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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Logik? Schaut was anderes!, 30. Januar 2008
So könnte man diesen Film in wenigen Worten beschreiben. Denn selbst Hollywood kann bei dieser herrlich, kranken, mit britischem Humor vollgepumpten Horrorkomödie nur noch geschmeidig den Abgang machen.
Die Story ist kurz erklärt.
Spitzencop wird befördert und in ein kleines Dorf versetzt = Anfangs ist es dort langweilig, aber dann geschehen seltsame Morde = Der Sache muss auf den Grund gegangen werden!
Die Story verdient keinen Oscar. Überdies ist der Film auch an keiner einzigen Stelle spannend. Warum er trotzdem gut ist? Alleine das Finale fetzt dermaßen, dass ich über weite Strecken nur noch ungläubig auf meinem Stuhl gehockt habe und grinste. Nachdem meine Freundin sich schon ernsthafte Sorgen um mich machte und mir Ratiopharm ins Futter geben wollte, kam ich wieder einigermaßen zu mir.
Fazit: Der Film rockt die Hütte! Die meistens Gags punkten und die Darsteller machen ihre Rolle ordentlich.
Ich drücke es so aus: Krank, aber geil!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dorf-Idylle im Kugelhagel, 11. November 2009
Nicolas Angel ist der beste Polizist Londons und ein Vorbild für alle Kollegen. Er erhält regelmäßig Auszeichnungen und hat eine höhere Verhaftungsrate als alle anderen Kollegen, was diese allerdings schlecht aussehen lässt. Nachdem er bei einem Einsatz verletzt wurde, nutzen seine Vorgesetzten die Gelegenheit, um ihn abzuschieben. Sein neues Revier liegt in Sandfort, ein idyllisches Dorf auf dem Lande mit der niedrigsten Verbrechensrate in ganz England.
Kaum angekommen, greift er mit gnadenloser Effizienz durch und schmeißt erst einmal die minderjährigen Jugendlichen aus dem Pub. Der Gemeinderat und die örtliche Bürgerwehr nehmen das begeistert auf. Schließlich bereitet sich Sandfort wieder darauf vor, zum schönsten Dorf gekürt zu werden. Da ist jede Hilfe dringend nötig. Seine Kollegen im Polizeirevier sind allerdings nicht so begeistert. Bislang war es schön ruhig hier und dabei sollte es auch bleiben.
Den einst besten Polizisten Londons ereilt in den folgenden Tagen ein fürchterlicher Kulturschock. Er, der früher an vorderster Front bei der Abwehr der Verbrechen stand, regelt jetzt den Verkehr oder kümmert sich um entlaufene Schwäne. Und mit seinen neuen Kollegen hat er es auch nicht einfach. Sein neuer Partner nutzt jede Gelegenheit, um ihm kräftig auf die Nerven zu gehen.
Obwohl die Tage im idyllischen Einerlei vergehen, stapeln sich alsbald die Leichen. Zwar geht die Verbrechensrate gegen Null, doch dafür häufen sich haarsträubende Unfälle. In Nicolas Angel erwacht der Spürsinn und er fragt sich, ob das alles mit rechten Dingen zugeht. Bald glaubt er, einer unglaublichen Verschwörung auf der Spur zu sein. Oder irrt er sich vielleicht doch, wie seine Kollegen meinen?
Schräge Gags, irrwitzige Action und rabenschwarzer Humor, dieser rasant geschnittene Film hat es wirklich in sich. Die Auszeichnung für das schönste Dorf geht diesmal im Kugelhagel des äußerst bleihaltigen Showdowns unter. Sandfort, die Gemeinde mit der niedrigsten Verbrechensrate in ganz England ist anschließend nicht mehr wieder zu erkennen. Wer schon immer wissen wollte, welche Abgründe hinter einer dörflichen Idylle lauern können, kommt hier voll auf seine Kosten.
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21 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Launige Parodie auf Actionstreifen mit harten Jungs, langsam Sterbenden und stahlharten Profis, 17. Juni 2007
Der erfolgreiche Police Officer Angel wird Dank seiner Verhaftungsquote von 400% über dem Durchschnitt zum Sergeant befördert und von London in das - höflich formuliert - ländliche Sandford versetzt. Denn ein derartiger Super-Cop lässt seine Kollegen eher dumm aussehen. Obwohl Sandford sowohl als das schönste wie auch sicherste Dorf Englands gilt, gelingt es Angel, noch vor Dienstantritt fast die komplette Gästeschar des lokalen Pubs zu verhaften. Derart (über)motiviert stößt der frischgebackene Sergeant bei den eher phlegmatischen einheimischen Gesetzeshütern auf wenig Gegenliebe. Zumal just vor der erneut anstehenden Wahl zu Englands schönster Dorfidylle eine Unfallserie beginnt, die Angel entgegen aller Widerstände hartnäckig als Morde aufzuklären gedenkt. Die Lösung des härtesten Falls seiner Karriere kommt dann auch für den unerschütterlichen Profi aus einer völlig unerwarteten Richtung.
Simon Pegg und Edgar Wright lieferten 2004 mit SHAUN OF THE DEAD eine umwerfende Parodie auf Horror- und darunter vornehmlich Zombie-Filme ab. Mit größtenteils derselben Besetzung vor und hinter der Kamera versuchen sie sich mit HOT FUZZ am dankbaren Actiongenre bzw. dem Subgenre des Buddy-Movies. Wo sonst kann man hemmungslos übergroße Machohelden und surreale Materialschlachten besser veralbern? Gelungen ist dies dem Autorenduo Pegg (der wieder die Hauptrolle als ultracooler Officer Angel übernahm) und Wright (Regie) nur bedingt. Denn wer - dummerweise vom Trailer auf die falsche Fährte geführt, vom idiotischen, Bud Spencer würdigen deutschen Untertitel ganz zu schweigen - eine vergleichbare Krawallorgie im Stil der zitierten Michael Bay und Richard Donner Kracher erwartet, könnte herbe enttäuscht werden. Denn die Explosionen und völlig überzogenen Shoot-Outs (natürlich mit beidhändig im Flug abgefeuerten Knarren, die keinerlei Nachladens bedürfen) werden für den irrwitzigen Showdown aufgehoben. Davor gibt es eher verhaltene und für Kenner der Materie eingestreute Hinweise auf die Vorbilder - so bei der brüllkomischen Entdeckung des Waffenlagers, wenn das wohlbekannte LETHAL WEAPON Thema erklingt - sowie ein paar deftig-splattrige Mordszenen, die jedoch durch die staubtrockenen Kommentare der ermittelnden Dorfpolizisten ironisch gebrochen werden.
Für Fans des Backpfeifengesichts Simon Pegg, der seine Rolle mit stoisch-ausdrucksloser Miene absolviert, und seines tapsig-sympathischen, intellektuell nicht übergesegneten Gegenparts Nick Frost ist der Mangel an Action jedoch sehr gut zu verschmerzen. Der Witz des Films ist nämlich viel hintersinniger, denn zum Einen wird das engstirnige und kleingeistige Verhalten des ländlichen Kleinbürgertums zwerchfellerschütternd aufs Korn genommen. Die Geschichte vom Stadtbullen, den es unfreiwillig aufs Land verschlägt, ist zwar alles andere als neu, funktioniert hier jedoch Dank des durchweg grandiosen Nebendarstellerensembles so perfekt wie schon lange nicht mehr. Abermals werden nur die Filmfreaks bekannte Bösewichter aus einschlägigen Genrevertretern entdecken: u.a. Paul Freeman (Reverend) aus JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES oder Stuart Wilson (Doktor) aus LETHAL WEAPON 3 oder Kenneth Cranham (Reaper) aus HELLRAISER 2. Den Bad Guy in HOT FUZZ gibt mit sichtlichem Vergnügen der herrlich schmierige Timothy Dalton, der - soviel sei verraten - eines der wohl schmerzhaftesten und ausgefallensten Bösewichtenden der Filmgeschichte erleidet.
Zum Anderen werden die oft überkonstruierten Drehbücher einschlägiger Actionthriller, die ihre bloße Schaulust an immer aufwändigeren Destruktionsszenarien mühsam mit vorgeblich ausgeklügelten Plots verkleiden wollen, verblüffend effektiv ad absurdum geführt. Wenn Sergeant Angel seine durchaus schlüssig vorgetragene Aufklärung der Mordserie um die Ohren fliegt, dürfte niemand im Publikum zumindest ein schadenfrohes Grinsen unterdrücken können. So wird man überhaupt während der gesamten Laufzeit überwiegend schmunzelnd denn schenkelklopfend dem Geschehen folgen. Die Gagdichte einer NACKTEN KANONE erreicht HOT FUZZ zwar nicht, aber weshalb sollte es nicht möglich sein, liebevoll schrullig gezeichneten Charakteren mit subversivem Humor genauso amüsiert zu folgen? Wer SHAUN OF THE DEAD liebte, der wird diesen in der gleichen Liga spielenden Nachfolger mögen. Alle anderen sollten sich die Frage stellen, ob sie die Kreuzung von britischem Humor und amerikanischem Eskapismus sehen wollen. Wer diese Frage mit Yepp! beantwortet, wird mit einer der besten Genreparodien seit Erfindung des Buddy-Movies belohnt.
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