Ich fand dieses Buch extrem oberflächlich. Der Erzählstil ist hölzern, die Personen sind nicht besonders herausgearbeitet sondern flach und zweidimensional. Es gibt wenig Beschreibendes und das wenige ist nicht einprägsam und lebendig beschrieben, sondern - naja, eben hölzern. Die Personen sind absolut schwarz-weiß. Man weiß sofort, wer seiner ...sucht am Ende wieder unterliegt, wer "der Böse" ist, dass die Liebesgeschichte zwischen X und Y auf keinen Fall etwas werden kann, wer "sich am Ende kriegt". Die Geschichte schreitet in Riesenschritten voran, in wenigen Seiten werden 20-30 Jahre abgehandelt, die Kinder werden erwachsen ohne dass man irgendwelche familiären Details erfährt. Außerdem würde ich einen Personennachweis hilfreich finden: weil die einzelnen Personen einem so wenig im Gedächtnis bleiben, kann man sich nicht mehr unbedingt an Sara, Trude oder Peter erinnern, die vielleicht vorher schon einmal erwähnt worden sind, aber eben auch nur erwähnt. Ich mag Bücher die um diese Zeit spielen, ich mag schöne, saftige Familiengeschichten mit einem realen Hintergrund, ich mag nachvollziehbare Handlungen und auch Gefühle (muss ja nicht Traumschiff sein). Empfehlenswert finde ich hier z.B. Charlotte Link. Aber diesen Holzschnitt, den habe ich nicht genossen. Auf die anderen Bände werde ich verzichten.