Wenn man zurück an „Take Them On, On Your Own" denkt, dann hat damals fast jeder gesagt "Ja, echt prima, aber letztlich klingt es fast wie das erste Album!".
Doch wie so oft, war „Take Them On, On Your Own" ein Album das einfach etwas Zeit benötigte um die wahre Größe erkennbar werden zu lassen. Denn großartig war es in jedem Fall, aber die Veränderungen waren auf den ersten Blick einfach zu subtil.
Klar, die Fans erkannten die Unterschiede und die Entwicklung sofort, und selbst ein Kritiker der der CD etwas mehr Zeit gegeben hatte, musste sich irgendwann eingestehen das die Entwicklungen einfach vorhanden und unverkennbar waren.
"Howl" mag auf den ersten Blick fast wie eine Trotzreaktion erscheinen, denn die Entwicklung und die Veränderung innerhalb des musikalischen Schaffens von BRMC wirken diesmal gleich auf den ersten Blick enorm und überwältigend!
So als ob sie allen (Fans, Feinden, Kritikern) diesmal ganz besonders schnell zeigen wollen was sich so bei ihnen getan hat.
Doch Besucher von ihren Konzerten werden mit „Shuffle Your Feet" und „Complicated Situation" erst mal zwei bekannte BRMC Live Klassiker wieder erkennen. Und Konzertbesucher werden mir zustimmen, dass es bei BRMC Shows zwar tierisch abgehen kann, aber zwischendurch gab es immer wieder Momente in denen die drei in etwas psychedelischere, man möchte fast sagen „Jam Sessions" verfielen, die aber immer den eigentlichen Reiz ihrer Musik ausmachten.
Daher passt diese Singer/Songwriter/Country/Folk Entwicklung nur zu gut zu ihrem eigentlichen Stil, der nie wirklich viel mit dem Musik-Hype der ganzen „THE - Bands" zu tun hatte.
Mit Howl bekommt man BRMC genau so wie sie eigentlich schon immer waren. Nur besser und jetzt endlich auch als Album (und nicht „nur" als Konzert oder Live-Bootleg)!
Als ganz besonders positive Highlights fallen dabei vor allem die schon erwähnten „Shuffle Your Feet" und „Complicated Situation" als auch „Promise" und „Weight Of The World" auf.
Die Single „Ain't No Easy Way" bleibt einem ebenfalls gut in Erinnerung, denn dabei handelt es sich um eine Art Übergangs-Single vom „alten" BRMC Sound zum Neuen.
Also genau das richtige um die Fans aufzuscheuchen und sie, guten Gewissens, die Platte kaufen zu lassen.
Und wer BRMC schon immer was abgewinnen konnte, wird auch diesmal nicht enttäuscht, sondern schwer begeistert sein.