Allen Ginsberg, Jack Kerouac und Willam S. Borroughs bilden ein Teil der Beatliteratur im Amerika der Nachrkriegszeit. Sie sind die Dichter der Apokalypse und betrachten Amerika in einer neuen Sicht.
Der Film ist eine Dokumentation in 3 Ebenen. Howl - Das Geheul - ist der Anstoss der US Gesellschaft und der Verleger wird 1957 in San Francisco vor Gericht gestellt. Dabei geht darum ob "Howl" trotz der Obszönität Literarischen Wert hat oder nicht. Dazu wird in Schwarz/Weiss der Vortrag des Gedichte Epos aus dem Jahr 1955 gezeigt und ein Interview während den Verhandlungen mit einem Ginsberg von 1957. Der Schauspieler James Franco verkörpert Ginsberg in einer absolut autenthischen Gestalt. Die Vorlesung auf der einen Seite in S/W gehalten gibt dem Kolosalen Wort des Gedichts einen visuellen Ausdruck, da die Reaktion der Zuschauer gut eingefangen ist. Es findet eine spürbare Interaktion hat ohne dass sie sichtbar wird. Das Interview in fast kitschigen Farben gehalten ist eine Erklärung Ginsberg zu "Howl" sowie seinem eigenen Lebensgang bis 1957. Die Verhandlungen vor Gericht zeigen wie puratinisch die Gesellschaft auf der einen Seite sich über Literatur zu erklären versucht, wie aber anderseits der Verteidiger des Verlegers auch Literaturexperten sprechen lässt, die dem Werk eine Nachhaltigkeit eines neuen Geistes in Amerika und auch einen Willen der Freiheit für die Literatur aufzeigt. Der Richter, obwohl nicht sehr in Aktion, spielt seine Rolle absolut genial.
Eine solches Gerichtsurteil wäre auf Grund der heutigen politischen Situation gar nicht mehr möglich. Hätte die Beatgeneration und Woodstock in Amerika nicht stattgefunden, wäre Amerika heute bereits ein totalitärer Teaparty Staat.
Aber das ist Spekulation und genau die Spekulation will the "Howl" nicht. Es zeigt den Nerv einer zerbröckelten Gesellschaft, die sich auffrisst in Gewaltkapitalismus und die Menschen schonungslos enthauptet.
Für alle die sich für "Gedichte und Werke" rund um die Beatbeneration interessieren ein absolut sehenswerter Film.
Zwar habe ich sehr gute Englischkenntnisse, doch war ich froh, dass Pandora-Films das Werk synchronisierte.