Im Fokus von «Hospitality in the age of media representation» stehen Einweg-Kommunikationsformen, allen voran die Werbung, die den privaten und öffentlichen Raum unserer Zivilisation prägen. Angesichts ihrer Unfähigkeit, den Betrachter wahrzunehmen und ihn auf sinngemässe Weise anzusprechen - oder es bleiben zu lassen -, stellt sich die Frage, welche Rolle diese Formen von «Kommunikation» in unserer Lebenswelt einnehmen sollen. Die Argumentationslinie führt über Fragen der Gastfreundschaft: Welchen Botschaften gewähre ich das Gastrecht in meinem Geist? Wann muss ich es ihnen wieder entziehen?
Die Arbeit läuft auf eine Kommunikationsethik hinaus, die das Individuum, bzw. die Singularität in den Mittelpunkt stellt und ihm eine Verantwortung aufträgt, die es nicht einfach auf den Absender der Botschaft abwälzen kann. Jede und jeder ist verantwortlich dafür, die Umwelt so zu gestalten, dass sie Raum bietet für das Hervorbringen von neuen Ideen und das Generieren einer gemeinsamen, gemeinschaftlichen Zukunft.
Empfehlenswert für alle, die das Spannungsgebiet zwischen Werbung/Unternehmenskommunikation und Gesellschaft besser verstehen wollen.