„House of God" - so heißt ein prestigeträchtiges Krankenhaus, daß auch einer ebenso prestigeträchtigen Uni als Lehrkrankenhaus dient. Einer der Studenten, der hier seine Zeit als Praktikant beginnt ist Roy Bash. Er merkt recht schnell, daß der Alltag in der Klinik nicht so viel mit Vorstellungen von „Heilen und Helfen" zu tun hat, wie das vielleicht zu erwarten wäre. Vielmehr geht es um die ewig gleichen, oft unnötigen Handgriffe, um Versicherungen und um medizinische Massenabfertigung. Und um die Angst zu versagen. Denn obwohl sich Roy mit seinen jungen Kollegen und einigen Schwestern (dieses Klischee ist wohl der einzige Vorwurf, der dem Buch zu machen ist) eine unterhaltsame Zeit machen, verliert sich nie das Gefühl, es mit kranken Menschen zu tun zu haben, die bei Fehlern auch sterben können. Dazu kommt noch der Streß, quasi ständig im Dienst sein zu müssen und als Praktikant sich allen anderen unterwerfen zu müssen. Und diese anderen sind im Buch auch mehr als plastisch beschrieben. Vom Zyniker, der nach Jahren der Medizin ganz eigene Ansichten zum Thema entwickelt hat, bis zum Pedanten sind alle da. Und Shem verknüpft sie alle zu einer Geschichte, die witzig, spannend und fast absurd ist, ohne jemals unglaubwürdig zu werden. Auch wer „Emergency Room" nicht mag, sollte mal einen Blick hineinwerfen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)