Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Perfekte Unterhaltung - nicht nur für Frankreichfans ..., 27. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hotel Pastis (Taschenbuch)
"Das Ärgerliche an all den Scheidungen ist die Tatsache, daß man sich wieder neu einrichten muß..." - mit diesem doch recht interessanten Blickwinkel eröffnet Ernest das "Hotel Pastis" ... Robert Mayle steht eigentlich immer für intelligente, amüsante Unterhaltungsliteratur: ganz gleich, ob sein neuestes Buch "Encore Provence" oder die älteren wie "Toujours Provence" oder eben sein bekanntestes "Hotel Pastis". Der Autor schreibt in pointierter, kurzweiliger Art über sein Lieblings- (und damit Haupt)thema: die Provence, die Franzosen und ihr Savoir vivre sowie Frankreich allgemein und eben wieder die Provençalen ... Mayle selbst ist nicht etwa Franzose sondern Engländer, der -großstadtmüde- vor einigen Jahren seinen hochdotierten und stressigen Job als Werbefachmann in London aufgab und -suchend nach dem perfekten Landleben- in der Provence fündig wurde. Seine Romane über das Leben in einem südfranzösischen Dorf mit all seinen Alltagstücken und den liebenswert-schrulligen Bewohnern sind ständig auf den Bestseller-Listen zu finden und eben -gerade auch für die Urlauszeit- die perfekte Unterhaltung: nicht zu "seicht", aber auch nicht zu anstrengend - genau das, was man/frau sich zur Entspannung erträumt und gut abends auf der Terrasse bei einem Glas (provençalischen) Rosé lesen kann und dabei parfois auch laut lachen ... Nicht zuletzt sind seine Bücher ein Muß für alle Provence-Reisenden (und Frankreich-Fans;-) und -wie das Time Magazin treffend bemerkt- ist der Autor "... so etwas wie ein Wunder... er nimmt seine Umgebung mit seiner unwiderstehlichen Prosa auf: die Freuden eines gesegneten Klimas, die strahlende Sonne und eine hervorragende Küche"... Im "Hotel Pastis" (Original 1993 erschienen, Übersetzung 1994) verarbeitet Mayle mehr oder weniger seine eigene Geschichte, auch wenn er im Vorspann mitteilt, daß alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Ereignissen rein zufällig wären;-) Der gestresste Werbe-Manager Simon Shaw ist Anfang vierzig, frisch geschieden von einer geldsüchtigen nervenden Dame, daher etwas lädiert, hat einen nicht weniger nervenden Job in einer gut laufenden Agentur und als neue Bleibe eine grottenhäßliche Mietwohnung in Londons City - sowie -einziger Lichtblick- einen netten Butler, der sich permanent um sein Wohlergehen sorgt - und natürlich auch dafür, daß Shaw den Whisky nicht aus der Tasse trinkt;-) Simon stellt bald fest, daß er Job und Privatleben gründlich satt hat - und macht einen Kurzurlaub in der Provence... par hasard macht er die Bekanntschaft der aparten Französin Nicole (ebenso nett wie pleite und natürlich geschieden;-) - und diese ihm ein verlockendes Angebot... ein verfallenes Gebäude als romantisches, luxuriöses Hotel wiederzueröffnen... Simon kann dieser Vorstellung (und Nicole ;-) nicht lange widerstehen und so gibt er seinen Job in London auf und zieht mit seinem Butler Ernest in das verschlafene Provence-Nest Brassière-les-Églises - um die Hotel-Pläne Gestalt werden zu lassen... Als Leser(in) läßt uns Mayle teilhaben an all den Sorgen und Problemen eines Hotelbaus, angefangen von Maurersuche und stressige Architekten über Kochrezepte bis hin zur Auswahl von Springbrunnen und Gartenmöbeln - und dabei erfahren wir ein ganzes Stück vom Leben in der Provence und vor allem von ihren Menschen - ihren Lieben und Sorgen gleichermaßen - ganz nebenher wird noch ein Kidnappingfall gelöst und diverse bankraubende Radsportler bevölkern die Seiten - also kurzweilige Unterhaltung ist garantiert. Dabei kommt die Lebenslust nicht zu kurz: gut Essen und Trinken sind Hauptthemen bei Mayle- und ein guter Wein in der Provence ist allemal mehr wert als ein schlechter Tee in London;-) Neben all der netten Unterhaltung regt der Autor zugleich jedoch zum Nachdenken an: über Wichtigkeiten und Wichtungen im Leben, über Prioritäten - die gesetzt werden müssen - oftmals richtig, aber auch falsch - und über Entscheidungen, die man/frau sich manchmal nicht traut und das später bereut - über die zahllose Arbeit, die man/frau hat und darob vielleicht das L(i)eben vergißt oder vergessen hat - über Glück und Unglück - also, kurzum, das, was das reale Leben ausmacht...
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Träumen vom Urlaub, 19. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Hotel Pastis (Taschenbuch)
"Hotel Pastis" - allein der Name sorgt für ein bestimmtes Bild, einen bestimmten Geruch, einen bestimmten Geschmack und vor allem ein bestimmtes Gefühl von Urlaub. Und Peter Mayle gelingt es, dieses Gefühl auf allen Seiten seines unterhaltsamen, komischen, ironischen und teils spannenden Romans aufrecht zu erhalten. Es geht um den beruflich erfolgreichen, aber eigentlich unglücklichen Werbemanager Peter Shaw, der sich zudem mit den Folgen seiner Scheidung auseinander setzen muß. Dabei ist sein wichtigster Begleiter sein Butler und bester Freund Ernest. In dieser Situation lernt er die Provence und den Luberon (eine der landschaftlich schönsten Gegenden Frankreichs) und auch eine neue Liebe, die Französin Christine kennen. Er beschließt beruflich auszusteigen und in der Provence gemeinsam mit Christine und Ernest ein kleines Hotel aufzubauen (im wahrsten Sinne des Wortes). Und dabei lernt er nicht nur Land, sondern auch Leute der Provence kennen und lieben. Peter Mayle gelingt es, die Personen seines Buches allesamt liebevoll zu charakterisieren, mit ihren guten Seiten wie auch Macken. Ironisch wird der Unterschied zwischen französischer und englischer Lebensmentalität aufgezeigt, wobei Mayle seine Landsleute nicht besonders gut abschneiden lässt. Dass er in seinen Roman eine an sich eigentlich überflüssige Krimistory einbaut, stört nicht weiter, sonder ermöglicht ihm einfach noch, ein paar sympatische oder auch weniger sympatische Figuren einzufügen. Auch dass die Guten gewinnen, die Bösen und Unsympatischen durchweg verlieren, passt in diesem Buch - alles andere würde einfach beim Verschlingen der Seiten irgendwie stören. Hotel Pastis ist ein Buch, dass man vor dem Urlaub, im Urlaub, nach dem Urlaub oder zur Not auch statt Urlaub (gerne auch mehrmals) lesen kann. Es ist einfach exzellente anspruchslose Unterhaltung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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So richtig schoenes seichtes Lesevergnuegen!, 14. November 2004
Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, ICH brauche gelegentlich einfach einmal unbeschwertes Lesevergnuegen, voellig ohne Zweckhaftigkeit, Lehr-Botschaft oder besonderen intelektuellen Anspruch, sondern moechte mich einfach leserisch treiben lassen, unterhalten und entspannen. "Hotel Pastis" ist ein wunderbares Buch dafuer. Die Story beginnt in London und entwickelt sich in die Provence, und gleichsam mit der Story nimmt uns der Autor mit, wir lassen Business und Stadt hinter uns und traeumen uns mit den Figuren auf die Terasse von Landhotels, Strassen-Cafes und herrlichen Landschaften. Dass die guten alten Zutaten "Sex and Crime" richtig dosiert immer wieder einen guten Roman machen, geht auch hier auf: Es geht in der Story um Freundschaft, liebenswerte Raeuber und "Boy meets Girl". Nichts spektakulaer Neues, aber wunderbar geschrieben und erfrischend leicht zu lesen.
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