Stéphane Pompougnac begann seine Karriere in den Palace und Queen Clubs in Paris, bevor er dann ins legendäre Bains Douches wechselte - ein Ort, der vielen aufkommenden DJs, die sich in gehobenen Kreisen einen Namen machen wollen, als Ausgangsort dient. Entdeckt wurde er hier von Jean-Louis Costes, Partner im bekannten Hôtel Costes, und Stéphane Pompougnac machte bald das luxuriöse Umfeld des begehrten Pariser VIP-Hotels (zu den Gästen zählen Größen wie die Rolling Stones, Bruce Willis, Madonna) mit seinem einflußreichen Stil vertraut.
Mittlerweile genießen die CDs des Pariser Designer-Hotels absoluten Kultstatus.
Aber aller Anfang ist schwer: Zwar befinden sich auf der Vol. 1 tolle Tracks, wie z. B. De-Phazz "No Jive" oder Yves Montand "Pour faire le portrait d'un oiseau", aber auch Stücke, die nicht unbedingt auf diese Compilation passen (ich denke da an Grace Jones "Libertango"). Zudem sind die Vol. 1 und 2 eine Aneinanderreihung schöner Tracks, es fehlt jedoch der Zusammenhang zwischen den einzelnen Stücken. Ein Verweben der einzelnen Tracks zu einem Gesamtwerk findet sich erstmalig auf der "Etage 3".
Fazit: Auch die erste der Hôtel Costes ist eine sehr gelungene Compilation, sehr angenehm zum Anhören und Entspannen. Die "Etage 3" jedoch ist ein wirkliches Meisterwerk, mit den kreativsten und interessantesten Mixes. Wer also nur eine CD dieser Reihe kaufen möchte, dem sei die Vol. 3 empfohlen; alle anderen können auch bei der Vol. 1 bedenkenlos zuschlagen. Es lohnt sich!