Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pflichtlektüre, 27. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: House of God (Taschenbuch)
Interessanterweise fällt beim Durchlesen der Rezensionen auf, dass alle diejenigen, die das Buch als unrealistisch oder als reine Satire bezeichnen, im nächsten Satz erwähnen, dass sie keine Mediziner sind. Das Buch ist nicht übertrieben, es ist die tägliche, immer wiederkehrende Wahrheit. Aber das ist nicht erschreckend, das ist tröstlich: man steht doch nicht alleine da, so, wie man ist und so wie man sich fühlt, und man sieht, es gibt für (fast) alle Probleme wenn schon keine endgültige Lösung, so doch ein Ventil. Man sollte das Buch lesen, als Mediziner und als Nichtmediziner, aber man darf sich durch das Buch nicht abschrecken lassen!! Das Buch ist auch eine Anweisung, wie man ein unmenschliches System als Mensch übersteht, und wie man versuchen kann, es etwas menschlicher zu gestalten. Auch und gerade jeder Medizinstudent sollte spätestens im PJ dieses Buch lesen! Denn Arztsein entspricht heute nicht mehr dem "Landarzt", der über Land von Patient zu Patient zieht und heilt! Aber es besteht auch nicht nur aus dem, was man in den Nachrichten über 36 Stunden Dienst hört, sondern aus viel mehr! Lest das Buch, und dann: geht hin, werdet Ärzte! Es gibt keinen besseren Beruf!! Denn auch das ist eine Aussage des "House of God": man kann Arzt sein, helfen und dabei Mensch bleiben! PS.: und nicht vergessen: Bei Herzstillstand zuerst den eigenen Puls fühlen!!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Besser geht's nicht!, 15. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: House of God (Taschenbuch)
Ich kann bis heute nicht verstehen, warum ich dieses Buch überhaupt gekauft habe. Noch nie haben mich Arzt-Romane oder -TVSerien interessiert. Aber ich kann versprechen: dieses Buch fesselt jeden, auch Leser wie mich, die dem Thema bis dato nichts abgewinnen konnten. Die Hauptperson Roy Basch und seine (späteren) Freunde bilden ein interessantes und spannendes Gemenge verschiedener Persönlichkeiten. Ihre unterschiedlichen Einstellungen, die im Verlauf des Buches auch drastischen Wandlungen unterworfen sind, fesseln von der ersten bis zur letzten Seite. Die Eindrücke aus dem Alltag junger Assistenz Ärzte sind erschreckend, bedrückend, beeindruckend. Der wachsende Zynismus der Protagonisten ist wohl das Einzige Mittel gegen aufkeimenden Wahnsinn, der schnelle und vom Rausch des Augenblicks beseelte Sex die letzte Fluchtmöglichkeit vor dem Jetzt. Das Beziehungen unter diesen Vorraussetzungen nicht mit dem modernen Idealbild mithalten können, erscheint verständlich. Man sollte bei all dem aber nicht vergessen, daß der Roman nicht in den 80ern oder 90ern angesiedelt ist, sondern einige Jahre zuvor "spielt". Mittlerweile mögen sich die Misstände zumindest teilweise geändert (zum Teil angeblich auch aufgrund dieses Romans, der in den USA wohl einschlug wie eine Bombe) haben. Aber House of God bleibt eine unglaublich beeindruckendes Werk. Gebe es die Möglichkeit, eine Rezension besonders hervorzuheben, dieses Werk wäre mein Kandidat!
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Arzt im Praktikum, 12. September 1999
Von Ein Kunde
„House of God" - so heißt ein prestigeträchtiges Krankenhaus, daß auch einer ebenso prestigeträchtigen Uni als Lehrkrankenhaus dient. Einer der Studenten, der hier seine Zeit als Praktikant beginnt ist Roy Bash. Er merkt recht schnell, daß der Alltag in der Klinik nicht so viel mit Vorstellungen von „Heilen und Helfen" zu tun hat, wie das vielleicht zu erwarten wäre. Vielmehr geht es um die ewig gleichen, oft unnötigen Handgriffe, um Versicherungen und um medizinische Massenabfertigung. Und um die Angst zu versagen. Denn obwohl sich Roy mit seinen jungen Kollegen und einigen Schwestern (dieses Klischee ist wohl der einzige Vorwurf, der dem Buch zu machen ist) eine unterhaltsame Zeit machen, verliert sich nie das Gefühl, es mit kranken Menschen zu tun zu haben, die bei Fehlern auch sterben können. Dazu kommt noch der Streß, quasi ständig im Dienst sein zu müssen und als Praktikant sich allen anderen unterwerfen zu müssen. Und diese anderen sind im Buch auch mehr als plastisch beschrieben. Vom Zyniker, der nach Jahren der Medizin ganz eigene Ansichten zum Thema entwickelt hat, bis zum Pedanten sind alle da. Und Shem verknüpft sie alle zu einer Geschichte, die witzig, spannend und fast absurd ist, ohne jemals unglaubwürdig zu werden. Auch wer „Emergency Room" nicht mag, sollte mal einen Blick hineinwerfen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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