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Die für ihre Balladen bekannte Katie Melua enttäuscht keine Sekunde, was sich mit der Feinfühligkeit von ‘Red Balloons’, der verwundeten Neugier von ‘I’d Love To Kill You’, der bedingungslosen Liebe von ‘No Fear Of Heights’ und dem tragischen Verrat des Titeltracks zeigt. Und auch Katies Interpretation von ‘The One I Love Is Gone’, geschrieben vom “Vater des Bluegrass” Bill Munroe, ist schlichtweg überwältigend.


Vielleicht wird Katies spannende Kreativkurve in den schnelleren Stücken sogar noch offensichtlicher. ‘Tiny Alien’ mit seinem charmant-schrägen Folk und die eigenwillige Electro-Rock-Nummer ‘God On The Drums, Devil On The Bass’ haben ihren Platz neben der berauschenden Unbeschwertheit von ‘A Happy Place’ und dem burlesken ‘A Moment of Madness’ gefunden. Gleichzeitig ergänzen das hypnotische ‘Twisted’ und der orchestrale Pop von ‘Plague Of Love’ die epische Beharrlichkeit und Dramatik der neuen Single ‘The Flood’.
"Dieses Mal wollte ich mich nicht ausschließlich von musikalischen Werten aus der Vergangenheit inspirieren lassen, sondern auch die Zukunft einbeziehen. Zum einen, indem ich die Werte akzeptiere die in der zeitgenössischen Musik geschätzt werden und zum anderen, indem ich sie weiter nach vorne projizierte. Dabei habe ich festgestellt, dass man sich nur weit genug in beide Richtungen vorzuwagen braucht, um an exakt demselben Punkt anzukommen. Diesen Gedanken empfand ich als so befreiend, dass ich mich sehr viel weniger davor gescheut habe, meine Emotionen auszudrücken, konventionelle Song-Strukturen herauszufordern und dabei der Einfachheit zu erlauben, die Seele zu berühren, wie sie es so häufig tut“, erklärt Katie.
Mit Ausnahme von ‘The One I Love Is Gone’ wurden alle Stücke auf ‘The House’ von Katie allein oder in Kooperation mit anderen Künstlern geschrieben. Neben den fünf Songs, die aus ihrer Kollaboration mit Guy Chambers hervorgegangen sind, tat sie sich bei ‘Red Balloons’ mit ihrer langjährigen Freundin, der Sängerin/Songwriterin Polly Scattergood, zusammen, ‘Twisted’ und ‘Plague Of Love’ entstammen einer Zusammenarbeit mit Rick Nowels, und ‚God On The Drums, Devil On The Bass’ ist ein Gemeinschaftswerk von Katie und ihrem Manager Mike Batt. Neben seinem Beitrag als Executive Producer des Albums wurde Mike von William außerdem für die Orchesterarrangements des Albums rekrutiert.
'The Flood' war einer der Songs, die Katie an William Orbit schickte und die ihn zur Rückkehr aus dem Ruhestand bewegten: "Als ich ihre Demos im Oktober letzten Jahres hörte, war ich sofort von ihrer Stimme fasziniert. Obwohl ich lange nicht mehr bei einer Plattenproduktion mitgewirkt habe, musste ich einfach mit ihr arbeiten. Wie sich herausstellen sollte, war diese Kollaboration eine der lohnendsten Erfahrungen meines Lebens und von Anfang bis Ende ein reines Vergnügen", erinnert sich William. "Als ich mit Katie zu arbeiten begann, postete ich auf Twitter, dass diese Sessions eine echte Magie entwickelten. Je weiter das Album gedieh, desto mehr spürte ich diese magische Qualität, und ich bin davon überzeugt, dass Katie wirklich ein ganz besonderes Album aufgenommen hat.“
Für Katie waren der Entstehungsprozess und die Aufnahmen des Albums eine Offenbarung: "Die letzten sieben Jahre im Studio mit Mike [Batt] waren unglaublich. Ich schätze mich sehr glücklich mit jemandem geschrieben und aufgenommen zu haben, der so viel Erfahrung hat und mir seine ungeteilte Aufmerksamkeit widmete. So konnte ich unglaublich viel von ihm lernen und während der letzten drei Jahre auf Tour hatte ich Zeit zu verdauen, was er mir beigebracht hat und mit meiner Identität als Songwriterin zu experimentieren."
Katie zählt zu den erfolgreichsten britischen Künstlern des letzten Jahrzehnts, und die Veröffentlichung von ‘The House’ kündigt eine neue Phase ihrer musikalischen Karriere an. Wie William selbst sagt: “Das Vergnügen, Katie zu kennen, besteht unter anderem darin, dass man sich ständig fragt, was sie als nächstes tun wird.“
Für Herbst 2010 hat Katie eine umfangreiche Europa-Tour geplant, darunter 9 Deutschland-Shows im Oktober/November. Im Laufe des Sommers wird sie bei verschiedenen Festivals und Open-Air-Konzerten zu sehen sein.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
69 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ganz anders und trotzdem vertraut...,
Rezension bezieht sich auf: The House (Audio CD)
Ich habe das Album am heutigen Erscheinungstag auf Dauerrotation gehört, denn bei mir hat es ein paar Durchgänge gebraucht bis ich richtig reingefunden habe. Aber mittlerweile gefällt mir das Album sehr gut.
Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie hier andere Rezensenten von musikalischem Stillstand sprechen können. "The House" ist musikalisch doch so völlig anders als es "Piece by Piece" oder "Pictures" waren, ganz zu schweigen von "Call off the Search" mit seiner Jazzclub-Atmosphäre. Davon ist "The House" nun sehr weit weg gekommen. Und doch klingt das Album typisch nach Katie, schlimm wäre es, wenn nicht. Das Album beginnt mit dem ruhigen Stück "I'd Love to Kill You" welches musikalisch am ehesten an das Album "Piece by Piece" erinnert. Gleich im Anschluss folgt mit "The Flood" das, in meinen Augen, innovativste Stück des Albums. Das Arrangement und die Instrumentierung erinnern teilweise an orientalische Klänge. Der Refrain nagt sich sofort im Gehörgang fest und die Melodie trägt man den restlichen Tag mit sich herum. Das poppige Intermezzo erinnert dann sehr an Madonna und ähnliche Popgestalten. Da muss man sich als Katie-Fan erstmal dran gewöhnen, insgesamt fügt sich diese Passage aber ziemlich gut in die Songstruktur ein. Das nachfolgende "A Happy Place" baut einen ebenfalls für Katie-Fans gewöhnungsbedürftigen Rhythmus auf, der aber zum Text voll passt, insgesamt kreiert der Song eine schöne Stimmung. Gleich darauf folgt ein weiterer Höhepunkt des Albums. "A Moment Of Madness" versprüht eine herrliche 40er-Jahre-Atmosphäre und erinnert mich zuweilen an die Soundtracks älterer Disney-Filme. "Red Ballons" ist dann wieder ein eher typisches Katie-Lied. Langsam, zurückhaltend, zärtlich. Sowas darf auf einem Katie-Melua-Album einfach nicht fehlen. Daran schließt sich der für mich beste Song des Album an: "Tiny Alien". Eine wunderschöne Melodie, interessante Instrumentierung und der zuckersüße Gesang von Katie machen dieses Lied unwiderstehlich. "No Fear of Heights" und "The One I Love Is Gone" sind dann wieder typische Katie-Songs und passen stilistisch am ehesten zu "Call off the Search". Daran schließen sich die drei eher poppigen Nummern "Plague Of Love", "God On Drums, Devil On The Bass" und "Twisted" an. In "Plague Of Love" und "God On Drums, Devil On The Bass" konnte ich mich noch nicht voll und ganz rein hören weshalb ich zu diesen beiden Titeln nichts weiter schreiben kann. "Twisted" hat mMn die größten Chart-Qualitäten aller Songs des Albums, das Lied ist sehr eingängig. Mit dem Titelgeber "The House" schließt das Album dann noch mit einem wunderschönen, Katie-typisch ruhigen Titel ab. Insgesamt hat das Album damit für mich überhaupt keine Schwächen. Jedes Lied ist für sich allein genommen verführerisch und das Album hat für sich als ganzes eine intensive Atmosphäre. Katie ist erwachsen geworden und hat sich musikalisch weiterentwickelt. Und das ist auch gut so, ein Stillstand auf dem (sehr hohen) Niveau von "Pictures" oder "Piece by Piece" wäre auf Dauer langweilig geworden. "The House" bietet mir genau das, was ich wollte...jede Menge Katie Melua, verpackt in 12 neuen wunderschönen Songs. Deshalb gibt es ganz klar 5 Sterne! Danke Katie! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ganz großes Kino!,
Von musikfreund (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The House (Audio CD)
Ich hatte nach dem dritten durchwachsenen Album ja so meine Bedenken, ob Katie mich noch einmal vom Hocker hauen könnte. Mit ihrem vierten Album hat sie das mühelos geschafft. Ich finde das Album sogar noch besser als ihre ersten beiden Alben, weil es experimentierfreudiger ist und dadurch abwechslungsreicher daherkommt. Mit Guy Chambers und William Orbit hat sich Katie die richtige Unterstützung geholt und wandelt zielsicher zwischen Pop-Rock ("Plague of love", "God on the drums, devil on the bass", "Twisted"), wunderschönen ruhigen Singer-Songwriter-Stücken (I'd love to kill you", "Red ballons", "No fear of heights"), epischem Pop ("The flood", "Tiny alien") und burlesquen Stücken ("A moment of madness"). Viele Songs tragen Katies Stempel, bekommen aber durch die Produktion von William Orbit einen modernen Anstrich. Da schleichen sich sphärische Klänge ein ("The flood", "The house") und auch das Orchester untermalt viele der Stücke. Mit dem Coversong "The one I love is gone" kehrt Katie zudem noch einmal zu dem schlichten "Gesang zur Akustikgitarre" von ihrem Debut zurück. Der größte Pluspunkt des Albums ist allerdings Katies Gesang. Die Art, wie sie mit ihrer Stimme spielt und damit Spannung erzeugt, sucht schlichtweg seinesgleichen!
Fazit: "The house" ist ein wunderschönes Album geworden, bei dem Katies Stimme, das Songwriting und die Produktion perfekt miteinander verschmelzen und, das genau die Prise an Neuem besitzt, um Katie nicht auf der Stelle treten zu lassen. Hut ab! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich - ich mag es!,
Von
Rezension bezieht sich auf: The House (Audio CD)
Ich kenne Katie schon länger(noch vor dem ersten Release) und fand ihren Musikstil schon immer sehr ansprechend. Als ich hörte wen sie als Produzenten beauftragt hatte, William Orbit, befürchtete ich schon das Schlimmste. Elektronikpop a la Madonna?
Genau genommen ist dieser Einfluss auch prompt so gekommen. Und dementsprechend habe ich den Dancefloor-Part in "The Flood" nicht gleich für gut befunden. Nun höre ich das komplette Album, finde dort tatsächlich die Orbit'schen Elektronikeffekte, aber merkwürdigerweise mag ich das Album trotzdem. Damit wir es richtig verstehen: Ich höre Elektronikpop und Madonna gerne. Nur in Verbindung mit Katie Melua ist es ein Aspekt, den man verdauen muss, da man bisher auf die Balladen, Jazz und Bluestitel vertrauen konnte. Glücklicherweise brauche ich nicht auf meinen geliebten Mike Batt-Sound verzichten. In "No Fear Of Heights" kann man seinen typischen Streichersound hören. Allerdings zeigt er in dem einzigen Song "God on Drums, The Devil On The Bass", den er mit Katie zusammen geschrieben hat, dass er auch funkigen Elektropop komponieren kann. Die anderen Songs zeichnen sich durch Katies dominierende Stimme aus und haben teilweise äusserst autobiografische Züge. Sogar ihre Eltern werden in "Plague Of Love" gewürdigt. Die Arrangements und Songs, die von Guy Chambers, Rick Nowels und Lauren Christy geschrieben wurden sind teilweise äusserst eingängig. Mit "Tiny Alien" hätte Katie sicherlich sogar Chancen wenn sie zum SongContest gefahren wäre. Ich freue mich über äusserst gelungene Balladen wie "Red Balloons" und verzeihe die elektronischen Sphärenklänge, weil ich natürlich auch Katie wünsche, dass sie sich musikalisch weiterentwickelt. Dass Mike Batt nur noch als ausführender Produzent tätig sein würde stand schon vor dem ersten Album fest und da konnte man nur gespannt sein, wohin die Reise ab Album#4 gehen würde. Immerhin für elf der zwölf Titel hat Katie selbst die Texte geschrieben. Für mich ist da die einzige Coverversion "The One I Love Is Gone" schon ein regelrechter Fremdkörper. Wie gesagt, ich hatte Befürchtungen, dass sich Katie zu "Madonnas kleiner Schwester" entwickeln würde. Aber ich freue mich, sagen zu können: "Ich mag das Album!" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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