Wieder einmal ein Gruselfilm, in dem sich alles um ein altes Haus dreht. Wieder einmal ein lahmer Versuch mit öden Nullgesichtern einen unspannenden Film unter die Menschen zu bringen. Oder etwa doch nicht?
"House" hat wider Erwarten nichts mit den alten Filmen aus den 80ern zu tun, in denen mitunter auch der Humor nicht zu kurz kam (Im Netz wurde oft spekuliert, ob es ein Remake wird). Nein, es ist eine Buchverfilmung, und eine recht gelungene obendrein, wie ich finde.
Ein Pärchen mit Eheproblemen nimmt eine Abkürzung durch den Wald. Dabei haben sie leider eine Panne, und finden ein einsames, großes Haus, das anscheinend als Motel fungiert. Drinnen treffen sie ein weiteres Pärchen mit dem gleichen Problem, aber auch die Bewohner des Hauses, die ziemlich unheimlich und skuril anmuten. Die Situation spitzt sich zu, und als der so genannte Tinman auftaucht, und bis zum Sonnenaufgang eine Leiche haben möchte, beginnt für die jungen Leute ein Kampf ums Überleben. Doch anscheinend sind die Angreifer nicht das einzige Problem der auserkorenen Opfer.
Regisseur Robby Henson ist bislang nicht wirklich in Erscheinung getreten, wenn es um gute Filme geht. Er hat es aber geschafft einen absolut atmosphärischen Mix aus Backwoodfilm und Grusler abzuliefern. Solide Optik, gelungene Soundkulisse und recht gute Darsteller tun ihr Übriges. In größeren Nebenrollen sehen wir obendrein noch Michael Madsen ("Kill Bill"), Bill Moseley ("House of 1000 Corpses") und Leslie Easterbrook (Titten-Calahan aus den "Police Academy" Teilen). Ein rundum gelungener Gruselspaß, dem man durchaus ein etwas besseres Ende spendieren hätte können, denn das wirkt etwas kurz und abgehackt. Da dieses Problem aber bei vielen Filmen dieses Genres auftritt, sehe ich darüber mal hinweg, und empfehle dieses Teilchen hier, für gepflegte 80 Minuten Unterhaltung, gerne weiter.