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How to Destroy Angels
 
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Produktinformation

  • Audio CD (6. Juli 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: The Null Corporation
  • ASIN: B003N7GATM
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.906 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marcus G.
Format:Audio CD
"How to Destroy Angels", das neue Projekt von Nine Inch Nails-Mastermind Trent Reznor, Ex-"West Indian Girl"-Sängerin Mariqueen Maandig und NIN-Kollaborateur Atticus Ross: Düsterer Downbeat, unheilvolle Lyrics und noise-lastige Klangtüfteleien wecken Assoziationen, die irgendwo zwischen dem super-experimentellen Ghosts I-IV und Year Zero liegen. NIN mit weiblicher Stimme also? Darauf ein entschiedenes 'Jein'! Selbstverständlich drückt Reznor der EP seinen markanten Stempel auf, doch die Tracks bewahren sich noch genügend klangliche Eigenständigkeit, um nicht als uninspirierte Selbstkopie gelten zu müssen. Dafür erhält man hervorragend produzierten, elektronischen Industrial-Rock, bei dem nichts dem Zufall überlassen wird: Da sitzt jedes Riff und jedes Drum-Pattern, da wird aus jedem Sample die größtmögliche Wirkung herausgekitzelt. Maandigs gedämpfter, unaufdringlicher Gesang fügt sich, trotz des etwas dünnen Stimmchens, sehr gut ins Gesamtbild ein. Zugegeben: Nach den ersten zwei bis drei Durchläufen zog ich ein eher enttäuschtes Fazit, denn die ganz großen Hits, die ganz großen Melodien sucht man hier leider vergebens. Doch dem geduldigen Zuhörer offenbaren die meisten Nummern nach und nach ihre versteckten Qualitäten.

Der Eröffnungstrack "The Space in Between", der sich noch am ehesten ins Ohr schmeichelt und an den NIN-Output der letzten paar Jahre erinnert, offenbart insbesondere mit dem dazugehörigen Musikvideo (auf der Band-Website verfügbar) wahre Gänsehautqualitäten. Während zum treibenden Noise-Rock von "Parasite" ausnahmsweise auch Reznors Stimme ertönt, darf sich Sängerin Maandig auf "Fur-Lined", das ohne Weiteres als alternativ angehauchte Popnummer durchgeht, wiederum alleine austoben. 'Form über Inhalt', so könnte man meinen, lautet die Devise bei "BBB" (Big Black Boots), einem Track der mir persönlich zu experimentell, zu unbestimmt wirkt, um wirklich begeistern zu können. Die leicht schizophrenen Klänge von "The Believers" trösten darüber jedoch schnell hinweg -- ein zunächst unscheinbarer Song, der mit jedem weiteren Durchgang wächst. Zuletzt sorgt "A Drowning", eine gediegene Ballade, für einen vergleichweise stillen und überaus gelungenen Abschluss.

Ich habe lange übelegt, ob ich der EP 4 Sterne geben möchte, doch obwohl mich die Platte nach anfänglicher Skepsis mit jedem weiteren Durchlauf mehr und mehr überzeugt, der "Wow"-Effekt bleibt leider aus. Die Songs bleiben zum Teil etwas zu skizzenhaft; es fehlen, wie zuvor schon erwähnt, die großen Melodien. Darum bleibt es bei einer 3-Sterne-Wertung. Dennoch sei dieses Debut jedem Freund von elektronischer Rockmusik empfohlen, denn nie war es bequemer und schöner eine neue Band auszuprobieren: Die 320kbps MP3-Version der vollständigen EP kann man kostenlos(!!) direkt von der Website der Band beziehen. Für die verlustfreien Audioformate werden ausgesprochen preiswerte 2 US-Dollar fällig.
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Von Peggy
Format:Audio CD
Der experimentierfreudige Dreier, bestehend aus Trent Reznor, Atticus Ross und Mariqueen Maanding, legt ein Debüt vor, an dem sich die Geister nur scheiden konnten.
Mimimimi..."Das klingt gar nicht wie NIN."
Kann es ja auch nicht, ist ja nicht NIN...

Eröffnet wird How To Destroy Angels mit The Space in Between, ein beunruhigender Opener, der das Album aber schön einleitet und die Richtung anzeigt, wohin die Reise so in etwa gehen wird (das Video zu dem Song verstört wirklich wie Hölle, passt aber perfekt). Das folgende Parasite ist sehr noisy, irgendwie sexy, in feinem industrial-style gehalten, treibend, wummernd, zum immer wieder hören einladend ... es gefällt mir ausnehmend gut, in meinen Ohren das stärkste Stück auf der Platte, auch weil es überhaupt keine Schnörkel braucht, um zu überzeugen.

Wobei Fur-Lined auch nicht schlecht klingt, sehr downbeatlastig, mit schönem earcatchy Sound, aber etwas unauffälliger daherkommt als das famose Parasite. BBB (Big Black Boots) ist das, ich sag mal vorsichtig, schwurbeligste Stück auf dem Album, Mariqueen Maandigs Stimme zeitweise verzerrt, als würde sie aus einer rostigen Blechdose heraus singen...als Stilmittel würde das bei anderen sicher funktionieren, bei ihr tut es das leider nicht, weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. The Believers geht wieder in die Richtung Fun-Lined, es gefällt mir, kann aber ebenfalls nicht an Parasite heranreichen. A Drowning ist dann die schöne, irgendwie schleppend wirkende Schlussballade mit Ohrwurmcharakter.

Man wünschte sich hier und da ein bisschen mehr Druck und Selbstvertrauen. Vieles zieht sich ein wenig, wirkt noch seltsam unausgegoren und leicht angestrengt, ganz so als würden sich die Songs selbst noch nicht so recht über den Weg trauen. Die Band startet mit leicht angezogener Handbremse. Der große Wurf ist es demnach nicht, aber als Debüt eines sich noch irgendwie finden müssenden Ensembles alle mal gelungen und ausbaufähig. Wenn die Drei ihre Songs denn mal richtig galoppieren lassen...
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Schön. 24. November 2011
Format:Audio CD
Es drängt sich natürlich auf, dass die Sängerin mit Trent Reznor von NIN verheiratet ist und ich bin gebranntmarkt von Bands die ein dünnes Stimmchen in den Vordergrund stellt, nur weil die Dame mit dem Produzenten/Musiker das Bett teilt.

Aber weit gefehlt.

Von der Stimme her sicherlich ausbaufähig aber absolut passend zu den Songs. Anspieltipp und mein Lieblingslied: The Space in between. Dazu gibt es auch ein verstörend gutes Video.
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