Gepflegte Langweile ist das Hauptcharakteristikum dieses Buches. Dass der Protagonist ein Vampir ist, ist eigentlich überflüssig, denn er ist in erster Linie einfach ein Held, der für das Gute und gegen das Böse kämpft. Gegen Ende wird versucht, durch angedeutete Gewalttaten (noch das Beste, da es die Fantasie des Lesers erweckt und vielleicht ein Schaudern hervorruft), durch explizite Gewaltbeschreibungen oder plump-peinliche Sado-Erotik („Er legte die Hand zwischen ihre Beine und spielte nachlässig mit dem zarten Fleisch", S. 277) für Spannung und Nervenkitzel zu sorgen. Wem's gefällt ... Der „Satanische Zirkel" wirkt albern, nicht wegen dem, was geschieht, sondern aus dem Grund wie es erzählt und beschrieben wird.
Ich lese sehr vieles, von Trivial- bis zu Weltliteratur und natürlich ist mir klar, dass das Vampirmotiv mit Sex und Gewalt zu tun hat, aber dieses Buch war eine einzige Enttäuschung. Für mich ist es völlig unverständlich, dass es zu einer der erfolgreichsten Vampirromanserien des englischsprachigen Marktes führte.
Zwei Punkte, das es handwerklich OK ist und sich ab und an ein schöner oder stimmungsvoller Satz darin findet.