Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Spaßige Action-Comedy mit viel Bleigewitter am Ende, 8. Januar 2008
Der britische Polizist Nicholas Angel (Simon Pegg) ist engagiert, pflichtbewusst und mit seiner Art höchsterfolgreich, sodass er alle böse Buben hinter Gitter bekommt und ständig in der Presse auftaucht. Für die Bevölkerung ist er ein Held - für seine Vorgesetzten hingegen ein Dorn im Auge, da er durch seine Taten die restliche Polizei schlecht aussehen lässt. Also muss er weg vom Fenster, was soviel heißt wie: Angel wird strafversetzt. Und zwar einen Ort, wo quasi gar nichts los ist - ein kleines Kaff namens Sanford. Dort darf er sich mit den versoffenen und vollkommen dumpfen Kollegen und verschwundenen Schwänen auseinandersetzen. Doch wie es der Zufall so will, auf einmal häufen sich die Todesfälle und es scheinen keine Unfälle zu sein...
Schon mit "Shaun of the Dead" verulkten Simon Pegg und Edgar Wright ein Filmgenre. War es noch das Horrorfach mit einer Wagenladung Zombies, sind es hier Actionfilme wie "Bad Boys" oder "Stirb Langsam". Und ich finde die Parodie ist genauso geglückt - wenn nicht sogar etwas spaßiger. Was ich besonders an "Shaun of the Dead" auszusetzen hatte war der Gewaltgrad. Es war zwar auf lustig getrimmt, aber gerade gegen Ende war es doch unterm Strich wieder mehr ein Gruselfilm als eine Komödie, was ich sehr schade fand. Außerdem gab es bis auf wenige Szenen recht wenig RICHTIG zum Lachen. Auch bei "Hot Fuzz" könnte die Gagdichte in meinen Augen noch höher sein, aber es macht trotzdem weitaus mehr Spaß als der Zombiefilm. Was mich aber wieder wunderte ist der Gewaltgrad, der für eine Parodie doch etwas zu hoch ist. Außerdem sieht man den Szenen an, dass das Blut aus dem PC entsprungen ist - es sieht einfach nicht gut aus. Klar, es soll überzogen - eben parodistisch - wirken, aber dennoch hätten einige Momente nicht sein müssen. Genauso wirkt das Ende mit der vielen Ballerei etwas in die Länge gezogen - gerade in Hinblick auf die vorangegangenen Minuten, die ruhiger waren. Es wirkt wie ein großer Kontrast zum übrigen Film, der nicht so recht reinzupassen vermag. Es wäre besser gewesen auch vorher schon mehr Action einzubauen und dafür das Finale etwas zu entschlacken. Außerdem fand ich die letzten Minuten doch etwas übertrieben - ohne sie jetzt verraten zu wollen. Was mir hingegen echt gut gefallen hat war, dass trotz der Comedy noch Platz für ernste Augenblicke ist, in denen sich Spannung aufbauen kann. Unterm Strich ist "Hot Fuzz" also ein wirklich guter Actionspaß geworden, der für mich einen höheren Stellenwert als "Shaun of the Dead" hat.
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21 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
2 Stunden Humor pur!!, 13. September 2007
Als vor nicht allzu langer Zeit "Shaun of the Dead" erschien, waren die Schauspieler großteils unbekannt, doch der Film schlug ein wie eine Bombe und nun sind Simon Pegg und Nick Frost jedem ein Begriff.
Der Film brachte einfach typisch englischen, schwarzen Humor perfekt rüber. Als man nach dem Erscheinen dieser Horrorkomödie über eine folgende Actionkomödie (HOT FUZZ) sprach, bekamen viele Zweifel ob der Film wohl mit "Shaun of the Dead mithalten könne und ob das nicht nur durch den Erfolg gezwungen wurde. Doch die Crew rund um Edgar Wright bewies, dass es nach dem Supererfolg von "Shaun of the Dead" noch eine Steigerung geben kann! Denn - ich finde "Shaun of the Dead" wirklich lustig und er gehörte bzw. gehört zu meinen Lieblingsfilmen, doch "Hot Fuzz" ist um ein weiteres Stück besser!
Nick Frost als Versager ist wie in "SHAUN..." genauso überzeugend und Simon Pegg zeigt, dass er auch ein Supercop sein kann, und nicht nur ein Loser. Der Film bietet einfach Spaß ohne Ende. Kaum hat man über einen Gag zu ende gelacht, ist der nächste schon da! Der Film bietet einfach 2 Studnen Spaß pur. Wie auch schon in "SHAUN..." - wenn natürlich auch nicht so extrem - gibt es in "Hot Fuzz" den ein oder anderen lustigen Splattereffekt zu sehen. Vor allem Fans von typisch englisch, schwarzem Humor sei dieser Film ans Herz gelegt, Spaß garantiert!
Ich habe mir ebenfalls schon die DVD aus England geholt, jedoch sei dazu gesagt (und damit eine kleine Stellungnahme zu einem Vor-Rezensenten): Der Film ist im Original wirklich unschlagbar, doch allen die etwas englisch verstehen, werden das bereits wissen. Doch ich habe den Film schon auf deutsch gesehen und muss sagen - auch hier kommt man nicht mehr aus dem Lachen raus!
Und!: Mann muss doch nicht nach England um an diese DVD zu kommen!? Die DVD gibt's sonst wo (auch bei Amazon selbst) zu kaufen!
Fazit: Fans von Shaun of the Dead, schwarzem Humor oder Komödien allgemein ist dieser Film absolut zu empfehlen!
5/5
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19 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Launige Parodie auf Actionstreifen mit harten Jungs, langsam Sterbenden und stahlharten Profis, 17. Juni 2007
Der erfolgreiche Police Officer Angel wird Dank seiner Verhaftungsquote von 400% über dem Durchschnitt zum Sergeant befördert und von London in das - höflich formuliert - ländliche Sandford versetzt. Denn ein derartiger Super-Cop lässt seine Kollegen eher dumm aussehen. Obwohl Sandford sowohl als das schönste wie auch sicherste Dorf Englands gilt, gelingt es Angel, noch vor Dienstantritt fast die komplette Gästeschar des lokalen Pubs zu verhaften. Derart (über)motiviert stößt der frischgebackene Sergeant bei den eher phlegmatischen einheimischen Gesetzeshütern auf wenig Gegenliebe. Zumal just vor der erneut anstehenden Wahl zu Englands schönster Dorfidylle eine Unfallserie beginnt, die Angel entgegen aller Widerstände hartnäckig als Morde aufzuklären gedenkt. Die Lösung des härtesten Falls seiner Karriere kommt dann auch für den unerschütterlichen Profi aus einer völlig unerwarteten Richtung.
Simon Pegg und Edgar Wright lieferten 2004 mit SHAUN OF THE DEAD eine umwerfende Parodie auf Horror- und darunter vornehmlich Zombie-Filme ab. Mit größtenteils derselben Besetzung vor und hinter der Kamera versuchen sie sich mit HOT FUZZ am dankbaren Actiongenre bzw. dem Subgenre des Buddy-Movies. Wo sonst kann man hemmungslos übergroße Machohelden und surreale Materialschlachten besser veralbern? Gelungen ist dies dem Autorenduo Pegg (der wieder die Hauptrolle als ultracooler Officer Angel übernahm) und Wright (Regie) nur bedingt. Denn wer - dummerweise vom Trailer auf die falsche Fährte geführt, vom idiotischen, Bud Spencer würdigen deutschen Untertitel ganz zu schweigen - eine vergleichbare Krawallorgie im Stil der zitierten Michael Bay und Richard Donner Kracher erwartet, könnte herbe enttäuscht werden. Denn die Explosionen und völlig überzogenen Shoot-Outs (natürlich mit beidhändig im Flug abgefeuerten Knarren, die keinerlei Nachladens bedürfen) werden für den irrwitzigen Showdown aufgehoben. Davor gibt es eher verhaltene und für Kenner der Materie eingestreute Hinweise auf die Vorbilder - so bei der brüllkomischen Entdeckung des Waffenlagers, wenn das wohlbekannte LETHAL WEAPON Thema erklingt - sowie ein paar deftig-splattrige Mordszenen, die jedoch durch die staubtrockenen Kommentare der ermittelnden Dorfpolizisten ironisch gebrochen werden.
Für Fans des Backpfeifengesichts Simon Pegg, der seine Rolle mit stoisch-ausdrucksloser Miene absolviert, und seines tapsig-sympathischen, intellektuell nicht übergesegneten Gegenparts Nick Frost ist der Mangel an Action jedoch sehr gut zu verschmerzen. Der Witz des Films ist nämlich viel hintersinniger, denn zum Einen wird das engstirnige und kleingeistige Verhalten des ländlichen Kleinbürgertums zwerchfellerschütternd aufs Korn genommen. Die Geschichte vom Stadtbullen, den es unfreiwillig aufs Land verschlägt, ist zwar alles andere als neu, funktioniert hier jedoch Dank des durchweg grandiosen Nebendarstellerensembles so perfekt wie schon lange nicht mehr. Abermals werden nur die Filmfreaks bekannte Bösewichter aus einschlägigen Genrevertretern entdecken: u.a. Paul Freeman (Reverend) aus JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES oder Stuart Wilson (Doktor) aus LETHAL WEAPON 3 oder Kenneth Cranham (Reaper) aus HELLRAISER 2. Den Bad Guy in HOT FUZZ gibt mit sichtlichem Vergnügen der herrlich schmierige Timothy Dalton, der - soviel sei verraten - eines der wohl schmerzhaftesten und ausgefallensten Bösewichtenden der Filmgeschichte erleidet.
Zum Anderen werden die oft überkonstruierten Drehbücher einschlägiger Actionthriller, die ihre bloße Schaulust an immer aufwändigeren Destruktionsszenarien mühsam mit vorgeblich ausgeklügelten Plots verkleiden wollen, verblüffend effektiv ad absurdum geführt. Wenn Sergeant Angel seine durchaus schlüssig vorgetragene Aufklärung der Mordserie um die Ohren fliegt, dürfte niemand im Publikum zumindest ein schadenfrohes Grinsen unterdrücken können. So wird man überhaupt während der gesamten Laufzeit überwiegend schmunzelnd denn schenkelklopfend dem Geschehen folgen. Die Gagdichte einer NACKTEN KANONE erreicht HOT FUZZ zwar nicht, aber weshalb sollte es nicht möglich sein, liebevoll schrullig gezeichneten Charakteren mit subversivem Humor genauso amüsiert zu folgen? Wer SHAUN OF THE DEAD liebte, der wird diesen in der gleichen Liga spielenden Nachfolger mögen. Alle anderen sollten sich die Frage stellen, ob sie die Kreuzung von britischem Humor und amerikanischem Eskapismus sehen wollen. Wer diese Frage mit Yepp! beantwortet, wird mit einer der besten Genreparodien seit Erfindung des Buddy-Movies belohnt.
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