Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr gute Szenen, am Ende nachlassend, 9. Dezember 2007
Im Kino habe ich den Film verpasst. Schade. Der Film von den Machern von "Shaun of the Dead" ist wieder ein Paradebeispiel für den britischen Humor (man muss wirklich auf die kleinen Spitzen und Wortspielereien achten). Er kommt in meinen Augen zwar nicht an "Shaun..." heran, sorgt aber für reichliche Lacher. Die deutsche Synchronisation hat ihr Bestes gegeben, ich denke, der typische britische Humor ist in deutsch nur schwer zu übersetzen. Die Situation des Londoner Superpolizisten in der britischen Provinz ist lustig und sogar nachvollziehbar dargestellt. Seine Reise in die Privinz ist dabei ein kleines Meisterwerk des Filmschnittes (ja, so kleine Sachen können mich schon erfreuen). Leider muss ich sagen, dass der Film in seinem Spannungsbogen in den letzten 20 Minuten etwas abflacht, trotzdem ist Unterhaltung bis zum Schluss garantiert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Launige Parodie auf Actionstreifen mit harten Jungs, langsam Sterbenden und stahlharten Profis, 17. Juni 2007
Der erfolgreiche Police Officer Angel wird Dank seiner Verhaftungsquote von 400% über dem Durchschnitt zum Sergeant befördert und von London in das - höflich formuliert - ländliche Sandford versetzt. Denn ein derartiger Super-Cop lässt seine Kollegen eher dumm aussehen. Obwohl Sandford sowohl als das schönste wie auch sicherste Dorf Englands gilt, gelingt es Angel, noch vor Dienstantritt fast die komplette Gästeschar des lokalen Pubs zu verhaften. Derart (über)motiviert stößt der frischgebackene Sergeant bei den eher phlegmatischen einheimischen Gesetzeshütern auf wenig Gegenliebe. Zumal just vor der erneut anstehenden Wahl zu Englands schönster Dorfidylle eine Unfallserie beginnt, die Angel entgegen aller Widerstände hartnäckig als Morde aufzuklären gedenkt. Die Lösung des härtesten Falls seiner Karriere kommt dann auch für den unerschütterlichen Profi aus einer völlig unerwarteten Richtung. Simon Pegg und Edgar Wright lieferten 2004 mit SHAUN OF THE DEAD eine umwerfende Parodie auf Horror- und darunter vornehmlich Zombie-Filme ab. Mit größtenteils derselben Besetzung vor und hinter der Kamera versuchen sie sich mit HOT FUZZ am dankbaren Actiongenre bzw. dem Subgenre des Buddy-Movies. Wo sonst kann man hemmungslos übergroße Machohelden und surreale Materialschlachten besser veralbern? Gelungen ist dies dem Autorenduo Pegg (der wieder die Hauptrolle als ultracooler Officer Angel übernahm) und Wright (Regie) nur bedingt. Denn wer - dummerweise vom Trailer auf die falsche Fährte geführt, vom idiotischen, Bud Spencer würdigen deutschen Untertitel ganz zu schweigen - eine vergleichbare Krawallorgie im Stil der zitierten Michael Bay und Richard Donner Kracher erwartet, könnte herbe enttäuscht werden. Denn die Explosionen und völlig überzogenen Shoot-Outs (natürlich mit beidhändig im Flug abgefeuerten Knarren, die keinerlei Nachladens bedürfen) werden für den irrwitzigen Showdown aufgehoben. Davor gibt es eher verhaltene und für Kenner der Materie eingestreute Hinweise auf die Vorbilder - so bei der brüllkomischen Entdeckung des Waffenlagers, wenn das wohlbekannte LETHAL WEAPON Thema erklingt - sowie ein paar deftig-splattrige Mordszenen, die jedoch durch die staubtrockenen Kommentare der ermittelnden Dorfpolizisten ironisch gebrochen werden. Für Fans des Backpfeifengesichts Simon Pegg, der seine Rolle mit stoisch-ausdrucksloser Miene absolviert, und seines tapsig-sympathischen, intellektuell nicht übergesegneten Gegenparts Nick Frost ist der Mangel an Action jedoch sehr gut zu verschmerzen. Der Witz des Films ist nämlich viel hintersinniger, denn zum Einen wird das engstirnige und kleingeistige Verhalten des ländlichen Kleinbürgertums zwerchfellerschütternd aufs Korn genommen. Die Geschichte vom Stadtbullen, den es unfreiwillig aufs Land verschlägt, ist zwar alles andere als neu, funktioniert hier jedoch Dank des durchweg grandiosen Nebendarstellerensembles so perfekt wie schon lange nicht mehr. Abermals werden nur die Filmfreaks bekannte Bösewichter aus einschlägigen Genrevertretern entdecken: u.a. Paul Freeman (Reverend) aus JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES oder Stuart Wilson (Doktor) aus LETHAL WEAPON 3 oder Kenneth Cranham (Reaper) aus HELLRAISER 2. Den Bad Guy in HOT FUZZ gibt mit sichtlichem Vergnügen der herrlich schmierige Timothy Dalton, der - soviel sei verraten - eines der wohl schmerzhaftesten und ausgefallensten Bösewichtenden der Filmgeschichte erleidet. Zum Anderen werden die oft überkonstruierten Drehbücher einschlägiger Actionthriller, die ihre bloße Schaulust an immer aufwändigeren Destruktionsszenarien mühsam mit vorgeblich ausgeklügelten Plots verkleiden wollen, verblüffend effektiv ad absurdum geführt. Wenn Sergeant Angel seine durchaus schlüssig vorgetragene Aufklärung der Mordserie um die Ohren fliegt, dürfte niemand im Publikum zumindest ein schadenfrohes Grinsen unterdrücken können. So wird man überhaupt während der gesamten Laufzeit überwiegend schmunzelnd denn schenkelklopfend dem Geschehen folgen. Die Gagdichte einer NACKTEN KANONE erreicht HOT FUZZ zwar nicht, aber weshalb sollte es nicht möglich sein, liebevoll schrullig gezeichneten Charakteren mit subversivem Humor genauso amüsiert zu folgen? Wer SHAUN OF THE DEAD liebte, der wird diesen in der gleichen Liga spielenden Nachfolger mögen. Alle anderen sollten sich die Frage stellen, ob sie die Kreuzung von britischem Humor und amerikanischem Eskapismus sehen wollen. Wer diese Frage mit Yepp! beantwortet, wird mit einer der besten Genreparodien seit Erfindung des Buddy-Movies belohnt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Groteske Komödie der Extraklasse, 25. Januar 2008
Hot Fuzz ist mit Sicherheit kein Film für jedermann. Wer die groteske Sparte des britischen Humors nicht mag (oder auch einfach nicht versteht) sollte die Finger von dieser DVD lassen. Für alle anderen ist der Film jedoch ein absolutes Muss. Kurz zur Story: Sergeant Angel wird von der Londoner Polizei in ein kleines, friedliches Bauerndorf versetzt, weil sein Arbeitseifer und seine Erfolgsquote die Kollegen in einem schlechten Lich darstehen lässt. In dem Dorf gab es nach offiziellen Angaben seit 20 Jahren keinen Mord mehr, die Dorfpolizei verbringt ihre Zeit meistens mit Kuchenessen und Angels neuer Partner betrinkt sich nach der Schicht schon mal und sieht dann Hollywood-Action-Filme über coole Cops. Doch schon bald sterben die ersten Menschen und obwohl sich Angel sicher ist, dass es Morde sind, tun seine Kollegen alles als Unfall ab. Angel forscht nach und kommt einem dunklen Geheimnis der Dorfgemeinschaft auf die Spur. Der Film beginnt als Mischung aus Provinzkomödie und Krimiparodie, doch im Laufe der Handlung nimmt die Story immer groteskere Züge an. Für die Splatterfans gibt es ein paar kleinere Szenen, aber so richtig irrwitzig wird es, als das Finale beginnt. Angefangen mit einem High-Noon gleichen Shoot-out auf dem Dorfplatz, geht es weiter zu einem irren Kampf im Supermarkt und zum Schluss prügeln sich Skinner und Angel durch eine Modellstadt und zertrümern in schönster Godzilla Manier alle Gebäude. Ein wirklich genialer Film für Freunde der grotesken Komödie und was ich vor allem sehr wohltuend finde: Diese Komödie kommt komplett ohne die Ekel- und Fäkalwitze der aktuellen US-Komödien aus. Die DVD ist somit eine wirkliche Kaufempfehlung. Auch wenn man sich den dämlichen deutschen Untertitel hätte sparen können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|