Für Freunde orchestraler Filmscores ist das Jahr 2010 bislang wirklich ein Fest. Nach Becks "Percy Jackson" und Elfmans "Alice im Wunderland" legt nun John Powell ("Bourne", "Ice Age 2+3") mit "How to Train Your Dragon" ordentlich nach und überrascht mit einem für so einen Film wirklich überraschend epischen High Concept-Score.
Aber was heißt hier "so ein Film"? Nicht umsonst hat Michael Giacchino für seinen Score zum CGI-Film "Up" gerade erst den Oscar abgeräumt. Powell dürfte mit "Drachenzähmen" ein heißer Kandidat für 2011 sein!
Das Ganze ist ganz großes bombastisches Klangkino der Extraklasse, das nie langweilig wird und vor melodischem Einfallsreichtum nur so strotzt. Irisch-keltische Folk-Einflüsse verbinden sich mit mitreissend-heroischen Actionthemen zu einem vielseitigen Meisterwerk, dass alle Register zieht, um den Zuschauer in den Film hineinzuziehen und dabei voll und ganz erfolgreich ist.
Der sehr variable Powell, der gleichzeitig mit "Green Zone" eine völlig andere Art von Filmmusik abgeliefert hat, beweist einmal mehr, dass er ein ganz Großer seiner Komponistengeneration ist und neben Giacchino, Harry Gregson-Williams und Brian Tyler in den kommenden Jahrzehnten im Kino den Ton abgeben wird wie einst Jerry Goldsmith, John Williams oder James Horner.