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How to be good [Taschenbuch]

Nick Hornby
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (93 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

David ist nicht mehr zornig! So hatte Katie sich die Wende in ihrer Ehe nicht vorgestellt, als sie kurz nach einem Seitensprung ihrem Mann per Handy die Scheidungsabsicht mitteilte. Katie, die Ärztin, intelligent und beseelt von ihrer Mission, Gutes zu tun, hat für Obdachlose ein Herz, ist für den Weltfrieden und rundum mit sich zufrieden. Schwarzer Fleck in ihrem makellosen Gutmenschen-Kosmos war einzig die Ehe mit David, diesem übel gelaunten, zynisch-witzigen Möchtegernschriftsteller, der in einer Kolumne ihrer Lokalzeitung als "der zornigste Mann in Holloway" auftrat und Rundumschläge gegen seine Lieblingsfeinde austeilte: Softe Ökos, verwirrte Alte, die im Bus nie Wechselgeld parat hatten, alternative Heilmethoden und dergleichen mehr. Mit einem solch negativ Vibrierenden mochte Katie Tisch und Bett nicht mehr teilen -- und dann dies. Ausgerechnet ein schäbiger Geistheiler namens DJ GoodNews hatte Davids ewiges Rückenleiden kuriert und -- so schien es Katie -- eine gründliche Gehirnwäsche gratis mitgeliefert!

Offensichtlich hat Nick Hornby in seinem bisher reifsten Werk Ereignisse aus seiner eigenen gescheiterten Ehe verarbeitet -- erstaunlicherweise aus der Sicht seiner Frau. Müßig zu spekulieren, ob dies nachträglicher Liebesbeweis oder lediglich durchtriebene Abrechnung ist, jedenfalls feiert Hornby sein Alter Ego David als Entdecker des wahren Guten, während er Katies Philanthropie als selbstgerechte Makulatur entlarvt.

Selbst beim eigenen Rosenkrieg pflegt Hornby seine sattsam bekannte Mixtur aus pfeilsicherem Sarkasmus und britischstem Trockenhumor. Wie der zum Sänftling geläuterte David, früher ein Fan von schnellem Hauruck-Sex, im Bett plötzlich zum romantischen Endlosstreichler mutiert, ruft beim Leser ein Kichern, bei Katie lediglich Stirnrunzeln hervor. Spätestens nach einstündiger, höhepunktloser Dauerbefühlung wünscht sie sich gähnend die Hauruck-Version ihres Gatten zurück und spätestens hier zeigen sich Hornbys Qualitäten als Eheratgeber: Misstraue jedem Lebenspartner mit Hang zu Esoterik und Erleuchtung.

Immer wieder umkreist Hornby die titelgebende Frage: Wer oder was ist gut und ist reine Güte nicht letztendlich der Tod jeder menschlichen Beziehung? In Hornbys witzig-traurigem Ehedramolett mit seinen funkelnd klugen Wortfechten, eindeutig: ja. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

Pressestimmen

"Hornby schreibt witzig und frisch. Männliche und weibliche Schwächen spießt er genüßlich und mit Genauigkeit auf". (Guardian)

Kurzbeschreibung

Die Ärztin Katie hat alles, was sie sich wünschen kann: einen tollen Job, gesunde Kinder und einen erfolgreichen Mann. Super - auf den ersten Blick. Beim zweiten sieht's schon etwas anders aus. Und beim dritten stellt sie sich unweigerlich die Frage: Warum gibt es eigentlich für alles Gebrauchsanweisungen, nur nicht für das Leben?

Der Verlag über das Buch

Good News: Der neue Hornby -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

Über den Autor

Nick Hornby, geboren 1957, studierte in Cambridge und arbeitete zunächst als Lehrer. Heute feiert er mit seinen Romanen sensationelle Erfolge und ist einer der ganz wenigen Kultautoren, die diesen Titel wirklich seit Jahren verdienen. Er lebt in London und gibt zu: „Meine große Angst ist, zu langweilen.“ Aber diese Gefahr besteht bei keinem seiner internationalen Bestseller. Um es mit den Worten der Zeitschrift GQ zu sagen: „Mit jedem seiner Bücher macht Hornby alles noch schlauer.“

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Dass wir uns richtig verstehen: Ich bin kein schlechter Mensch. Ich bin Ärztin. Ich wollte Ärztin werden, weil ich glaubte, ich könnte so Gutes tun - gut, nicht etwa aufregend, gut bezahlt oder glanzvoll. Ich fand, es klang gut:" Ich werde Ärztin","Ich studiere Medizin", "Ich bin Allgemeinmedizinerin mit einer kleinen Praxis im Londoner Norden". Ich fand, es vermittelte genau den richtigen Eindruck - professionell, irgendwie intellektuell, nicht zu protzig, respektabel, reif, anteilnehmend. Ihr glaubt, Ärzten ist es egal, wie die Dinge wirken, nur weil sie Ärzte sind? Natürlich nicht. Na, wie auch immer. Ich bin ein guter Mensch, Ärztin, und ich liege in einem Hotelbett neben Stephen, einem Mann, den ich nicht besonders gut kenne, und habe gerade meinen Mann um die Scheidung gebeten. Stephen ist ebenfalls wach - wen wundert's. "Alles klar?" fragt er mich.

Auszug aus How To Be Good von Nick Hornby. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

»Dass wir uns richtig verstehen: Ich bin kein schlechter Mensch. Ich bin Ärztin. Ich wollte Ärztin werden, weil ich glaubte, ich könnte so Gutes tun – gut, nicht etwa aufregend, gut bezahlt oder glanzvoll. Ich fand, es klang gut: ›Ich werde Ärztin‹, ›Ich studiere Medizin‹, ›Ich bin Allgemeinmedizinerin mit einer kleinen Praxis im Londoner Norden‹. Ich fand, es vermittelte genau den richtigen Eindruck – professionell, irgendwie intellektuell, nicht zu protzig, respektabel, reif, anteilnehmend. Ihr glaubt, Ärzten ist es egal, wie die Dinge wirken, nur weil sie Ärzte sind? Natürlich nicht. Na, wie auch immer. Ich bin ein guter Mensch, Ärztin, und ich liege in einem Hotelbett neben Stephen, einem Mann, den ich nicht besonders gut kenne, und habe gerade meinen Mann um die Scheidung gebeten. Stephen ist ebenfalls wach – wen wundert's. ›Alles klar?‹ fragt er mich.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .
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