Als sich die Punk Rock/Alternativ Rock Band Midtown im Jahre 2005 auflöste, wollte Sänger und Bassist Gabe Saporta seine Musikkarriere noch lange nicht an den Nagel hängen und gründete ein neues Bandprojekt namens Cobra Starship. Die fünfköpfige Band veröffentlichte 2006 ihr Debutalbum "While the city sleeps, we rule the streets" mit der Debutsingle "Snakes on plane", welche auch auf dem Soundtrack des gleichnamigen Hollywood Blockbusters mit Samuel L. Jackson zu finden ist. Nur ein Jahr später folgte das Sophomore Werk "Viva La Cobra" und Keyboarderin Elisa Schwartz gab ihren Ausstieg aus der Band bekannt, wurde aber schleunigst durch Victoria Asher ersetzt. Seit Mitte August liegt nun das neue und dritte Studioalbum "Hot Mess" vor, welches in der Standard Version mit 11 Tracks auf uns wartet die allerdings nur zwei Features in Form von Schauspielerin Leighton Meester und Rapper/Producer B.O.B., der seinen Künstlernamen mittlerweile in Bobby Ray umbenannt. So nun wollen wir mal in das gute Stück hineinhören und uns einen Eindruck über Cobra Starships dritten Longplayer machen zu können.
Den Anfang macht "Nice guys finish last" mit schrägen Sirenengeräuschen, fetzigen Drums, Gitarrenriffs und ein paar elektrischen Elementen, was einen netten und zugleich gelungenen Einstieg in den Longplayer bietet. "Pete Wentz Is the Only Reason We're Famous" ist der Titel des nächsten Titels, der ziemlich aggressiv daherkommt mit schnellem Schlagzeug, harten Gitarreneinlagen, ein paar Synthes und auch Sänger Gabe Saporta schon teilweise leicht das shouten anfängt. Nun folgt die erste Single "Good girls gone bad". Ein wahrhaftiges Partybrett, bestehend aus Synthe-Pop Elementen, rockigen Einlagen und einen Text den man genüßlich mitsingen kann sowie dem Highlight - der Auftritt von Schauspielerin Leighton Meester, die dem ganzen Song noch das gewisse Etwas verleiht. "Fold your hands child" beginnt krachend, aber wird während den Strophen etwas gediegener gehalten. Die elektrischen Melodieelemente ergänzen sich prima mit dem fröhlichen Beat und auch Gabe's Gesang kommt bestens zur Geltung. Das nächste Stück "You're not in on the joke" hat keine ausergewöhnlichen Merkmale und siedelt sich im guten Durchschnittsbereich an, wohingegen die zweite Singleauskopplung "Hot Mess" dann wieder gewaltig reinhaut mit gut verknüpftenen Dance, Pop- und Rockelementen. Von Beginn an reißt "Living in the Sky with Diamonds" durch sein temporeiches Instrumental mit und erhält durch en traumhaft gesungenen Refrain noch eine gewisse chillige Note. Fröhlich und verspielt kommt "Wet hot american summer" daher, dessen Melodielemente perfekt aufeinander abgestimmt sind und zusammen mit tollen Beat eine super Grundlage für Gabe's Lyrics bieten. "The Scene is dead: Long live the scene" macht vom Start an den Eindruck als scheint es das ruhigste Stück des Albums zu sein, aber da täuscht man sich doch etwas, denn sobald der elektrolastige Beat einsetzt und wilde Gitarrenriffs diesen noch veredeln bekommt der Song richtig Power, auch wenn dieser im Vergleich zu vielen anderen Liedern dennoch sanfter klingt. Noch einmal richtig vorantreibend bricht "Move like you gonna die" auf uns herein, wieder mit viel Tempo gespickt und gewaltig rockig in einer wieder etwas härteren Liga. Den Abschluss der Standard Version des Albums "Hot Mess" bietet dann mit "The world will never do" noch einmal einen riesigen Hochkaräter auf. Smooth und gechillt in eher langsameren Tempo kommt das klasse Instrumental daher, was man in Richtung Alternative Rock/Black ansiedeln dürfte und durch Feature B.O.B. noch einen gewissen Rap Touch verliehen bekommt, der den ganzen Track bestens auffrischt zu dem eh schon genialen Gesang von Gabe Saporta.
Als Fazit bleiben mir folgende Worte zu sagen: Was Cobra Starship hier mit ihrem neuen Longplayer "Hot Mess" abliefern ist wirklich sehr interessant und hörenswert. Eine Mischung aus Alternative Rock, Synthe Pop, Dance, Punk Pop/Rock und ein ganz wenig Black Music Elementen, die man gut umgesetzt hat. Zwar bleibt der Truppe noch etwas Luft nach oben, denn komplett perfektioniert kommt "Hot Mess" dann leider auch nicht daher, aber die Damen und Herren haben ja sicherlich noch eine lange Karriere vor sich. Nichts desto trotz kann man "Hot Mess" locker 4 Sterne vergeben und es ist sicherlich eines der Alternative Highlights des Jahres 2009.
PeAcE