...so geht es dem jungen, äußerst sensiblen und schwierigen Art(Robert Pattinson) schon sein ganzes Leben lang. Das verbindet ihn mit Oliver Irvings -How to be-, denn der Film hat ebenfalls alle guten Ansätze, bleibt aber irgendwo nach dem Start und vor dem Ende im Nichts hängen. Das die Werbung für den Film voll und ganz über den Namen Robert Pattinson läuft, ist daher nur verständlich. Pattinson spielt den Charakter Art hervorragend, aber diese festgefahrene Story kann er allein auch nicht retten.
Art wird von seiner Freundin Jessica(Alisa Arnah) vor die Tür gesetzt. Sie hat die Nase voll von dem depressiven, schrägen, völlig ohne Selbstbewußtsein agierenden jungen Mann. So muss Art zurück in sein Elternhaus. Dort warten ein in sich zurückgezogener Vater(Michael Irving) und eine Mutter(Rebecca Pidgeon), Modell Powerfrau, auf ihn. Verständnis hat Art da nicht zu erwarten. Als er dann noch seinen Job schmeißt und bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit rausfliegt, ist Art völlig down. Eigentlich möchte Art nur Musik machen, aber er findet kein Publikum, das ihn hören möchte.
Die Treffen mit seinen Freunden Ronny(Johnny White) und Nikki(Mike Pearce) ziehen ihn da nur noch mehr nach unten.
Eines Tages fällt Art das Buch "Es ist nicht dein Fehler" von Dr.Ellington(Powell Jones) in die Hände. Art ist begeistert. Kurzerhand engagiert er Dr. Ellington als persönlichen Coach. Ob sich Arts Leben jetzt zum Positiven wendet?
-How to be- hat alle Ansätze zu einer schrägen, abgefahrenen Indi-Tragikkomödie. Irving beginnt seinen Streifen auch in dieser Art und Weise, beschenkt uns mit wunderbarer Situationskomik in der U-Bahn oder im Supermarkt, mit Szenen, die Pattinson völlig allein trägt. Dann bringt er Arts nicht minder seltsame Freunde und den skurrilen Dr. Ellington ins Spiel. Eigentlich müsste die Story dadurch bereichert werden, wird sie aber nicht. Der Film hängt ab Minute 30 fest und kommt nicht mehr recht voran. Irving wiederholt sich in Arts ständigen Versuchen Anerkennung zu finden, ohne dabei ein erkennbares Konzept vorzulegen. Das ist für den Film ziemlich schade. Ebenfalls negativ wirkt die, in einigen Szenen etwas trashige Aufmachung des Films und eine holprige deutsche Synchronisation.
Fans von Robert Pattinson werden voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Er gibt für seinen Part alles was möglich ist. Für einen hervorragenden Film reicht das allein jedoch nicht aus. Wer sich auf die angekündigte Geschichte freut, und den Film nicht nur wegen Pattinson sehen will, gerät in Gefahr eine Enttäuschung in den Player zu legen.