Sexgeile amerikanische (und isländische) Rucksacktouristen, willige europäische Frauen, Drogen, brutale Osteuropäer und ebenso brutale Mitteleuropäer. Die Zutaten, aus denen dieser Film gestrickt ist.
Die erste Filmhälfte handelt von der Suche nach dem schnellen (und einfachen) Sex. Man fühlt sich an Eis am Stiel und American Pie erinnert (nur nicht so lustig). Dann schlägt der Film in eine brutale Sado-Maso-Show um. Mitunter ecklig, aber nie wirklich beängstigend. Zum Abschluss wird der Film zu einer (unverhofften) Clint Eastwood/Charles Bronson Rachefarce.
Das Bild ist gut, der Ton bringt die Heimkinoanlage zum freudigen brummen.
Viel wurde erzählt über diesen Film. Ja, er ist brutal. Ja, er ist erschreckend. Aber die Brutalität verliert sich schnell in der Lächerlichkeit. Und soviel gehacke, gebohre und geschnibbele ist nun auch wieder nicht vorhanden.
Wer einen wirklich spannenden Film sehen will, sollte zu Saw oder Das Schweigen der Lämmer greifen. Dort ist die Brutalität nicht auf die Bilder beschränkt, sondern wird im Rahmen der Handlung erzeugt.