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How does it feel: Das Bob-Dylan-Lesebuch
 
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How does it feel: Das Bob-Dylan-Lesebuch [Gebundene Ausgabe]

Klaus Theweleit
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 2 (11. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871347183
  • ISBN-13: 978-3871347184
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 298.960 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Bob Dylan wechselt die Masken seit 50 Jahren schneller, als man dahintergucken kann. Seine Versuche, sich so jeder Deutung und Vereinnahmung zu entziehen, befeuern natürlich auf der anderen Seite den Furor jener, die den Dichter und Musiker ausdeuten und vereinnahmen wollen. Ein amüsantes Katz-und-Maus-Spiel, welches auch das Lesebuch "How does it feel" prägt. Zum 70. Geburtstag versammelt es klassische und neuere (aber keine neuen) Texte zum Phänomen Dylan, zu großen Alben, Musiziertechnik oder Lyrik; sogar Dylan-inspirierte Prosa ist vertreten (von Elke Heidenreich). Auch Nat Hentoffs berühmte Reportage von 1964 ist drin, die Dylans Legendenstrickerei auf den Leim ging, mit dekadenlangen Folgen. Manche der Autoren wollen dylanesker sein als ihr Gegenstand und verheddern sich in Assoziationshuberei, darunter der Herausgeber selbst. Klaus Theweleits vor lauter Überambition fahriger Einleitungstext ist von einem gespreizten Denglisch, dass es dich gruselt (... "solche Milestones wie auch die ganze roadmap for the soul liegt ausgebreitet da im Textkorpus" ...). Ein Geburtstagspräsent zwischen amüsant und affektiert, zwischen verständig und unverständlich. Ähnlich also wie Dylans Werk. (mw)

Pressestimmen

"Elvis hat den Körper befreit, Bob Dylan den Geist." (Bruce Springsteen)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Um meine Bewertung besser einordnen zu können, möchte ich daran erinnern, welch grossartige Bücher Klaus Theweleit geschrieben hat. Allen voran das zweibändige Werk "Männerphantasien", das bei seinem Erscheinen vor über vierzig Jahren ein Ereignis war und sich noch heute zu lesen lohnt. Aber auch "Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell", die beiden Bände "Buch der Könige" oder seine Jimi Hendrix Biographie ragen über Durchschnittliches weit hinaus. Und da auf dem Cover dieses Bob-Dylan-Lesebuches nichts von Herausgeber steht, nahm ich automatisch an, der deutsche Kulturtheoretiker habe mehr als einen Sampler bereits veröffentlichter Essays geschrieben. Aber das ist nicht der Fall. Und selbst die drei Beiträge, die Theweleit selber verantwortet, sind nichts Besonderes.

Klaus Theweleit versteht sich aber auch nicht als Herausgeber, der tragende Brücken zu den Gedanken anderer Autoren baut, mit Zwischenrufen auf Verborgenes aufmerksam macht oder seine Lesern mitteilt, warum ein ausgewählter Artikel in sein Konzept passt. Einfach daraus zu verweisen, dass einige noch nie auf Deutsch veröffentlich wurden, genügt nicht. Und wenn der Klappentexter schreibt, aus Theweleits Zusammenstellung sei ein originelles Lesebuch über einen Grossen der Popmusik geworden, dann trifft dies nicht einmal zu. Ausser er hätte eine ziemlich andere Vorstellung von Originalität als ich.

Unter den 26 Beiträgen unterschiedlichster Autoren stiess ich glücklicherweise auf eine Handvoll, die mir so gut gefielen, dass ich die Vergabe von drei Sternen vertreten kann. Was aus dem Buch hätte werden können, wird ansatzweise bei Theweleits Artikel "Bob Dylan - Bits & Pieces" ersichtlich. Denn hier kommt der Autor auf verborgene Strukturen zu sprechen, zeigt überraschende Zusammenhänge auf und erinnert an Fakten, die nicht schon in jedem Buch über Dylan stehen. Aber weshalb er nicht näher auf die interessante Frage eingeht, warum Bob Dylan im Laufe seiner Auftritte an die 600 fremde Songs gespielt hat geht er nicht ein. Dabei könnte ein Mann vom intellektuellen Kaliber Klaus Theweleits allein darüber ein dickes Buch verfassen.

Mein Fazit: Ein Lesebuch, das sich von vergleichbaren Produkten leider kaum abhebt. Dylan-Fans, die nicht nur deutschsprachige Texte lesen, werden das meiste bereits kennen. Und das Bildmaterial wird ihnen ebenfalls bekannt sein. Bleibt die Frage, was ihnen der deutsche Kulturtheoretiker Klaus Theweleit Neues über Dylan mitteilen kann. Die Antwort lautet leider: erstaunlich wenig. Das Wenige reicht für einen Dylan-Fan wie mich aus, diesem Lesebuch wenigstens drei Bewertungssterne zu geben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ärgerlich 13. Juni 2011
Das Buch besteht aus den Beiträgen mehrerer Autoren.
Es wird sich aber nicht einmal die Mühe gemacht, dem Leser kurz zu erläutern, wer
die einzelnen Autoren sind.
Einige Beiträge sind interessant, so der Bericht von Suze Rotolo, seiner
Lebensgefährtin aus den 60er Jahren oder eine kurzweilige Geschichte von
Elke Heidenreich. Überwiegend sind aber offensichtlich Musik-Journalisten am Werk und
deren gedankliche Assoziationen sind oft - wenn überhaupt nachvollziehbar -
schwer erträglich.
Ein Beispiel:
"Es wäre zu simpel, die männlichen und weiblichen Aspekte seiner Musik mit den
indianischen und den schwarzafrikanischen Elementen gleichzusetzen, trotzdem
dürfen wir die These wagen, dass Dylan als jüdischer Indianer und weißer Schwarzer
durch seinen hebräischen Gesangsstil überraschende Verbindungen zwischen der
Ekstase nächtlicher Navajo-Gesänge und der fließenden Zügellosigkeit schwarzer
Gospelmusik entstehen lässt."
Wer so etwas mag, für den ist das Buch sicherlich eine wahre Fundgrube.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Bob Dylan, die Ikone des Rockzeitalters, feiert in diesem Jahr seinen siebzigsten Geburtstag und das ist ein guter Anlass das sehr schöne Bob-Dylan Lesebuch "How does it feel" zu lesen. Wer ist dieser Bob Dylan wirklich? Er hat als Folksänger, Rockmusiker, Maler, Zeichner und Verfasser von poetischen Sogtexten ein kaleidoskopartiges Universum von Ich Rollen geschaffen.

So beginnt auch der Text in dem von Klaus Theweleit verfassten Buch, Rocksänger, Protestsänger, Leitfigur der Bürgerrechtsbewegung, Überbringer religiöser Botschaften, sein Übertritt zum Katholizismus, seine Drogenabhängigkeit. Dabei waren Schicksalsschläge und Ruhm gleichermaßen seine Wegbegleiter. "Wer bin ich und ja wie viele", diese Aussage trifft auf Bob Dylan zu und obwohl man eigentlich gar nicht recht weiß wer er ist, wo man ihn einordnen soll, ist er doch jedes Mal wieder über all die Jahrzehnte hindurch authentisch. Trotz der vielen Seiten ist es immer wieder Bob Dylan. Das liegt sicher auch an seiner Stimme, wenn die auch im Laufe der Jahre - so seine Selbsterkenntnis - nicht schöner geworden ist.

Viele von Bob Dylans Songs sind erst populär geworden nachdem sie von anderen Musikern interpretiert wurden und fraglos ist Bob Dylan für viele Musiker von prägendem Einfluss gewesen. Seiner Meinung nach verstehen Musikkritiker überhaupt nichts von ihm und seinem Werk. Er gehört nicht nur zu den einflussreichsten Musikern des 20. Jahrhunderts und für seine Songtexte hätte er, nach Meinung des Schweizer Publizisten Stefan Zweifel, als Lyriker schon längst den Nobelpreis verdient.

Dieses Lesebuch ist ein Querschnitt aus sehr vielen Büchern. Nicht alle Texte haben mich beeindruckt, einige jedoch sind ausgezeichnet und Bob Dylan überspannt mit ihnen ganze Generationen in dem er jeden Leser auf unterschiedliche Art neu anspricht. Immer wieder sind auch seine Texte voller surrealer Ideen und erstaunlich ist, obwohl er immer wieder Reime verwendet die man kennt, dreht er die Worte so genial das daraus immer wieder ein eigenes Kunstwerk entsteht. Wenn er in seinen Dokumentationen immer wieder einmal seine Bilder zerstört, dann ist das natürlich ein sehr bitterer Kunstgenuss.

Bob Dylan hat einen Sog auf die unterschiedlichsten Generationen. Er ist ein wahrer Ausnahmekönner der das Leben vieler Menschen klettenartig begleitet hat und dabei ungeahnte Sehnsüchte nach diesem Leben weckte. Für viele erscheint er wie der große unbefleckte Bezugspunkt für ihr Leben. Für die unterschiedlichsten Generationen hat er eine monumentale Bedeutung.

Ich kann die Lektüre dieses unvergleichlichen Lesebuchs nicht nur für Bob Dylan Fans empfehlen.
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