und die Verbindung im Network-Manager einrichten. Anschließend trennt man ihn vom Rechner, steckt ihn wieder ein und gibt die PIN ein. Dann klappt der Verbindungsaufbau.