Sicher: Auch der dritte Hotzenplotz ist besser als vieles andere und selbstverständlich muss man den auch gelesen haben, wenn man die ersten beiden Bände verschlungen hat. Wenn man den Band aber mit dem ersten vergleicht, so fällt er leider schon weit ab. Die Handlung ist irgendwie schon noch lustig, aber im Vergleich zum ersten Band ist das Ganze schon arg flach.
Der erste Band lebte ja nicht nur von den großartigen Dialogduetten zwischen Kaspar und dem Seppel oder der Konfrontation zwischen dem Räuber und der ängstlichen Großmutter. Nein, es waren ja vor allem auch die beiden Schurken, die zwar auch ganz fürchterlich böse waren, streckenweise aber eben auch sehr menschlich und irgendwie auch ganz nett. Diese Ambivalenz der Figuren ist im zweiten Band schon nicht mehr so schön wie im ersten und im dritten fehlt sie ganz. Die Hellseherin ist eben doch vor allem schlampig und der Hotzenplotz, der ist am Ende auch nicht mehr das, was er mal war. Wir gönnen es ihm und freuen uns für die Oma, die nun endlich wieder ruhig schlafen kann. Aber interessanter war es schon noch, in der Welt des ersten Bandes.