Die Box enthält die beiden einzigen Staffeln der Comedyserie (je sechs Folgen mit je ca. 30 Minuten). Die Sprache ist Englisch (oft wegen Dialekt und Nuschelei schwierig zu verstehen) mit englischen UT.
Der Plot ist, dass der linksintellektuelle, setest witzig-sarkastische und leicht misantrophische Ian (der vorher in London Gigs von Stand-up-Comedians organisert hat, gespielt von Dylan Moran aus "Black Books") seiner frisch vermählten Frau Lisa (gespielt von Charlotte Coleman, der Schwester von Hugh Grant in "4 Hochzeiten") zuliebe mit dieser aufs Land in deren Heimatdorf zieht. Ian passt da gar nicht hin, Liza ist zwar auch nicht das totale Landei (deswegen ja auch mit Ian verheiratet), aber weiß die dörfliche Gemeinschaft zu schätzen und hat einen starken emotionalen Bezug dazu. Das Dorf besteht aus einer Reihe 'normaler' und einer Reihe eher skurriler, etwas 'deftigeren' Typen (wie z.B. die sehr trinkfeste Fußballmanschaft/freiwillige Feuerwehr oder der gestrenge Grundschullehrer, der aussieht wie aus einem Dickens-Roman entsprungen). Lizas Schwiegervater hasst Ian und versucht ihn loszuwerden. Ian übernimmt eine örtliche Fotografenwerkstatt, obwohl er gar nicht fotografieren kann. Die Episoden erzählen kleine Geschichten, die sich aus diesem Grundplot ergeben (z.B. wie Ian durch Eingangsrituale der Fußballmanschaft muss; wie sein Schwiegervater ihn loszuwerden versucht oder wie er in fast schon Loriot-Manier ohne wenig Kompetenz versucht die jährlichen Klassenfotos der Grundschule zu machen).
Der Humor ist ein recht intellektueller, unterkühlter, sehr zynischer, nicht auf Pointen ausgelegt, sondern eher leicht literarisch. Wer "Black Books" kennt, der weiß ungefähr, was ihn hier erwartet. In dieser früheren Serie klappt es aber noch nicht ganz so gut. Zum einen zünden die Scherze und die Komik der ganzen Situation noch nicht so gut, die bewußt eher unterkühlte und langsame Komik (die in "Black Books" genau das richtige Timing hat, um trotzdem saukomisch zu sein), ist hier doch einen Tick zu abegefahren, zu gewollt unterkühlt und v.a. zu langsam, speziell im Zusammenspiel der Akteure. Hinzu kommt, dass das Setting und diese Art von Humor nicht so richtig harmonieren: Der Clash zwischen ach so dumpen Dorftoren und geistreichen Stadtmisantrophen ist ja ganz nett, aber er zündet nicht über 12 Folgen hinweg. Der Buchladen aus "Black Books" mit seiner intellektuellen Grundstimmung trägt das besser.
Im ganzen also eine Comedy, die man wohl gerne sieht, wenn man Dylan Moran mag und wenn man mit dieser besonderen Art von Humor zurecht kommt. Eine Empfehlung aus vollem Herzen kann ich aber nicht aussprechen.