Kurzbeschreibung
Gabriel Dan kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Im Hotel Savoy macht er Station. Es wird für ihn zu einer Welt im Kleinen: glanzvoll von außen, armselig innen. Er begegnet Künstlern, Schiebern, Kommunisten, einem Millionär und einer Tänzerin. Immer mehr gleicht das Hotel einer Wartehalle für bunte Existenzen in einer aus den Fugen geratenen Zeit. Das moderne, Luxus und zugleich Elend beherbergende Hotel Savoy mit seinen sieben Stockwerken dient Roth im Roman als mikrokosmisches Gleichnis für die Unabänderlichkeit und Undurchschaubarkeit der Welt. Alles, womit sich die Hauptfigur Gabriel Dan auch auseinandersetzt, erweist sich am Ende als Illusion, und jeder, mit dem er in Berührung kommt und auf den er seine Hoffnungen setzt, wird ihm zur Enttäuschung. "Es ging ihnen schlecht, den Menschen", läßt Roth seine Figur resümieren. "Das Schicksal bereiteten sie sich selbst und glaubten, es käme von Gott."
Hartwig Ebersbach spürte mit derben Schnitten dem Metaphysischen des Romans nach. Ihm gelangen Bilder, die dem scheinbar Unentrinnbaren, Nebulösen Gestalt geben, die einerseits die Aura des Romans atmen und doch ganz modern im Gestus sind.
Joseph Roth, 1894 - 1939, arbeitete als Journalist für verschiedene deutsche und österreichische Tageszeitungen, in denen einige seiner Romane auch in Fortsetzungen erschienen. Mit den Romanen Hiob, 1930, und Radetzkymarsch, 1932, schaffte er den literarischen Durchbruch und hatte auch finanziellen Erfolg, der jäh durch die Machtergreifung der Faschisten in Deutschland und durch seine anschließende Emigration nach Frankreich unterbrochen wurde. Im Exil, durch den Verlust seiner Sprache und ernüchtert durch die politischen Entwicklungen, verfiel er mehr und mehr dem Alkoholismus, der zu seinem frühen Tod führte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Hartwig Ebersbach spürte mit derben Schnitten dem Metaphysischen des Romans nach. Ihm gelangen Bilder, die dem scheinbar Unentrinnbaren, Nebulösen Gestalt geben, die einerseits die Aura des Romans atmen und doch ganz modern im Gestus sind.
Joseph Roth, 1894 - 1939, arbeitete als Journalist für verschiedene deutsche und österreichische Tageszeitungen, in denen einige seiner Romane auch in Fortsetzungen erschienen. Mit den Romanen Hiob, 1930, und Radetzkymarsch, 1932, schaffte er den literarischen Durchbruch und hatte auch finanziellen Erfolg, der jäh durch die Machtergreifung der Faschisten in Deutschland und durch seine anschließende Emigration nach Frankreich unterbrochen wurde. Im Exil, durch den Verlust seiner Sprache und ernüchtert durch die politischen Entwicklungen, verfiel er mehr und mehr dem Alkoholismus, der zu seinem frühen Tod führte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Verlag über das Buch
Erschienen im Jahr 1929 und doch ganz von heute jetzt als Sonderausgabe
Über den Autor
Joseph Roth, geb. 1894 in Galizien als Sohn jüdischer Eltern, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Ab 1918 Journalist in Wien, dann Berlin, 1923-32 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. 1933 Emigration nach Frankreich. Starb 1939 im Alter von nur 45 Jahren in Paris.