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Houwelandt: Roman
 
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Houwelandt: Roman [Taschenbuch]

John von Düffel
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 2. Auflage. (1. Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423134658
  • ISBN-13: 978-3423134651
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 190.175 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John von Düffel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie immer, so hat der 39-jährige Hamburger Autor und Dramaturg John von Düffel seine aufwühlende Geschichte der Familie Houwelandt auch diesmal nah am Wasser gebaut. Gleich zu Beginn steigt Jorge, der nicht nur geliebte Patriarch, in die Fluten des Meeres, dessen Beschreibung mehr Platz einnimmt als die seiner selbst. „Was er brauchte, war das Meer“, heißt es im Roman. Und auch die Familienmitglieder werden auf nahezu ozeanische Weise eingeführt. Der Fuß von Jorges Frau Esther zum Beispiel hat „Durst“ nach der Gischt. In der nächsten Generation hat die Leidenschaft nur leicht nachgelassen: Sohn Thomas hat zumindest ein Gespür geerbt, mit dem er Regen „riechen“ kann, bevor er überhaupt gefallen ist.

Inzwischen sind die Familienmitglieder in alle salzigen Winde zerstreut und fristen ihr „Inseldasein“ unabhängig voneinander, umbraust von Gleichgültigkeit. Trotzdem plant Esther, die Houwelands zum 80. Geburtstag ihres Mannes wieder zusammenzuführen. Im Zuge der Vorbereitungen treiben verdrängte Erinnerungen wieder an die Oberfläche. Was seicht begann, weitet sich zur Schicksalswelle...

Berühmt wurde John von Düffel 1998 mit seinem Debütroman Vom Wasser. Seitdem ist er aufs Feuchte abonniert (Wasser und andere Welten, 2002). Bei Houwelandt ist das bis in die Metaphorik spürbar. Der Geschichte tut das keinen Abbruch, im Gegenteil: Denn der Roman hat kaum verwässerte Stellen, sondern ist ein überaus lesenswertes, atmosphärisch dichtes Psychogramm. -- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Der deutsche Schriftsteller John von Düffel ist ein leidenschaftlicher Schwimmer, ja geradezu süchtig nach Wasser. Das merkt man auch seinen Büchern an, allen voran diesem großartigen Roman über eine Familie, die vor lauter Misstrauen und Verachtung kurz davor ist auseinander zu brechen. Ideal für alle Wasserratten.«
Emotionen 10/2007

»Ein feinsinniger, zu empfehlender Roman ist ›Houwelandt‹ aus der Feder von John von Düffel, der die Geschichte der gleichnamigen Familie erzählt. Dominiert wird diese vom gefühlskalten, schroffen Vater Jorge, dessen subtile Erziehungsmethoden bis in die dritte Generation fortwirken. Selbst die, die sich aus den Fängen der Familie befreit glauben, werden in ihren eigenen Beziehungen immer wieder davon eingeholt. Mit großem Geschick und mit einer gelegentlich verstörenden Beiläufigkeit, schildert von Düffel, warum die Mitglieder Houwelandts so sind, wie sie sind – und schafft es letztlich doch, ein versöhnliches Ende zu finden.«
IHK Wirtschaft November 2007

»John von Düffel zeichnet in ›Houwelandt‹ das Bild einer zutiefst verstörten Familie, ohne deren Mitglieder – eine oft bemühte Formulierung, aber auch in diesem Fall angebracht – zu denunzieren. Der Leser fühlt mit und sich in die Personen ein: egal aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Jeder Charakter ist stimmig, die Handlungen auch.«
Die Rheinpfalz 14.08.2007

»Von Düffel entfaltet die komplexe Geschichte der de Houwelandts über drei Generationen leise, subtil, mit psychologischem Feingefühl.«
Tobias Haberl, Der Spiegel Special

»Vielleicht kann man nach der Lektüre dieses glänzend geschriebenen Buchs das nächste Familientreffen mit anderen Augen betrachten.«
Silja Ukena, Die Zeit

»Der Roman entwickelt eine Tiefe, die gerade aufgrund der relativen Banalität der Ereignisse ihre Wirkung entfaltet. John von Düffel gelingt es, in jedem seiner Protagonisten eine eigene Ahnung der unendlich komplexen Verschränkungen zwischen den Generationen einer Familie aufscheinen zu lassen.«
Felicitas von Lovenberg, Frankf­urter­­ Allgem­­eine­­ Zeitun­­g

»Eine eindrückliche und eigenwillige, über drei Generationen angelegte Rekonstruktion einer Suche nach Geschichte.«
Nina Toepfer, NZZ am Sonntag

»Wer wissen will, wie literarisches Schreiben in der Mediengesellschaft funktioniert, für den ist ›Houwelandt‹ Pflicht.«
Frankf­urter­­ Allgem­­eine­­ Zeitun­­g

»Der Roman entwickelt eine Tiefe, die gerade aufgrund der relativen Banalität der Ereignisse ihre Wirkung entfaltet. John von Düffel gelingt es, in jedem seiner Protagonisten eine eigene Ahnung der unendlich komplexen Verschränkungen zwischen den Generationen einer Familie aufscheinen zu lassen.«
Felicitas von Lovenberg, FAZ

»Eine eindrückliche und eigenwillige, über drei Generationen angelegte Rekonstruktion einer Suche nach Geschichte.«
Nina Toepfer, NZZ am Sonntag

»Wer wissen will, wie literarisches Schreiben in der Mediengesellschaft funktioniert, für den ist ›Houwelandt‹ Pflicht.«
Frankf­urter­­ Allgem­­eine Zeitun­­g

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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sich nähern, ohne die Schritte zu verlangsamen, 11. Oktober 2004
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Houwelandt (Gebundene Ausgabe)
Der Autor von Düffel weiß, wie man schreibt, um Leser in den Bann zu schlagen.

Da beginnt mit der ersten Zeile: "Die Insel hatte die Farbe des Sandsteins,"... eine Fabel, deren vielerlei Gestalt und Stockwerke einfach in Ruhe und mit Überlegenheit geschildert werden.

Worum geht es?
Es geht um eine Geschichte, um ein Familiendrama, um eine Familiensaga über drei Generationen, die es in sich hat und die aber doch so unglaublich wieder nicht ist, daß man sie nicht irgendwie verstünde.

Und es geht um Jorge, den pater familiae, der leidet.

Woran er leidet, ist auch wieder sehr verständlich geschildert.
Doch darüber soll hier nicht zuviel gesprochen werden.

Wie genau John von Düffel mitunter betrachtet, von allen Seiten her, nach allen Seiten hin, das ist schon erstaunlich, wenn auch zuweilen erstaunlich banale Alltäglichkeiten eingeflochten sind, die allerdings das Ganze würzen, wie: "...bei größeren Tischgesellschaften und insbesondere offiziellen Anlässen, wo der direkte Weg zur Toilette gleichsam durch Etikette versperrt war," und man mit dem "Schließmuskel zu ringen habe", was sich gleichsam als Rebellion für in Kindheitstagen erlittene Fremdbestimmung nunmehr rächte.

Ja, da kommen auch durchaus wissenschaftlich-medizinische Kenntnisse zum Tragen, wie auch die Beobachtungen beim alternden Jorge und seine schleichende schwere Krankheit sehr genau und erstaunlich mitleidend erzählt werden.

Hier, in diesem Buch wird ein Schwimmer beschrieben, ein Patriarch, ein Familienvater, dessen Art zu leben und zu herrschen wohl ein für allemal der Vergangenheit angehören könnte. Hier werden seine Frau, seine Freunde, seine Kinder und Enkel geschildert und es ist vor allem die Sprache, die langsam und sorgfältig in Szene gesetzt wird, verständnisvoll und mitfühlend, fundiert und genügend wissenschaftlich ausgeformt.
Daß dabei alles doch farbig ist und einige Überraschungen vorkommen, ist gewollt und gut, ebenso die durchgehend sympathisierende und wohlmeinende Betrachtung der einzelnen Personen. Das gibt Mut und dem Gejammere wenig Raum. Durchweg mutig ebenfalls und gegen den Strich der gängigen Meinungsmuster vieler moderner Schriftsteller, Missverständnisse der Generationen vorrangig in den Vordergrund zu rücken(!), ist die Schilderung des Verhältnisses von Sohn und Enkel, die mich sehr berührt hat.

Ein Lesevergnügen, das aber ebenfalls lehrreich sein kann und auch sein wird, so denke ich.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Familienbande in all ihrer Grausamkeit, 25. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Houwelandt: Roman (Taschenbuch)
Die aus den unterschiedlichen Positionen erzählte Familiengeschichte zeigt vor allem eins: wie wenig Menschen, die sich nahe stehen sollten, sich doch wirklich miteinander verständigen können.

Weder das langjährige Ehepaar Esther und Jorge schafft es, sich einander mitteilen zu können, noch alle anderen beteiligten Personen wie sein Sohn Thomas, der von seinem Sohn Christian und seinen Eltern nur Verachtung empfängt sowie Christian und seine Freundin Ricarda, die gefangen sind zwischen Karriere und Kinderwunsch.

Das Buch ist für mich in vielen Punkten auch Anregung, über die Verstrickungen im eigenen Leben nachzudenken. Ich habe es mit sehr grossen Interesse gelesen. Auch sprachlich hat es mir (im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten) gut gefallen, es ist flüssig und mit Humor geschrieben. Nicht nur als Vorbereitung für die nächste Familienfeier sehr zu empfehlen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber halt auch nicht gut, 9. Juni 2009
Von 
Karin Braun "Karin Braun" (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Houwelandt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch auf einen Verschenketisch gefunden und eigentlich wegen des interessanten covers mitgenommen. Weder Autor noch Titel sagten mir was. Dann begann ich vor einigen Tagen zu lesen. Nach 100 Seiten war mir keine einzige der Personen richtig nahegekommen. Allerdings war ich fasziniert von den Schilderungen des Meeres. Je weiter ich gelesen habe, je mehr fragte ich mich: Worauf will der Autor eigentlich hinaus, und will ich das überhaupt noch wissen?

Von Düffels Sprache lässt zum Teil deutliche Bilder in mir entstehen und zum anderen nerven mich die gestelzten Metaphern und das Ringen nach originellen Verben. Das ist es, glaube ich, was mich am meisten an dem Buch abstösst, dass mensch merkt wie technisch ausgefeilt von Düffel sich um Originalität bemüht.
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